Hypothekarzinsen im vierten Quartal trotz zweiter Welle stabil

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(Photo by Tierra Mallorca on Unsplash)

Zürich – Die Hypothekarzinsen haben sich gegen Jahresende 2020 kaum von der Stelle bewegt. Die zweite Coronawelle lässt die Richtzinsen von Schweizer Festhypotheken weitgehend kalt, wie aus dem Hypotheken-Barometer des Vergleichsportals Comparis hervorgeht.

Der Seitwärtstrend bei den Zinsen am Hypothekarmarkt hat sich damit auch im vierten Quartal fortgesetzt. Festhypotheken mit einer Laufzeit von zehn Jahren lagen laut der Mitteilung von Comparis vom Dienstag im Schnitt bei 1,05 Prozent und damit auf dem gleichen Niveau wie im Vorquartal. Sie stünden also noch knapp über der «psychologisch wichtigen» Marke von 1 Prozent, heisst es.

Auch die Zinsen für fünfjährige und zweijährige Festhypotheken bewegten sich mit 0,90 Prozent respektive 0,86 Prozent kaum. Während der ersten Coronawelle hätten die Hypothekarzinsen noch deutlich grössere Schwankungen gezeigt, so die Experten von Comparis. Zum Ende des erste Quartals hätten sich die Richtzinsen für zehnjährige Hypotheken innert weniger Tage vom Rekordtief bei 0,98 auf fast 1,20 Prozent verteuert.

Geringe Unterschiede zwischen Laufzeiten
Während sich die Hypothekarzinsen kaum verändert haben, blieben auch die Unterschiede zwischen den Laufzeiten in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres entsprechend gering. Die Differenz zwischen zwei- und fünfjährigen Hypotheken hat sich laut dem Hypothekenbarometer von Comparis von 5 auf 4 Basispunkte sogar noch etwas verringert.

Bei den fünf- und zehnjährigen Festhypotheken wurde die Differenz hingegen von 14 auf 15 Basispunkte leicht vergrössert. Der Unterschied zwischen zwei- und zehnjährigen Hypotheken blieb mit 19 Basispunkten gleich wie im Vorquartal.

2021 mehr Bewegung erwartet
Innerhalb der einzelnen Laufzeiten sind die Unterschiede hingegen gross, so die Experten weiter. So gebe es beispielsweise bereits ab 0,61 Prozent zehnjährige Hypotheken – und damit weit günstiger als zum Richtwert von 1,05 Prozent.

In den kommenden Monaten ist laut den Experten von Comparis nun wieder etwas mehr Dynamik im Hypozinsmarkt zu erwarten. Das habe aber weniger mit der Coronapandemie zu tun, als vielmehr mit der Hypothekarpolitik der Anbieter. Diese legten zu Jahresbeginn ihre Umsatz- und Ertragsziele fest, erklärte Comparis-Finanzexperte Frédéric Papp gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Dehsalb würden zu dieser Zeit oft attraktive Offerten unterbreitet. Dadurch intensiviere sich auch die Konkurrenz unter den Anbietern. Mit zunehmendem Konkurrenzkampf werde sich auch die Bandbreite der Hypothekarzinsen 2021 tendenziell wieder vergrössern. (awp/mc/ps)

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