Zahl der geleisteten Arbeitsstunden 2015 gestiegen

Industrie-Konjunktur

Neuenburg – In der Schweiz wurden von den Erwerbstätigen im Jahr 2015 insgesamt 7,889 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Dies entspricht einer Zunahme um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwischen 2011 und 2015 ging die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden ganz leicht zurück und belief sich 2015 auf 41 Stunden und 17 Minuten, während die Anzahl der jährlichen Ferienwochen weiterhin stetig anstieg und auf 5,15 zunahm. Dies teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) mit.

Gemäss der Arbeitsvolumenstatistik (AVOL) stieg die Anzahl Arbeitsstunden sämtlicher Erwerbstätiger in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent an und lag 2015 bei 7,889 Milliarden. Sowohl die Anzahl der Beschäftigten (+1,7%) als auch die tatsächliche Jahresarbeitszeit pro Arbeitsstelle (+0,5%) nahmen zu. Der Anstieg der tatsächlichen Jahresarbeitszeit ist auf eine Zunahme der durchschnittlichen Anzahl Normalarbeitswochen pro Arbeitsstelle von 45,7 auf 46,1 Wochen (+0,9%) zurückzuführen (im Jahr 2015 fielen mehr Feiertage auf Wochenenden). Dadurch wurde der Rückgang der tatsächlichen wöchentlichen Arbeitszeit pro Arbeitsstelle (-0,3%) mehr als kompensiert.

Anstieg des Arbeitsvolumens bei der Teilzeiterwerbstätigkeit
Die Teilzeitbeschäftigten leisteten im Jahr 2015 insgesamt deutlich mehr Arbeitsstunden als 2014 (+4,0%). Grund dafür ist eine Zunahme der Anzahl der Beschäftigten (+2,6%) sowie der tatsächlichen Jahresarbeitszeit pro Arbeitsstelle (+1,4%). Bei den Vollzeitbeschäftigten war zwischen 2014 und 2015 ein weniger markanter Anstieg festzustellen (Arbeitsvolumen: +1,8%; Anzahl der Beschäftigten: +1,2%; tatsächliche Jahresarbeitszeit pro Arbeitsstelle: +0,6%).

Ganz leichter Rückgang der tatsächlichen Arbeitszeit bei den Vollzeitarbeitnehmenden
Zwischen 2011 und 2015 ging die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden (ohne Arbeitnehmende in eigener Firma) um 7 Minuten zurück und belief sich 2015 auf 41 Stunden und 17 Minuten. Die Anzahl der jährlichen Ferienwochen hingegen stieg weiterhin stetig an und nahm in der gleichen Zeitspanne von 5,07 auf 5,15 Wochen zu (+0,4 Tage). Die  Arbeitnehmenden im Alter von 20 bis 49 Jahren verfügen über 4,94 Wochen Ferien, verglichen mit 5,35 Wochen bei den 15- bis 19-Jährigen und 5,61 Wochen bei den 50- bis 64-Jährigen.

Über 44 Stunden pro Woche im Primärsektor
Die höchste tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit wurde bei den Vollzeitarbeitnehmenden des Primärsektors verzeichnet (2015: 44 Stunden und 48 Minuten). Danach folgen die Wirtschaftsabschnitte «Gastgewerbe» (42 Stunden und 17 Minuten), «Kredit- und Versicherungsgewerbe» (41 Stunden und 57 Minuten) und «Sonstige Dienstleistungen» (41 Stunden und 34 Minuten).

Mehr Absenzen als Überstunden
Bei den Vollzeitarbeitnehmenden wurden allgemein weniger Überstunden (Quote 2015: 2,3%) als Absenzen verzeichnet (Quote 2015: 3,8%). Ausnahmen davon bilden die Wirtschaftsabschnitte «Information und Kommunikation» und «Kredit- und Versicherungsgewerbe». Bei diesen beiden Abschnitten war die Absenzenquote (2,7% bzw. 3,6%) tiefer als die Überstundenquote (3,3% bzw. 4,0%).

Quote der gesundheitsbedingten Absenzen
Gesundheitsbedingte Absenzen (Krankheit oder Unfall) waren für den grössten Anteil (77%) des jährlichen Absenzenvolumens der Arbeitnehmenden verantwortlich, gefolgt von Absenzen aufgrund von Mutterschaftsurlaub (9%) sowie von Militär- oder Zivildienst (8%). 2015 belief sich die Quote der gesundheitsbedingten Absenzen der Vollzeitarbeitnehmenden auf 2,9 Prozent. Die tiefste Quote (2,1%) wies der Abschnitt «Information und Kommunikation» auf, die höchste der Abschnitt «Gesundheits- und Sozialwesen» (3,7%). (BFS/mc/ps)

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