Schweizer Grand Prix Design 2021 für Julia Born, Peter Knapp und Sarah Owens

Grand Prix Design
v.l.n.r.: Julia Born, Peter Knapp und Sarah Owens. (Foto: BAK)

Bern – Das Bundesamt für Kultur (BAK) zeichnet die Grafikdesignerin Julia Born, den Fotografen und Art Director Peter Knapp sowie die Dozentin und Forscherin Sarah Owens mit dem diesjährigen Schweizer Grand Prix Design aus. Die Auszeichnung wird auf Empfehlung der Eidgenössischen Designkommission vergeben. Die Preisträgerinnen und der Preisträger arbeiten in vielfältigen Feldern und widerspiegeln in ihrer Exzellenz das reichhaltige Spektrum des Schweizer Designschaffens.

Julia Born (*1975) gehört zu den renommiertesten Grafikdesignerinnen der Schweiz. An der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam ausgebildet, ist sie besonders für ihre Arbeit im Kulturbereich bekannt. Sie hat für internationale Institutionen wie das Stedelijk Museum in Amsterdam, die Kunsthalle Basel, die documenta 14 in Kassel/Athen, das Guggenheim Museum in New York und das Brücke-Museum in Berlin visuelle Identitäten, Publikationen und Ausstellungdesigns entworfen. Sie arbeitet regelmässig mit Kunstschaffenden und Persönlichkeiten aus der Mode- und Fotografiewelt zusammen. Julia Born hat das geschafft, was nur Wenigen in der Grafikdesignwelt gelingt: eine unverkennbare Handschrift zu entwickeln, ohne sich eines leicht identifizierbaren Stils zu bedienen. Seit vielen Jahren ist sie als Dozentin für Grafikdesign mit der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam verbunden und an diversen internationalen Schulen und Universitäten tätig. Seit drei Jahren unterrichtet sie ausserdem an der École cantonale d’art Lausanne (ECAL).

Der Fotograf und Art Director Peter Knapp (*1931) zählt zu den weltweit erfolgreichsten Schweizer Modefotografen. Zwischen 1946 und 1950 studierte er Grafik an der Kunstgewerbeschule in Zürich, wo er von den Gestaltungsprinzipien des Bauhauses geprägt wurde. Er begann früh zu fotografieren und übernahm 1953 die künstlerische Leitung der Illustrierten Nouveau Fémina. Besonders bekannt ist er für seine Arbeit als Art Director des Modemagazins Elle in Paris (1959–1966, 1974–1977). Er hat im Laufe seiner Karriere für namhafte Publikationen wie Vogue, Sunday Times Magazine und Stern fotografiert und wurde siebzehnfach vom Art Directors Club ausgezeichnet. Während seiner Karriere wurden ihm zahlreiche Ausstellungen gewidmet, unter anderem eine grosse Retrospektive im Paris Art Center 1986 und in jüngster Zeit in der Maison Européenne de la Photographie in Paris oder in ausgewählten Kunstgalerien in der Schweiz und in Frankreich.

Sarah Owens (*1977) ist Designdozentin und -forscherin. Sie ist seit mehr als 10 Jahren an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) tätig, wo sie zurzeit als Professorin und Leiterin der Fachrichtung Visual Communication arbeitet. Nach einem Abschluss in Kommunikationsdesign schlug sie eine akademische Laufbahn ein, die sie an das Royal College of Art und die University of Reading geführt hat. Ihre Forschungsarbeit und ihr Engagement in der Disziplin zeichnen sich durch einen interdisziplinären Ansatz und eine erweiterte Definition von Design aus. Durch ihre Forschungsprojekte, Publikationen und Aktivitäten trägt sie in grossem Masse dazu bei, eine neue, inklusivere und vielfältigere Vorstellung von (Schweizer) Design zu schaffen. Ihre diskursive Praxis prägt sowohl die Öffentlichkeit als auch eine neue Generation von jungen Designschaffenden. Somit sind die Auswirkungen ihrer Arbeit auf nationaler und internationaler Ebene aktueller und relevanter denn je.

Seit 2007 hebt der Schweizer Grand Prix Design, dotiert mit je 40’000 Schweizerfranken, das Werk von namhaften Designerinnen und Designern hervor, das im nationalen und internationalen Kontext die Qualität und Relevanz der Schweizer Designpraxis repräsentiert.

Ausstellung Swiss Design Awards 2021
20.-26. September 2021, jeweils 10 bis 19 Uhr, Sonntag bis 18 Uhr
Halle 3, Messe Basel
Eintritt frei

In der Ausstellung, die parallel zur Art Basel und Design Miami/ Basel stattfindet, werden Arbeiten der Preisträgerinnen und des Preisträgers zu sehen sein. Die begleitende Publikation zum Schweizer Grand Prix Design 2021 erscheint ebenfalls zu diesem Anlass. (BAK/mc/pg)

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