sgv: WBF braucht auch in Zukunft Gehör für die Schweizer Wirtschaft
Bern – Stellungnahme des Schweiz. Gewerbeverbandes sgv: Der Schweizerische Gewerbeverband sgv dankt Bundesrat Guy Parmelin für seinen grossen Einsatz zugunsten der Schweizer Wirtschaft und der KMU. Er hat wichtige wirtschaftspolitische Vorhaben vorangebracht und die Interessen der Schweiz international erfolgreich vertreten. Für den sgv ist klar: Auch nach seinem Rücktritt muss das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF von einer Persönlichkeit besetzt werden, welche die Anliegen und Bedürfnisse der Wirtschaft und der Bildung versteht.
Guy Parmelin hatte während seiner Amtszeit stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Schweizer KMU und setzte sich für gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen ein. Auch in der Sozialpartnerschaft und in der Berufsbildung war er ein verlässlicher Gesprächspartner, der die Anliegen der Arbeitgeber ernst nahm.
Seine Amtszeit ist von wichtigen Vorhaben geprägt. Dazu gehören das Unternehmensentlastungsgesetz sowie die Revision des Berufsbildungsgesetzes zur Stärkung der höheren Berufsbildung. Mit den am 1. Oktober 2026 eingeführten Titelzusätzen «Professional Bachelor» und «Professional Master» wird die höhere Berufsbildung aufgewertet und ihre Sichtbarkeit erhöht.
Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für den Ausbau der internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Der Abschluss wichtiger Freihandels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit wie z.B. mit Indien, Indonesien, Malaysia und Vietnam sowie die Modernisierung von Abkommen z.B. mit China oder Grossbritannien tragen seine Handschrift. Damit hat er den Zugang zu wichtigen Absatzmärkten verbessert und neue Perspektiven für Schweizer Unternehmen geschaffen. Als Bundespräsident vertrat er die Schweiz erfolgreich und würdig.
Mit Blick auf seine Nachfolge erwartet der sgv eine Persönlichkeit mit unternehmerischem Verständnis und einem ausgeprägten Gespür für die Bedürfnisse der KMU. Die Schweizer Unternehmen brauchen weniger Bürokratie und Regulierung sowie genügend unternehmerischen Handlungsspielraum. Ebenso wichtig sind eine starke Berufsbildung und eine Sozialpartnerschaft, welche die Anliegen der Arbeitgeber angemessen berücksichtigt.
Gleichzeitig braucht es an der Spitze des WBF eine starke Persönlichkeit, welche die Interessen der Schweiz international mit Verhandlungsgeschick vertritt. Gute bilaterale Beziehungen und der Zugang zu internationalen Märkten über Freihandelsabkommen sind für die exportorientierte Schweizer Wirtschaft von zentraler Bedeutung.
Gerade in anspruchsvollen Zeiten zeigen die Schweizer KMU immer wieder ihre Fähigkeit, sich flexibel und rasch an neue Bedingungen anzupassen. Sie brauchen einen Wirtschaftsminister oder eine Wirtschaftsministerin, der oder die diese Stärke kennt, versteht und die notwendigen Freiräume dafür schafft. (sgv/mc/pg)