Ann Demeester wird neue Direktorin des Kunsthaus Zürich

Ann Demeester
Ann Demeester, ab 1. Januar 2023 Direktorin des Kunsthaus Zürich. (Foto: zvg)

Zürich – Ann Demeester, aktuell Direktorin des Frans Hals Museum in Haarlem/Niederlande, übernimmt per 1. Januar 2023 die Leitung des Kunsthaus Zürich von Christoph Becker.

Anlässlich der bevorstehenden Eröffnung der Kunsthaus-Erweiterung im kommenden Oktober, regelt die Zürcher Kunstgesellschaft die zukünftige Leitung. Zwölf Monate, nachdem der Vorstand eine Findungskommission aus Vorstandsmitgliedern und international erfahrenen Expertinnen und Experten einberufen hatte, hat sich Ann Demeester gegen vierzig weitere Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt.

Kompetent und international erfahren
Ann Demeester (*1976 in Brügge, BE) leitet seit 2014 das Frans Hals Museum im niederländischen Haarlem. Zuvor stand sie während acht Jahren an der Spitze des de Appel arts centre, einem Ausstellungszentrum für zeitgenössische Kunst in Amsterdam, berühmt für die internationale Ausbildung von Kuratoren.

Die Literaturwissenschaftlerin hat in ihrer erfolgreichen Karriere anspruchsvolle Kunstinstitutionen und -programme verantwortet und versteht es, traditionelle Sammlungen in zeitgenössischen Kontext zu stellen und Altmeister mit Gegenwartskunst so zu kombinieren, dass sich neue Perspektiven eröffnen. Ann Demeester arbeitete als Kunstkritikerin bei renommierten Zeitungen, war Assistentin von Jan Hoet und Kuratorin am Stedelijk Museum für aktuelle Kunst in Gent und dem Museum MARTa Herford, wo sie Projekte mit Künstlern wie Luc Tuymans, Richard Tuttle, Salla Tykka and Mika Rottenberg realisierte. Seit 2020 hat sie eine ordentliche Professur für Kunst und Kultur an der Radboud Universiteit Nijmegen inne. In den Niederlanden ist Ann Demeester eine angesehene Botschafterin für Bildende Kunst und Museen, die einen lebendigen Dialog mit Politik, Medien und der Öffentlichkeit pflegt.

Stabübergabe am 1. Januar 2023
Ann Demeester arbeitet sich ab Januar 2022 zunächst Teilzeit und ab Juli 2022 Vollzeit ein, bevor sie zum 1. Januar 2023 die Verantwortung für die Leitung des Kunsthaus Zürich offiziell von Christoph Becker übernimmt. Christoph Becker verlässt das Kunsthaus Zürich nach fast 23 Jahren mit einer von ihm kuratierten Ausstellung zu Niki de Saint Phalle (2.9.2022–8.1.2023).

Das grösste Kunstmuseum der Schweiz
Das Kunsthaus Zürich ist das älteste kombinierte Sammlungs- und Ausstellungsinstitut der Schweiz. Neben einer Sammlung überwiegend westlicher Kunst vom 13. Jahrhundert bis heute, zeigt es zwischen acht und zehn Ausstellungen pro Jahr. Der private Trägerverein, die Zürcher Kunstgesellschaft, ist mit 23’000 Mitgliedern der grösste Kunstverein im deutschsprachigen Raum. Ab der Eröffnung des von David Chipperfield Architects gestalteten Erweiterungsbaus am 9. Oktober 2021 soll das dann grösste Kunstmuseum der Schweiz durchschnittlich 380’000 Besuchende pro Jahr anziehen. Bekannt ist das Kunsthaus Zürich für die weltweit bedeutendste Sammlung von Werken Alberto Giacomettis, der grössten Sammlung von Gemälden Edvard Munchs ausserhalb Norwegens und dem Schwerpunkt Französische Malerei und Impressionismus, der mit dem Einzug der Sammlung Emil Bührle zu einem Publikumsmagnet werden wird. (mc/pg)

Kunsthaus Zürich

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