Repower reicht Projektgenehmigungsgesuch für Wasserkraftwerk Chlus ein
Brusio – Der Energieproduzent Repower hat einen weiteren Schritt für das geplante Wasserkraftwerk Chlus im Kanton Graubünden gemacht. Das Unternehmen reichte das Projektgenehmigungsgesuch ein und leitete damit das kantonale Bewilligungsverfahren ein, wie Repower am Montag mitteilte. Ein definitiver Bauentscheid sei damit aber noch nicht gefallen.
Zunächst müssen unter anderem die Genehmigung des Kantons sowie finanzielle Unterstützungszusagen des Bundes vorliegen. Zudem erwartet Repower weitere Klärungen zur kantonalen Wasserkraftstrategie, wie es hiess.
Das Kraftwerk Chlus soll als zusätzliche Kraftwerksstufe unterhalb des bestehenden Kraftwerks Küblis entstehen und die Prättigauer Kraftwerkskette bis zum Rhein ergänzen. Gemäss aktuellem Projektstand könnte die Anlage jährlich rund 217 Gigawattstunden Strom produzieren, davon etwa 65 Gigawattstunden im Winter.
Fällt der spätere Bauentscheid positiv aus, könnten die Arbeiten 2028 beginnen. Die Bauzeit wird auf rund fünf Jahre veranschlagt. Noch im April hatte Repower-CEO Roland Leuenberger erklärt, die Pläne für das Kraftwerk vorläufig zu stornieren. Begründet wurde dies damals mit ungeklärten Finanzierungsfragen mit dem Bundesamt für Energie. (awp/mc/ps)