Innovationsstandort Schweiz: 51 Startups mit Lösungen für die Zukunft

Katka Letzki
Katka Letzing, Co-Leiterin von Kickstart Innovation. (Foto: zvg)

Zürich – Digitales personalisiertes Lernen, spielerische digitale Therapeutik, Authentifizierung durch Gesichtserkennung bis hin zu Reduktion des Zementverbrauchs durch CO2-Absorption als Lösung für eine Kreislaufwirtschaft, antimikrobielle LED-Lichttechnologie und Echtzeit-Berichterstattung in FinTech und InsurTech – Kickstart engagiert sich in verschiedenen Gebieten, um die Innovationsaktivitäten in der Schweiz voranzutreiben. Dieses Jahr nehmen über 50 wachstumsstarke Startups aus 11 Ländern am neuen Programm teil.

Seit der Gründung vor fünf Jahren hat sich Kickstart zu einer der grössten europäischen Innovationsplattformen entwickelt und bereits 120 Pilot- und kommerzielle Projekte zwischen Startups, etablierten Organisationen und Unternehmen aus verschiedenen Bereichen initiiert. „Trotz COVID-19 erhielten wir ausgezeichnete Bewerbungen aus 55 Ländern für unser diesjähriges Programm“, erklärt Katka Letzing, Co-Leiterin von Kickstart Innovation.

Neue Partner
„Von September bis November haben die Finalisten die Möglichkeit, mit führenden Organisationen und Unternehmen, wie AXA, Coop, Migros, Swisscom, Mobiliar, ETH Zürich, Stadt Zürich, PostFinance und der Credit Suisse an ihren Projekten zu arbeiten. Wir freuen uns, dieses Jahr neue Partner dazu gewonnen zu haben, darunter Mövenpick, New Work SE, Energie 360°, Roche, Holcim Schweiz, Nespresso, Canton de Vaud und andere. Die Start-ups erhalten die Möglichkeit, sich neben dem Grossraum Zürich in der Romandie zu etablieren.

Alle Start-ups, die am Programm in diesem Jahr teilnehmen, verbindet ein hohes Mass an technologischer Innovation mit Lösungsansätzen, die eine nachhaltige Entwicklung unterstützen sollen. Das HealthTech-Start-up Kaia Health zum Beispiel bietet digitale Therapeutika an, die eine zugängliche, evidenzbasierte Behandlung für eine Reihe von Erkrankungen ermöglicht. Das Lebensmittel- und Einzelhandel-Tech-Start-up Vital Vio entwickelt, konstruiert und fertigt antibakterielle LED-Technologien für ein wachsendes Spektrum kommerzieller und privater Anwendungen. Das FinTech-Start-up Keyless wiederum entwickelt Lösungen für biometrische und gleichzeitig sichere Authentifizierungen. Das Insurtech-Start-up MotionsCloud stellt die Bearbeitung von Versicherungsansprüchen in Echtzeit sicher. Das SmartCity-Start-up Neustark arbeitet an der Reduzierung von Zement durch die Umwandlung von CO2 in kohlensäurehaltige Elemente in der Bauindustrie. Und das EdTech- und New Work-Start-up Coorpacademy stellt personalisierte digitale Lerninhalte für die berufliche Weiterbildung zur Verfügung.

„Jedes Jahr zieht Kickstart Start-ups an, die auf ihrem Gebiet führend sind. Das Programm hat uns die Möglichkeit gegeben, schnell und effektiv mit diesen aufstrebenden Unternehmen zusammenzuarbeiten, unsere eigenen Geschäftsideen zu fördern und zu erfahren, was dies für die Migros bedeutet und welche Vorteile für unsere Konsumenten entstehen können“, erläutert Eliana Zamprogna, CTO der Migros Industrie. „Das Engagement unserer Organisation hat im Laufe der Jahre deutlich zugenommen. Unsere Mitarbeiter haben die Möglichkeit, auf eine andere Art und Weise und in einem anderen Tempo über Wirtschaft, Innovation und Technologie nachzudenken, als sie es in ihrer täglichen Arbeit tun. Dies hat die Führungsqualitäten und Kooperationsfähigkeit unserer Organisation gestärkt.“

Intrapreneurship bringt etablierte Unternehmen zu neuem Geschäftswachstum und schafft einen nachhaltigen kulturellen Wandel
Neben Partnerschaften zwischen Start-ups und etablierten Organisationen unterstützt Kickstart auch die Förderung von Innovationen in den Unternehmen selbst. Neun Intrapreneurship-Teams, die innerhalb der Unternehmen unabhängig agieren, werden ebenfalls im Jahr 2020 dabei sein. Neben Swisscom, Mobiliar und Migros, werden in diesem Jahr neue Partner mit ihren internen Teams teilnehmen, darunter PostFinance, Holcim Schweiz und Energie360. „Ohne Innovationen kann es kein nachhaltiges Wachstum geben“, so Alice Dal Fuoco, Innovationsmanagerin bei PostFinance. „Um das Wachstum unserer Innovationsaktivitäten zu unterstützen, arbeiten wir gerne mit externen Innovationsführern wie Kickstart zusammen.“

Kickstart ist ein Spin-off des Impact Hub Zürich, einer global vernetzten Gemeinschaft von Unternehmern, Techies und Kreativen. Die Ökosystem-Innovationsplattform führt Programme für Start-ups, Intrapreneure, CEOs und etablierte Organisationen durch, darunter eine Kickstart-Woche im September und einen sechswöchigen Kollaborationssprint vom 30. September bis zum 8. November, bei dem sich die internationalen Teams in der Schweiz engagieren. Standorte des Events von Kickstart sind in diesem Jahr der Innovationsraum Kraftwerk und das Impact Hub Lausanne.(Kickstart/mc)

Kickstart Innovation

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