Schweiz unter den Top 10 im WEF-Tourismus-Index
Zürich – Die Schweiz gehört weltweit zu den am besten aufgestellten Ländern, wenn es um die Rahmenbedingungen im Tourismus geht. Wie Spitzenreiter Japan verfügt auch die Schweiz über gute Voraussetzungen für einen wettbewerbsfähigen und widerstandsfähigen Tourismussektor.
Im neu lancierten Travel & Tourism Development Index (TTDI) des World Economic Forum (WEF) und der Zurich Insurance Group belegt die Schweiz mit 4,97 Punkten Rang 9 unter 110 untersuchten Volkswirtschaften. Angeführt wird das Ranking von Japan (5,27 Punkte) vor den USA (5,23) und Spanien (5,22).
Vor der Schweiz liegen im TTDI auch Australien, Frankreich, Deutschland, China und Grossbritannien. Dabei misst der Index nicht, wie beliebt ein Land bei Touristen ist. Vielmehr zeigt er, wie gut die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und widerstandsfähige Entwicklung des Reise- und Tourismussektors sind.
Albanien legt zu
Japan verdanke den Spitzenplatz Faktoren wie Kultur, den Städten oder Zügen. Zudem habe das Land Hürden für internationale Reisende abgebaut. Ferner locke es auch ausserhalb beliebter Städte und jenseits der Hochsaison Touristen an, womit die Überlastung an einzelnen Orten abnehme, hiess es.
In den Jahren 2024 bis 2026 hätten sich die touristischen Bedingungen in fast allen Ländern verbessert, so die Studie. Die grösste Indexsteigerung verbuchte Albanien. Das Land hat dabei zehn Plätze gewonnen und liegt neu auf Rang 53. Stark zulegen konnten auch Länder aus Südostasien wie Laos oder Vietnam.
Krisenresistenz wird wichtiger
Wenn es um die Attraktivität eines Reiseziels gehe, komme es zunehmend darauf an, wie gut diese unerwartete Störungen abfedern und weiter funktionieren können, selbst wenn Flüge ausfallen, eine Hitzewelle einsetzt oder wichtige Systeme ausfallen, hielt Cara Morten fest, Leiterin Global Businesses and Operations bei der Zurich.
Die Reisebranche bleibt dabei rund um den Globus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 2025 trugen Reisen und Tourismus laut Daten der UNO weltweit 11,6 Billionen US-Dollar zur Weltwirtschaft bei, während der Sektor gemäss dem World Travel & Tourism Council (WTTC) rund 366 Millionen Menschen beschäftigte. Das Council schätzt, dass der Branche bis 2035 43 Millionen Arbeitskräfte fehlen könnten. (awp/mc/pg)