Partners Group-Aktien sacken nach eingeschränkter Fonds-Rücknahme ab
Zürich – Die Partners Group-Aktien erleiden am Mittwoch im frühen Handel zweistellige Verluste. Auslöser ist ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach der Privatmarkt-Spezialist die Rücknahmen bei einem seiner Private-Equity-Fonds eingeschränkt hat.
Die Partners-Group-Aktien notieren gegen 9.30 Uhr um 12,1 Prozent im Minus bei 721,80 Franken, nachdem sie kurz davor ein neues Mehrjahrestief bei 712,60 Franken markiert hatten. Der Gesamtmarkt (SMI) tendiert gleichzeitig mit -0,3 Prozent leicht negativ.
Fonds-Rücknahme eingeschränkt
In der Nacht auf Mittwoch hatte Bloomberg berichtet, dass das Zuger Finanzunternehmen die Rücknahmen für seinen «Global Value SICAV Fund» auf fünf Prozent des Nettoinventarwerts (NAV) beschränkt. Der Schritt sei erfolgt, nachdem die Rücknahme-Anträge für den «Evergreen»-Fonds im zweiten Quartal auf 9,8 Prozent hochgeschnellt seien. Das habe Partners Group seinen Investoren in einem Brief mitgeteilt.
Zuletzt hätten vor allem private Anleger von Partners Group vermehrt Rücknahmen sogenannter «Evergreen»-Fonds – also Investmentfonds ohne Laufzeitbeschränkung – verlangt, schreibt Bloomberg. Die gesamte auf Privatmarktanlagen spezialisierte Branche steht seit längerem unter Druck, wobei in den vergangenen Monaten vor allem «Private Credit»-Fonds in den USA im Fokus standen.
Die Zunahmen bei den Rücknahmeanträgen kämen nach den jüngsten Aussagen des Unternehmens in den Medien nicht unerwartet, schreiben die UBS-Analysten in einem Kommentar. Diese dürften einen breiteren Trend widerspiegeln, der über die USA hinausgehe. Gleichzeitig habe der Fonds in den vergangenen drei Jahren nur verhaltene Erträge gezeigt.
Auch für die Citi-Analysten kommen die vermehrten Rücknahme-Anträge nicht unerwartet. Sie verweisen auf «Spillover»-Effekte und eine gestiegene Unsicherheit nach den Marktturbulenzen um Private-Credit-Anlagen. Zudem habe Partners Group im bisherigen Jahresverlauf eine schwachen Performance gezeigt, was zu einer Revision der Konsensschätzungen nach unten führen könnte. (awp/mc/pg)