Chefunterhändler Chinas und der USA telefonieren im Handelsstreit

Handelsstreit
(Bild: Fotolia/Rawf8)

Peking – Im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Chefunterhändler beider Seiten wieder direkt miteinander gesprochen. Bei dem Telefonat am Montag ging es um die Vorbereitung des geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping diese Woche am Rande des Gipfels der grossen Wirtschaftsnationen im japanischen Osaka.

Das Gespräch zwischen Vizepremier Liu He und US-Finanzminister Steven Mnuchin sei auf US-Wunsch geführt worden, hob am Dienstag Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua hervor. In Übereinstimmung mit den Anweisungen der Präsidenten, die am 18. Juni telefoniert hatten, seien Ansichten über Wirtschafts- und Handelsfragen ausgetauscht worden, hiess es nur. Der Kontakt solle fortgesetzt werden.

Erbitterter Handelskonflikt
Von dem Treffen der Präsidenten wird abhängen, ob der Handelsstreit zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften weiter eskaliert. Beide sind seit einem Jahr in einen erbitterten Handelskonflikt verstrickt. Die US-Regierung beklagt das hohe Handelsdefizit mit China, mangelnden Marktzugang, Diebstahl geistigen Eigentums und staatliche chinesische Förderung, die den Markt verzerre.

So haben die USA schon die Hälfte aller Importe aus China mit Sonderzöllen belegt, während Peking mit Gegenzöllen reagiert hat. Trump droht jetzt damit, die Strafmassnahmen auf alle China-Einfuhren im Wert von 500 Milliarden US-Dollar auszuweiten. Trump hat den Streit noch verschärft, indem er Chinas Telekomriesen Huawei und andere Tech-Firmen auf eine schwarze Liste von Unternehmen setzte, deren Geschäfte mit US-Partnern scharfen Beschränkungen unterliegen. (awp/mc/ps)

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