Weiterhin stabiles Preisniveau im Bausektor

Bau
(Foto: Jürgen Fälchle - Fotolia.com)

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Neuchâtel – Zwischen April und Oktober 2013 legten die Baupreise im vierten Halbjahr in Folge nur leicht zu (+0,5%). Dies besagt der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Baupreisindex. Diese Entwicklung ist auf einen höheren Preisanstieg im Tiefbau (+0,9%) als im Hochbau (+0,5%) zurückzuführen. Trotz eines weiterhin hohen Arbeitsvolumens im Bausektor lässt der Preisdruck nicht nach. Innert Jahresfrist ist das Preisniveau im Baugewerbe um 0,8 Prozent angestiegen (Hochbau: +0,6%, Tiefbau: +1,3%).

Zum Hochbau gehören der Bau von Mehrfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern aus Holz, Einfamilienhäusern, Bürogebäuden und Lagerhallen sowie die Renovation von Mehrfamilienhäusern und Bürogebäuden. Dieser Sektor verzeichnete von April bis Oktober 2013 einen leichten Preisanstieg (+0,5%). Das Ergebnis widerspiegelt die in den meisten Positionen festgestellte Preisstabilität. Die nennenswerten Ausnahmen mit einem Preisanstieg sind die Umgebungsarbeiten (+1,5%) und die Baugruben (+1,3%), jene mit einem Preisrückgang die Transportanlagen (-4,4%).

Preisanstieg im Tiefbau deutlicher als im Hochbau
Der Tiefbausektor umfasst die Ergebnisse des Neubaus von Strassen, Unterführungen und Lärmschutzwänden. Zwischen April und Oktober 2013 verzeichneten die Preise dieses Sektors einen höheren Anstieg (+0,9%) als jene des Hochbaus. Alle Kategorien registrierten Preiszunahmen. Am deutlichsten fielen diese beim Erd- und Unterbau (je +1,2% im Strassen- bzw. Kunstbau) und den Tragkonstruktionen (+1,3% im Strassenbau und +0,9% bei den Kunstbauten aus Stahlbeton) aus.

Preise für Neubauten von Einfamilienhäusern leicht gestiegen
Im Hochbau wurde die deutlichste Preishausse beim Neubau von Einfamilienhäusern (+0,7%) und bei der Renovation von Bürogebäuden (+0,6%) verzeichnet. Im Tiefbau legten die Preise beim Neubau von Strassen am stärksten zu (+1,0%).

Hochbau: Rückläufige Preisentwicklung im Tessin
Im Hochbau reicht die Spannweite der Preisentwicklung von -0,7 Prozent im Tessin bis +1,1 Prozent in der Ostschweiz. Im Jahresvergleich verzeichneten der Espace Mittelland und das Tessin (je -0,6%) sowie die Nordwestschweiz (+1,9%) die tiefsten bzw. höchsten Werte.

Im Tiefbau liegen die Preisentwicklungen in einer Spannweite von -1,0 Prozent (Tessin) bis +1,6 Prozent (Zürich). Im Jahresvergleich weisen das Tessin (-1,7%) und der Espace Mittelland (+2,4%) die grössten Preisrückgänge bzw. -anstiege auf.

Im Berichtshalbjahr registrierten die Baupreise für Gebäude mit Wohnnutzung sowie für jene ohne Wohnnutzung dieselbe Zunahme (je +0,5%). (BFS/mc/ps)

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