Oviva erhält $80 Millionen

Kai Eberhardt
Kai Eberhardt, Co-Founder und CEO Oviva. (Foto: zvg)

Zürich – Das digitale Gesundheitsunternehmen Oviva, das Ernährungsberatung für Menschen mit ernährungsbedingten Gesundheitsproblemen anbietet, schloss die Finanzierungsrunde der Series C mit 80 Millionen US-Dollar. Mit dem Geld möchte Oviva Millionen von Menschen in ganz Europa Zugang zu einer besseren Gesundheit ermöglichen. Die Finanzierungsrunde wurde von Sofina und Temasek gemeinsam geführt. Zudem beteiligten sich die bestehenden Investoren AlbionVC, Earlybird, Eight Roads Ventures, F-Prime Capital, MTIP und mehrere Angel-Investoren.

Oviva wurde 2014 gegründet, um Menschen dabei zu unterstützen, Ernährungsgewohnheiten zu verändern und so ihre Gesundheit langfristig zu verbessern sowie ihr Wohlbefinden zu steigern. Hierfür kombiniert Oviva personalisierte Ernährungsberatung mit einer intuitiven App. Das Scaleup stellt ausschliesslich zertifizierte Ernährungsberaterinnen ein, wodurch die Kostenübernahme durch Gesundheitssysteme und Krankenkassen sichergestellt wird.

Bis heute hat das Unternehmen mehr als 200’000 Menschen mit ernährungsbedingten Problemen geholfen, über 5’000 Partnerschaften mit Gesundheitssystemen, Versicherungen und Ärzten geschlossen und ist in ganz Europa tätig – unter anderem in Grossbritannien, Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Mit dieser neuen Finanzierungsrunde erhöht sich die Gesamtsumme des gesammelten Investments des Unternehmens auf $115 Millionen. Die Runde folgt auf ein Jahr, in dem Oviva sowohl die Zahl der behandelten Patienten als auch den Umsatz mehr als verdoppelt hat.

Position als europäische Marktführerin festigen
Allein in Europa leben über 300 Millionen Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die entweder durch Ernährung ausgelöst werden oder durch eine personalisierte Ernährungsumstellung optimiert werden können. Nur einem Bruchteil dieser 300 Millionen Menschen wird eine digitale Betreuung angeboten. Oviva hat bisher 200’000 Menschen behandelt und wird die neueste Finanzierungsrunde nutzen, Millionen von Menschen Zugang zu digitaler Ernährungsberatung zu ermöglichen und indes ihre Position als europäische Marktführerin zu festigen.

Zur Erreichung dieses Ziels will das Scaleup seine Technologie skalieren und deshalb das Team bis Ende 2022 auf 800 Mitarbeitende ausbauen. «Der personelle Wachstum wird in den nächsten Monaten in allen Funktionen im Mittelpunkt stehen», erklärt Kai Eberhardt, CEO und Mitgründer von Oviva. «Einerseits wollen wir bestehende Mitarbeitende befähigen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Andererseits sind wir auf der Suche nach neuen Talenten, die uns auf unserem Weg begleiten, unseren bestehenden und vielen weiteren Patienten zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden zu verhelfen.» 

Darüber hinaus wird der Betrag aus dieser jüngsten Finanzierung in die Förderung der Präsenz von Oviva in bestehenden und neuen Märkten sowie in die Prüfung potenzieller Akquisitionsmöglichkeiten für das weitere Wachstum des Unternehmens fliessen.

Einzigartiger Ansatz in Europa
Harold Boël, CEO von Sofina, sagt: «Wir sehen grosses Potenzial in Oviva. Ihre Lösung ist ein Beispiel dafür, wie wichtige gesundheitliche und gesellschaftliche Probleme wie Diabetes durch den Einsatz digitaler Lösungen angegangen werden können – ein Thema, von dem unser Healthcare-Team sehr überzeugt ist. Oviva hat in den letzten Jahren bereits grosse Schritte in die richtige Richtung gemacht, und wir glauben, dass dies erst der Anfang war.» 

Der Ansatz von Oviva, Menschen mit ernährungsbedingten Krankheiten zu behandeln und die Entstehung von Krankheiten durch Ernährungsberatung und Verhaltensänderung zu verhindern, ist einzigartig in Europa. Die enge Zusammenarbeit mit Gesundheitssystemen, Krankenkassen und Ärzten auf der ganzen Welt beweist, dass die von Oviva angebotene Behandlung anerkannt ist, was letztendlich die Skalierbarkeit des Unternehmens fördert. (Oviva/mc/hfu)


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