Zahl der Neugründungen steigt 2014 auf Rekordhoch

Zahl der Neugründungen steigt 2014 auf Rekordhoch

Zürich – Die Zahl der in der Schweiz neu im Handelsregister eingetragenen Firmen hat im Jahr 2014 ein Rekordhoch erreicht. Mit 41’632 wurde der bereits hohe Vorjahreswert um 2,3% übertroffen. Somit wurden an jedem Arbeitstag des abgelaufenen Jahres im Schnitt 165 Firmen neu im Handelsregister eingetragen.

Auch wenn ein Teil der Neueintragungen nicht echter Firmenzuwachs sei, sondern durch Umstrukturierungen gekommen sei, so könne diese positive Entwicklung dennoch als Gradmesser für die schweizerische Konjunktur genommen werden, teilt die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Mittwoch mit. Und diese entwickle sich seit der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 weiterhin positiv.

Der grösste Teil der Neueintragungen erfolgte in der Rechtsform der GmbH (15’541). Weiterhin auf hohem Niveau sind die Gründungen von Einzelunternehmen (12’988), die Aktiengesellschaften sind hingegen relativ stabil und schwanken den Angaben zufolge in den letzten Jahren zwischen 9’500 und 10’000 Gründungen pro Jahr.

Mit Blick auf die Kantone zeige sich der grösste Zuwachs in Luzern (+12,1%), Neuenburg (+7,5%), Baselstadt und die Waadt (je +7,2%). Ein Rückgang wurde in lediglich acht Kantonen registriert, darunter Uri (-22,7%), Obwalden (-19,6%) und Appenzell-Ausserrhoden (-10,7%).

Rückgang bei Firmeninsolvenzen
Den Neueintragungen stehen die Löschungen von Firmen aus dem Handelsregister gegenüber. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahr gesamtschweizerisch um 2,1% auf 28’426.

Die Gesamtzahl der Konkurspublikationen über Firmen ging gegenüber dem Vorjahr um 9,7% auf 5’867 zurück. Zu einem grossen Teil sei dies auf die Publikationen infolge Mängel in der Organisation (gemäss OR731b) zurückzuführen, die um deutliche 15,5% auf 1’627 zurückgingen. Die Zahl der Firmeninsolvenzen liege mit 4’240 7,2% unter dem Vorjahreswert.

Erneut ist die Anzahl der Konkurspublikationen über lebenden Personen leicht zurückgegangen auf 1’566 (-4,5%), während die Ausgeschlagenen Verlassenschaften erneut zulegten auf total 5’411 (+4,8%). Gesamthaft stieg die Zahl der Privatkonkurse um 2,6% gegenüber dem Vorjahr auf 6’977. Rund 78% aller Privatkonkurse beträfen also verstorbene Personen bei welchen die Erben vermuten, dass die vorhandenen Schulden grösser sind als das Vermögen. (awp/mc/ps)

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