Städtetourismus expandiert trotz Frankenschock weiter

Genf
Genf ist im aktuellen «BAK TOPINDEX»-Ranking die erfolgreichste der betrachteten Schweizer Städte-Destinationen. (Foto: Pixabay)

Basel – Die abrupte Frankenaufwertung im Januar 2015 macht sich auch noch im aktuellen «BAK TOPINDEX»-Ranking für 2016 bemerkbar: Genf fällt vom 7. auf den 9. Platz, Zürich vom 9. auf den 12. Platz zurück. Hauptgrund ist die schwächere Zunahme der Nachfrage. Damit haben die Schweizer Städte im internationalen Wettbewerb weiter Marktanteile verloren. Trotz den erschwerten Bedingungen konnte der Schweizer Städtetourismus auch im 2016 spürbar um 1.3 Prozent zulegen. So reagierte er deutlich weniger sensibel auf den Frankenschock als der alpine Ferien-Tourismus (-2.3%).

Genf ist im aktuellen «BAK TOPINDEX»-Ranking die erfolgreichste der betrachteten Schweizer Städte-Destinationen. Zwar haben sich die Übernachtungszahlen deutlich unterdurchschnittlich entwickelt, dank einer hervorragenden Ertragskraft platziert sich Genf jedoch immerhin auf dem 9. von 15 Rängen in der internationalen Vergleichsgruppe. Zürich belegt als zweitbeste Schweizer Städte-Destination den 12. Rang.

Durch die abrupte Frankenaufwertung im Januar 2015 wurden die Angebote der Schweizer Tourismuswirtschaft für ausländische Gäste spürbar teurer. Dies macht sich auch noch im Jahr 2016 in einer Verschiebung im «BAK TOPINDEX»-Ranking bemerkbar: Genf fällt im Vergleich zu 2015 vom 7. auf den 9. Platz, Zürich vom 9. auf den 12. Platz zurück. Hauptgrund ist die deutlich unterdurchschnittliche Entwicklung der Nachfrage: Während die touristische Nachfrage in den Schweizer Städten im Schnitt nur leicht zugenommen hat (+1.3%), ist sie international stark expandiert (+4.3%). Auch wenn dadurch im internationalen Vergleich Marktanteils-Einbussen entstanden sind, konnte der Städtetourismus im Jahr 2016 immerhin noch wachsen.

So reagierte er eindeutig weniger sensibel auf den Frankenschock als der alpine Ferien-Tourismus (-2.3%). Hauptträger des Wachstums in den Städten sind die Schweizerinnenund Schweizer, deren Übernachtungszahlen stärker angestiegen sind (+1.8%) als die der ausländischen Gäste (+1.0%). Ein dynamisches erstes Halbjahr 2017, in dem die Nachfrage in allen fünf betrachteten Schweizer Städten merklich zugenommen hat, lässt zudem positiv auf das laufende Jahr blicken.

Die Schweizer Städte haben im internationalen Wettbewerb des Städtetourismus zwar durch den Frankenschock an Boden verloren: „Ihre grundsätzliche strukturelle Wettbewerbsfähigkeit und die vom Index «BAK Städteattraktivität» aufgezeigte hohe touristische Attraktivität lassen für die Zukunft solide Wachstumsaussichten erwarten“, meint Benjamin Studer, Projektleiter Tourismus bei BAK Economics. (BAK Economics/mc/pg)

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