Bitcoin Suisse streicht in der Schweiz bis zu 60 Stellen
Zug – Der Kryptodienstleister Bitcoin Suisse streicht in der Schweiz bis zu 60 von insgesamt 120 Stellen. Als Grund nennt das Unternehmen eine Neuausrichtung der Organisation von einem «primär schweizerischen» Krypto-Unternehmen zu einer internationalen Finanzdienstleistungsgruppe.
Ein Teil der Veränderungen ergebe sich daraus, dass Softwareentwicklung und Back-Office-Funktionen künftig stärker in den internationalen Hubs gebündelt würden, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP zu einer entsprechenden Meldung des Finanzportals «Finews». Laut Medienberichten ist die Belegschaft am Freitagmorgen über die Massnahmen informiert worden. Die genaue Ausgestaltung der Restrukturierung sei nun Gegenstand des laufenden Konsultationsprozesses, der bis zum 20. September dauere, erklärte der Sprecher. Eine spezifische Zahl betreffend den Wegfall von Arbeitsplätzen am Hauptsitz in Zug könne das Unternehmen derzeit nicht nennen.
Die Schweiz werde auch künftig das Zentrum des «kundennahen Geschäfts» bleiben, hiess es weiter. Dazu gehörten Kundenberatung, Relationship Management, Wealth und Asset Management. Softwareentwicklung und Back-Office-Funktionen würden dagegen zunehmend in den internationalen Hubs gebündelt.
Der Umbau sei keine Reaktion auf die seit Monaten anhaltende Schwäche des Bitcoin-Markts, betonte der Bitcoin-Suisse-Sprecher. Vielmehr sei er Teil der langfristigen Wachstumsstrategie. Er verwies dabei auf die in den vergangenen Monaten erhaltenen Lizenzen, darunter die Micar-Lizenz der EU in Liechtenstein sowie Lizenzen in Abu Dhabi und den Bermudas. (awp/mc/pg)