Hazel Brugger erhält den Salzburger Stier 2017 für die Schweiz

Hazel Brugger
Hazel Brugger. (Copyright SRF/Mirco Rederlechner)

Salzburg – Der renommierte Kabarettpreis Salzburger Stier 2017 geht an Hazel Brugger. Für Österreich gewinnt Hosea Ratschiller, aus Deutschland wird Helmut Schleich ausgezeichnet. Übergeben werden alle drei Preise im Mai 2017 im Stadttheater Schaffhausen.

Mit Hazel Brugger, geboren 1993 in San Diego, Kalifornien, aufgewachsen in Zürich, steht ein Sprachtalent auf der Bühne, das mit viel schwarzem Humor und messerscharfem Verstand gesegnet ist. Brugger schreibt mitleidlose Kolumnen, gewinnt die Schweizer Slam-Poetry-Meisterschaft, einen Nachwuchsjournalistinnen-Preis und tourt aktuell mit ihrem Bühnenprogramm «Hazel Brugger passiert» durch den ganzen deutschsprachigen Raum. Eine anschwellende Fan-Gemeinde kennt sie mittlerweile aus der «heute-show» im ZDF, aus «Nuhr im Ersten» oder aus der «Anstalt». Seit ihren ersten Auftritten 2010 ist Hazel Brugger für das Kabarett schnell unverzichtbar geworden und erhält deshalb den Salzburger Stier 2017 für die Schweiz.

Hosea Ratschiller, Jahrgang 1981, gilt als österreichischer Humorexperte mit Nachhaltigkeitsgarantie. Seine kabarettistische Laufbahn beginnt im «Club Karate», einer satirischen Wochenrevue auf dem freien Radiosender Orange. «Liebe Krise» ist der Titel seines ersten Soloprogramms, das er 2009 vorstellt. In seiner aktuellen Collage «Der allerletzte Tag der Menschheit (Jetzt ist wirklich Schluss!)» erweckt er – zusammen mit den Musikerinnen Birgit und Nicole Radeschnig – 43 höchst unterschiedliche Charaktere zu einem äusserst bühnenwirksamen Eigenleben. Für diese fabelhafte Satire auf den Zustand des Wesens «Österreich» verleiht die Jury Hosea Ratschiller den Salzburger Stier 2017 für Österreich.

Helmut Schleich ist eine der markantesten Grössen in der deutschsprachigen Kabarettlandschaft. Ob auf der Bühne, in Radiokolumnen oder als Gastgeber seiner Fernsehsendung «SchleichFernsehen» – der 1967 geborenen Künstler verbindet scharfe politische Satire mit höherem Unfug und eindrucksvollem Typenkabarett. Kultstatus besitzt insbesondere seine Parodie des bayrischen Übervaters Franz Josef Strauss. In seinem aktuellen Programm «Ehrlich» zeigt sich Helmut Schleich, eine Rampensau im besten Sinn, angriffslustig wie nie und wird nun mit dem Salzburger Stier 2017 für Deutschland ausgezeichnet.

«Radio-Oscar» 
Der Salzburger Stier ist der Radio-Oscar unter den Kabarettpreisen. Er wird am 5. und 6. Mai 2017 zum 36. Mal vergeben, aber erst zum vierten Mal findet die Preisverleihung in der Schweiz statt: Schauplatz ist das Stadttheater Schaffhausen. Damit wird die Munotstadt für zwei Tage nicht nur zum Nabel der Kabarettwelt, sondern auch zur Bühne einer der grössten Radiokooperationen Europas. Denn am Salzburger Stier beteiligen sich neben Radio SRF auch sieben ARD-Anstalten, Deutschlandfunk, ORF und Rai Südtirol.

Am Vorabend der Preisverleihung laden unter dem Titel «Veto!» fünf wortgewaltige Satirikerinnen zum Widerspruch ein: Stefanie Grob, Knuth & Tucek, Lara Stoll und Christine Prayon. Beide Abende moderiert Gabriel Vetter, der 2006 mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet wurde. (SRF/mc/pg)

Salzburger Stier

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