Europa-Verlauf: Überwiegend Verluste – Technologiewerte schwächeln

Europa-Verlauf: Überwiegend Verluste – Technologiewerte schwächeln
(Adobe Stock)

Paris / London – Nach dem Rücksetzer am Vortag haben die europäischen Börsen ihre Verluste am Mittwoch überwiegend ausgeweitet. Mässige Vorgaben und der erneute Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran belasteten. «Die Situation im Nahen Osten bleibt fragil und drückt auf die Stimmung der Investoren», so Andreas Lipkow, Marktanalyst beim Broker CMC Markets. «Es ist derzeit vollkommen unklar, wann es zu einem Abkommen zwischen den USA und dem Iran kommen wird, um erneut und dann auch mal einen nachhaltigen Waffenstillstand zu erreichen.»

Der EuroStoxx 50 sank am Mittag um 0,52 Prozent auf 6.018,27 Punkte. Ausserhalb des Euroraums kletterte der Schweizer SMI um 0,2 Prozent auf 13.3383,31 Punkte und profitierte dabei von den Gewinnen defensiven Schwergewichte. Der britische FTSE 100 verlor dagegen 0,36 Prozent auf 10.190,01 Punkte.

Technologiewerte gehörten zu den schwächeren Sektoren. Neben den internationalen Vorgaben wurde auf den anstehenden Börsengang von SpaceX verwiesen. «Wer dabei sein möchte, braucht Liquidität – genau deshalb geraten selbst beliebte Technologiewerte unter Druck», hiess es in einer Einschätzung von Index-Radar, einem Anbieter von Handelsstrategien.

Das Sektor-Schwergewicht SAP büsste 3,3 Prozent ein. US-Konkurrent Oracle wird nach US-Börsenschluss seine Zahlen für das vierte Geschäftsquartal vorlegen. Analyst Rishi Jaluria von RBC äusserte sich in einem Ausblick vorsichtig zu den Zahlen.

Zu Gewinnmitnahmen kam es auch bei den Rohstoffwerten. Der Sektor, der Anfang Juni noch ein Hoch markiert hatte, gab nun etwas stärker nach. ArcelorMittal verloren rund ein Prozent.

An der britischen Börse standen Aktien von WH Smith unter Druck. Das Buchhandelsunternehmen hatte seinen Ausblick gesenkt und zudem eine Kapitalerhöhung in Aussicht gestellt. Die Aktie brach um knapp 16 Prozent ein. Sie setzte damit ihre Talfahrt der vergangenen Jahre fort.

Zu den Gewinnern gehörten dagegen die defensiven Nahrungsmittelwerte. Unilever stiegen um knapp ein Prozent. Die britische Investmentbank Barclays hatte das Kursziel von 5.500 auf 5.650 Pence angehoben und die Einstufung auf «Overweight» belassen. Positiv äusserte sich auch JPMorgan. (awp/mc/pg)

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