Dottikon ES steigert Umsatz zweistellig – Margen sinken
Dottikon – Dottikon ES ist im Geschäftsjahr 2025/26 markant gewachsen, musste aber einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen. Der Aargauer Pharmazulieferer wird auch in den nächsten Jahren stark am Standort Dottikon investieren.
Der Umsatz kletterte in dem per Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr um 11,2 Prozent auf 428,4 Millionen Franken. Die Gewinnzahlen hielten jedoch nicht Schritt mit dieser Entwicklung.
Das EBITDA stieg zwar um 5,4 Prozent auf 148,0 Millionen Franken, die EBITDA-Marge sank jedoch auf 34,6 von 36,5 Prozent, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der EBIT lag mit 116,8 Millionen Franken aber um 1,4 Prozent unter dem Vorjahr und der Reingewinn sank um 1,9 Prozent auf 103,6 Millionen.
Als Grund für den Margenrückgang nennt das Unternehmen höhere Abschreibungen infolge von Aktivierungen neuer Anlagen sowie gestiegene Personal- und Materialkosten. Während des Hochfahrens neuer Anlagen generieren diese noch kaum Umsätze – die dafür notwendigen Mitarbeiter wurden aber bereits angestellt.
Verzicht auf Dividende – lieber investieren
Auf eine Dividendenausschüttung wird erneut verzichtet. Der Gewinn solle ins Unternehmen reinvestiert werden, hiess es. Und die Investitionen werden nach Firmenangaben hoch bleiben.
Die Gesamtinvestitionen von Dottikon ES in den vergangenen und den kommenden fünf Jahren belaufen sich auf rund eine Milliarde Franken, so das Communiqué. Dabei sei der grössere Teil bereits erfolgt.
Im Berichtsjahr betrug der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 85,3 Millionen Franken, nach 127,1 Millionen im Jahr zuvor. Die Einstandortstrategie werde fortgesetzt, betonte Dottikon.
Einen konkreten Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2025/27 gibt Dottikon ES nicht ab. Für den globalen Medikamentenmarkt wird jedoch geschätzt, dass dieser nach Ausgaben zu Rechnungspreisen bis ins Jahr 2030 jährlich im Durchschnitt um rund 5 bis 8 Prozent wachsen wird.
Dottikon ES stellt Veredelungschemikalien, Zwischenprodukte und Exklusivwirkstoffe für die chemische, Biotech- und pharmazeutische Industrie her. Produktionsstandort des Unternehmens mit rund 900 Mitarbeitenden ist Dottikon im Kanton Aargau. CEO und VR-Präsident Markus Blocher hält gut 65 Prozent an dem Unternehmen. (awp/mc/pg)