CH-Eröffnung: SMI dank Nestlé und Roche im Plus
Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt steht am Donnerstag im frühen Geschäft höher. Allerdings vor allem dank der sehr starken Nestlé und den gesuchten Roche, welche beide nach guten, bzw. soliden Berichten zum ersten Quartal den Gesamtmarkt stützen. Die weiterhin wenig Hoffnung verheissende Lage im Nahostkonflikt drückt allerdings weiterhin auf die Börsenstimmung. Nach vier Wochen mit steigenden Kursen zeichnet sich zum ersten Mal wieder ein Wochenminus ab.
«Das Aufwärts Momentum ist komplett verdampft, denn der Guerillakrieg auf See erstickt jede Rally-Fantasie», heisst es in einer Einschätzung von ActiveTrades mit Blick auf den Iran-Konflikt. Die extreme Unsicherheit auf dem Parkett spiegle exakt das diplomatische Desaster wider. So verschiebe die US-Regierung ihre Ultimaten zunehmend nach hinten, während die Verhandlungen faktisch auf Eis lägen. Es dämmere der Finanzwelt, dass sich Washington beim Zeitplan seiner militärischen Ziele massiv verkalkuliert habe. Die Strasse von Hormus bleibe derweil eisern verschlossen.
Bis um 09.15 Uhr gewinnt der SMI 0,69 Prozent auf 13’158,19 Punkte. Unter den 20 Titeln haben indes die Verlierer die Oberhand. Der SMIM für die mittelgrossen Werte legt 0,68 Prozent auf 2988,52 Punkte zu und der breite SPI 0,70 Prozent auf 18’614,45 Punkte.
Nestlé nach starkem Wachstum als Anker
Im Blickpunkt stehen unter anderem Nestlé (+5,9%) nach Umsatzangaben zum ersten Quartal. Gelobt wird in Analystenkreisen insbesondere das starke reale interne Wachstum (RIG).
Auch Roche (+0,8%) legen nach Zahlen zu, allerdings klar geringer als Nestlé. Der Pharmakonzern hat mit seinen Umsatzzahlen für das erste Quartal die Erwartungen des Marktes mehr oder weniger getroffen. Auch die Bekräftigung des Ausblicks auf das Gesamtjahr ist keine Überraschung.
Weiter im Fokus stehen auch UBS (-1,6%), welche nach dem mehr oder weniger gehaltenen Vortag nun doch klarer nachgeben. Das am Vortag vom Bundesrat vorgelegte Regulierungspaket sorgt erwartungsgemäss für kontroverse Reaktionen und wird von der Bank abgelehnt.
ABB (-0,2%) halten die guten Gewinne nach den Zahlen am Vortag weitgehend, gehören aber ebenfalls zu den Verlierern. Die starken Zahlen vom Vortag haben verschiedene Analysten zu Kurszielerhöhungen veranlasst, dazu gehören etwa Citigroup, Barclays oder JPMorgan.
Innerhalb des SLI ziehen jeweils nach Zahlen auch Galderma (+6,1%) und Schindler (+3,1%) deutlicher an, während die Gewinne bei SGS (+0,8%) moderater ausfallen. (awp/mc/ps)