Fluglotsen-Streik in Frankreich betrifft auch die Schweiz

Fluglotsen-Streik in Frankreich betrifft auch die Schweiz
Am Freitag bleiben die Bildschirme der französischen Fluglotsen verwaist. (Symbolbild)

Paris – Der Streik der Fluglotsen in Frankreich hat sich am Freitag auch auf die Schweizer Flughäfen ausgewirkt. In Zürich, Genf und Basel fielen vereinzelte Flüge aus.

Am EuroAirport in Basel wurden mehrere geplante Starts- etwa nach Toulouse und Nizza – gestrichen. In Genf fielen diverse Flüge nach Paris aus. Und der Flughafen Zürich meldete acht Flüge, welche die Fluggesellschaften Swiss und Air France von Zürich nach Paris, Bordeaux und an weitere französische Destinationen annullieren mussten.

Zu weiteren spürbaren Einschränkungen führte der Streik nicht – einzig bei Flügen nach Spanien und Portugal, die über oder um französisches Gebiet führten, kam es teilweise zu Verspätungen, wie ein Sprecher des Flughafen Zürichs auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Nächster Streik bereits angedroht
Die Fluglotsinnen und Fluglotsen in Frankreich legten ihre Arbeit in den frühen Morgenstunden nieder. Zum Streik aufgerufen hatte die Gewerkschaft SNCTA. Nach sechs Monaten Verhandlungen vermisse man konkrete Antworten der Arbeitgeberseite, hiess es.

Streitpunkte sind die Sicherung des Nachwuchses sowie die Forderung nach Zahlungen zum Inflationsausgleich. Die Gewerkschaft hat bereits eine zweite Streikankündigung für den 28. bis 30. September veröffentlicht.

Die französische Luftfahrbehörde rechnet damit, dass wegen des Streiks etwa 1000 Flüge ausfallen, vor allem Inlandsflüge und Flüge in die französischen Überseegebiete. Mehrere kleine Flughäfen, unter anderem Montpellier und Rennes, blieben am Freitagmorgen geschlossen. Air France strich die Hälfte ihrer geplanten 800 Flüge, vor allem auf kurzen und mittleren Strecken. (awp/mc/ps)

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