Schweizer trinken immer mehr Whisky

Whisky
(Foto: fotogestoeber - Fotolia.com)

(Foto: fotogestoeber – Fotolia.com)

Bern – Schweizer Konsumenten schätzen Whisky ganz besonders. So haben sich die Importe zwischen 1992 und 2012 verdreifacht – und die Dynamik scheint nicht nachzulassen. 2012 haben die Einfuhren die Schwelle von 4 Millionen Litern überschritten.

Der Name des auf gemalztem Getreide basierenden Getränks stammt aus dem Schottisch-Gälischen („uisge beatha“, was wörtlich Feuerwasser oder Lebenswasser bedeutet). Das Volumen der helvetischen Importe von „Feuerwasser“ hat sich seit 1992 mehr als verdreifacht und belief sich 2012 auf 4,02 Mio Liter, wie die Eidg. Zollverwaltung mitteilt. Das Wachstum betrug dabei im Durchschnitt 5,8 % pro Jahr. Der Sprung zwischen 1998 und 1999 erklärt sich mit der Einführung des Einheitssteuersatzes beim Import von Spirituosen, welche die Besteuerung der Importe verringert hat.

Ein alteingesessener Produzent weiterhin an der Spitze
Der weitaus grösste Zulieferer 2012 war Grossbritannien mit einem Anteil von 66,9 %. Das jahrhundertealte Wissen zahlreicher schottischer Produzenten von Single Malt dürfte zu dieser Überlegenheit beitragen. Die USA hielten mit einem Marktanteil von 14,7 % den zweiten Platz inne. Obschon Grossbritannien seine „Krone“ bisher nie abgeben musste, hat sich dessen Dominanz innerhalb zweier Jahrzehnte in erster Linie zu Gunsten des Zweitplatzierten erheblich verringert. 1992 teilten sich die beiden Länder den Markt noch mit 87,2 resp. 8,9 %. Unter den weiteren Whiskylieferanten machten in den letzten Jahren Frankreich und Deutschland einen Platz auf dem Podest aus (2012: 7,1 resp. 3,2 %). Hier anzumerken ist, dass in der Aussenhandelsstatistik seit 2012 das Ursprungsland anstelle des Erzeugungslandes massgebend ist.

Preise so unterschiedlich wie die Aromen
Die Durchschnittspreise pro Liter schwankten innerhalb von zwei Jahrzehnten zwischen Fr. 9.50 (1993) und Fr. 14.10 (2007), mit einer Erhöhung um Fr. 2.40 über die ganze Periode hinweg. Dabei handelt es sich um durchschnittliche Werte franko Schweizer Grenze, zu welchen nebst diversen Steuern, wie eventuelle Zölle, Monopolgebühren und Mehrwertsteuern auch die einzelnen Margen hinzukommen. Die Durchschnittswerte sind angesichts der preislichen Abweichungen innerhalb des Produktsortiments zu relativieren. Sowohl ihre Rarität, die jeweilige Fabrikationsmethode als auch die Reifungszeit begründen hier die höheren Preise gewisser Whiskys. (EZV/mc/pg)

Die Daten beziehen sich auf Whisky in Behältnissen bis und mit 2 Litern, in effektiven Mengen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.