KI verhindert bald Kollisionen auf hoher See

KI verhindert bald Kollisionen auf hoher See
Schiffsverkehr: KI senkt künftig das Kollisionsrisiko.

College Station – Forscher der Texas A&M University haben mit «Smart-Sea» ein auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierendes System zur unfallfreien Navigation auf hoher See entwickelt. Das Gerät berücksichtigt alle Bewegungen in einem grossen Umkreis, sodass die Steuerleute so frühzeitig regieren können, dass Ausweich- und Bremsmanöver rechtzeitig eingeleitet und Kollisionen verhindert werden können. Die daraus resultierenden Schiffsbewegungen fliessen umgehend in die Berechnungen ein, heisst es.

Computergenerierte Order
Konkret werden Rohdaten aus Radarbildern mit maschinellem Lernen kombiniert. Daraus resultieren Echtzeit-Anweisungen zum optimalen Navigieren. «Viele dieser Kollisionen werden durch menschliches Versagen verursacht. Durch computergenerierte Anweisungen in Echtzeit hoffen wir, Kollisionen auf See zu reduzieren», so Forscherin Mirjam Fürth. Die Manövrierfähigkeit des Schiffes werde durch ein mehrstufiges Modell ermittelt.

Dabei wird die Erfahrung von Seeleuten, Computermodelle zur Strömungsdynamik und maschinelles Lernen auf der Grundlage früherer Schiffsbewegungen mitberücksichtigt. Die Radar-Rohbilder werden mit einem maschinellen Lernwerkzeug verarbeitet, das stationäre Objekte in der Nähe des Schiffes identifiziert und klassifiziert. Danach berücksichtigt es die Manövrierfähigkeit aller Schiffe in der Umgebung, um die sicherste Massnahme für jedes Schiff zu empfehlen.

Nützlich für Freizeitboote
Fürth und ihr Team, darunter der ehemalige Seemann Ryan Vechan, heute Professor für Meereslogistik an der Universität, haben Smart-Sea an Bord des Forschungsschiffs «Trident» getestet, das der Hochschule gehört. Die ersten Daten bestätigen, dass der Prototyp zur Verringerung von Schiffskollisionen beitragen kann. Fürth glaubt, dass das System aufgrund seiner geringen Kosten sogar für Freizeitboote geeignet ist. (pte/mc/ps)

Texas A&M University
Original-Beitrag bei pressetext

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