CH-Verlauf: Schwergewichte bremsen SMI zum Wochenstart aus

CH-Verlauf: Schwergewichte bremsen SMI zum Wochenstart aus
(Adobe Stock)

Zürich – Am Schweizer Aktienmarkt geben die Kurse am Montag überwiegend nach. Dabei wird der SMI vor allem durch die beiden schwächeren Schwergewichte Novartis und Nestlé ausgebremst. Nach wie vor bleibt der Nahost-Konflikt das alles beherrschende Thema. So wollen die USA nach Angaben von US-Präsident Donald Trump an diesem Montag eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Strasse von Hormus feststecken.

Der Schritt der USA komme einem kleinen Aufschub gleich, da die Energiemärkte angesichts der Blockade der Meerenge weiterhin auf eine drohende Versorgungslücke zusteuern würden, kommentiert ein Händler. Allerdings haben beide Seiten nach wie vor sehr unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft des iranischen Atomprogramms. «Zu unterschiedlich, um wieder offizielle Verhandlungen aufzunehmen», heisst es in einem Kommentar. Neben der weiteren Entwicklung im Nahen Osten richtet sich die Aufmerksamkeit in den kommenden Tagen dann auf den US-Arbeitsmarkt, wobei eine Reihe von Beschäftigungsindikatoren die Marktstimmung prägen dürften.

Der Leitindex SMI ist mittlerweile knapp ins Minus gedreht, nachdem er im frühen Handel noch bei 13’170 Punkten sein bisheriges Tageshoch markiert hatte. Gegen 11.00 Uhr notiert er dagegen um 0,35 Prozent tiefer bei 13’089,79 Zählern und damit auf Tagestief. Mittlerweile sind die Verlierer (13) klar in der Überzahl. Der SMIM für die mittelgrossen Werte gewinnt unterdessen 0,16 Prozent auf 2967,42 Punkte, während der breite SPI mit -0,22 Prozent im Minus steht bei 18’509,73 Punkten.

Vor allem Kursverluste von 1,1 Prozent beim Schwergewicht Novartis und 0,7 Prozent bei Nestlé bremsen den SMI aus. Das dritte Schwergewicht Roche (+0,1%) gewinnt dagegen leicht hinzu.

Die grössten Abgaben verzeichnet unterdessen Amrize (-2,1%). Hier sorgt eine Kurszielsenkung durch die Experten der Citigroup für Zurückhaltung. Nach dem schwachen Start seien die Jahresziele ambitionierter geworden.

Zahlreiche Blue Chips mit Zahlen erwartet
Mit Kühne+Nagel (-1,7%) und Geberit (-0,9%) stehen noch weitere konjunktursensible Werte auf den Verkaufslisten. Aber auch weniger sensible Werte wie die Versicherer Zurich, Swiss Life und Swiss Re sind mit Abgaben von bis zu 1,0 Prozent im Verliererfeld zu finden.

Mit Lonza (-0,4%) und Alcon (-0,2%) kommen noch weitere Gesundheitswerte zurück. Beide stehen in dieser Woche mit Zahlen auf der Agenda. Auch Geberit, Logitech, die Swiss Re und Swisscom werden Zahlen vorlegen.

Der Peripheriegeräte-Hersteller Logitech (+2,6%) steht am (morgigen) Dienstag nach Börsenschluss auf dem Plan mit Zahlen zum vierten Quartal 2025/26. Analysten gehen von einem Plus sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis aus. Besondere Aufmerksamkeit dürfte neben den reinen Ergebnissen aber wie üblich dem Ausblick gelten.

Nach oben geht es auch für Partners Group (+2,4%). Die Investmentgesellschaft hat am Donnerstagabend einen Bericht des Short-Sellers Grizzly Reports entschieden zurückgewiesen. Sie prüfe nun, ob sie gegen die US-Firma rechtliche Schritte wegen Marktmanipulation ergreifen soll.

Neben Logitech ziehen auch in den hinteren Reihen Technologiewerte auf breiter Front an. Sie reagieren damit positiv auf die am Donnerstag nach US-Börsenschluss vorgelegten Zahlen des iPhone-Herstellers Apple. VAT, AMS Osram, Comet und Inficon gewinnen um bis zu 3,4 Prozent hinzu.

Derweil geht es für die Graubündner Kantonalbank (GKB) um 3,8 Prozent abwärts. Das Institut sieht sich mit einer Klage über mehrere hundert Millionen Franken konfrontiert. Laut einem Medienbericht erbt die Bank einen Streit des Investors Martin Ebner. Sie bestreitet die Vorwürfe allerdings vehement. Der Kläger fordert eine Summe im mittleren dreistelligen Millionenbereich. (awp/mc/ps)

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