Antefil Composite Tech erhält 150’000 Franken für die Veränderung der Produktion von Leichtbaustrukturen

Antefil Composite Tech erhält 150’000 Franken für die Veränderung der Produktion von Leichtbaustrukturen

Antefil Composite Tech erhält 150’000 Franken für die Veränderung der Produktion von Leichtbaustrukturen
Nicole Aegerter, Mitgründerin und operative Leiterin von Antefil

Zürich – Antefil Composite Tech hat sich zum Ziel gesetzt, die globale Verbundwerkstoffindustrie kostengünstiger und energieeffizienter zu machen. Das Zürcher Startup entwickelt textile Vorformen aus Glasfasern, die einzeln mit einem schmelzbaren, recycelbaren Kunststoff ummantelt sind. Diese Materialien sind nicht auf zeitaufwändige und teure Harzinfusionsprozesse angewiesen. Die Technologie des Startups ermöglicht es Herstellern, qualitativ hochwertige Teile schneller und kostengünstiger zu produzieren.

Antefil wird die CHF 150’000 verwenden, um seine Faserproduktion und seine Pilotaktivitäten zu erweitern. Heute enthalten fast 90 % der Leichtbaustrukturen Glasfasern. Bei ihrer Herstellung werden trockene Faserbündel oder Textilien in einem zeit- und energieaufwendigen Verfahren mit flüssigem Kunststoff imprägniert, was die Produktion grosser Mengen begrenzt. Bei vielen dieser Produkte handelt es sich um ausgehärtete Kunststoffe, die nicht recycelt werden können und auf der Mülldeponie landen.

Antefil Composite Tech wird die Herstellung von Verbundwerkstoffen in grossen Stückzahlen revolutionieren, indem es Hybridmaterialien anbietet, die weder imprägniert noch ausgehärtet werden müssen. Das Startup trägt den Kunststoff als individuelle Beschichtung auf jede Glasfaser auf, während diese gezogen wird. Es sind nur minimale Hitze und Druck erforderlich, um Textilien aus diesen mikrotechnisch hergestellten Hybridfasern in hochwertige Strukturen zu verwandeln – und zwar in einem Bruchteil der Zeit im Vergleich zur Harzinfusion.

Die firmeneigene Lösung des Startups spart bis zu 35 % der Zykluszeit, da Infusion und Aushärtung vollständig vermieden werden. Sie garantiert eine gleichmässige Faserverteilung und einen geringen Hohlraumgehalt und bietet schweissbare und recycelbare Materialien, die leichtere Verbindungen und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft unterstützen.

Zu den Schlüsselmärkten von Antefil gehören Anwendungen im Bauwesen, in Druckbehältern, in der Automobilindustrie, in der Luft- und Raumfahrt und in der Windenergie – ein Markt mit einem Gesamtvolumen von CHF 20 Milliarden.

Antefil wurde von Dr. Christoph Schneeberger (geschäftsführende Leitung), MSc Nicole Aegerter (operative Leitung), Prof. Dr. Paolo Ermanni (technische Leitung) und Dr. Thomas Billeter (finanzielle Leitung) gegründet. Das Team hat kürzlich die ersten Proben für die Materialcharakterisierung und -prüfung geliefert und strebt eine Zusammenarbeit mit Herstellern von Verbundwerkstoffstrukturen an, um seine Technologie zu evaluieren. Zu den nächsten Schritten gehört die Realisierung einer skalierten Pilotproduktionsanlage, die ausreichende Mengen an Material für Demonstrationsprojekte und erste Verkäufe pro Kilogramm liefern soll.

Die Mittel von Venture Kick werden diese Phase einleiten, indem sie es dem Team ermöglichen, sich auf die Skalierung der Faserproduktion, die Produktentwicklung sowie Marketing- und Kommunikationsmassnahmen zu konzentrieren.

„Dank Venture Kick haben wir unser Geschäftsmodell drastisch weiterentwickelt und unsere Marketingaktivitäten verstärkt. Ausserdem konnten wir während der Kickers Camps enorm von den wertvollen Anregungen und Einzelgesprächen profitieren“, sagt Nicole Aegerter, Mitgründerin und operative Leiterin von Antefil. (VK/mc/hfu)


Über Venture Kick
Die philanthropische Initiative Venture Kick stellt Schweizer Startups bis zu CHF 150’000 an Startkapital zur Verfügung und bietet darüber hinaus einen gut strukturierten unternehmerischen Weg zum Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens. Startups pitchen in drei Stufen vor Expertenjurys, um eine Finanzierung zu erhalten. Dabei bekommen sie direktes Feedback und Zugang zu einem internationalen Netzwerk von erfolgreichen Unternehmern und Investoren.
Seit dem Start im Jahr 2007 hat Venture Kick 765 Schweizer Startup Projekte mit CHF 34,79 Millionen unterstützt. Das Programm aus finanzieller Unterstützung, Training und Netzwerk hat zur Gründung von 592 Unternehmen geführt. Heute zählt Venture Kick ein Portfolio von 450 aktiven HightechUnternehmen und 50 Exits. Die Alumni-Firmen haben insgesamt CHF 4,2 Milliarden von führenden Schweizer und internationalen Investoren angezogen. Die unterstützten Startups haben 8’105 Arbeitsplätze geschaffen und repräsentieren 53 Unternehmen, die in den TOP 100 Swiss Startups 2020 gelistet sind.
Im Jahr 2021 wird Venture Kick CHF 5,5 Millionen an Startup-Projekte im Ideenstadium auszahlen, um 86 neue Schweizer Wissenschaft auf globale Märkte zu bringen.
Die Venture Kick Stiftung wird unterstützt von der Gebert Rüf Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, HauserStiftung, André Hoffmann, Hansjörg Wyss, Martin Haefner, Fondation Pro Techno, ESA BIC Switzerland und Swisscom. Mehr Informationen finden Sie auf venturekick.ch

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