mb-microtec ag nimmt einzigartige Recyclinganlage in Betrieb

mb-microtec ag nimmt einzigartige Recyclinganlage in Betrieb
Roger Siegenthaler, CEO der mb-microtec

Niederwangen – Nach mehrjähriger Planung nimmt die mb-microtec ag – Herstellerin von selbstleuchtenden Mikro-Gaslichtquellen – stufenweise eine weltweit einzigartige Recyclinganlage für Tritiumgas in Betrieb. Die eigens entwickelte Anlage ermöglicht einen sicheren und nachhaltigen Abbau des seltenen Isotops Tritium.

Dies brachte der Firma eine Nomination für den begehrten Prix SVC der Region Espace Mittelland ein.

Innovation und Nachhaltigkeit – Themen, die sich die mb-microtec seit jeher auf ihre Fahnen geschrieben hat. Das Mikrotechnik-Unternehmen ist die Erfinderin der Selbstleuchttechnologie trigalight, in deren Entwicklung und Herstellung sie global führend ist. Die mit farbigem Zinksulfid beschichteten Glaskapillaren werden durch den Einsatz von Tritium zum Leuchten gebracht. Ihre Leuchtkraft hält ohne externe Energiequelle über Jahrzehnte. Eingesetzt wird trigalight in der Sicherheits- und Autoindustrie, in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Uhrenbranche. Mit der hauseigenen Uhrenmarke traser swiss H3 watches hat die mb-microtec die erste selbstleuchtende Uhr auf den Markt gebracht.

Einzigartige Recyclinganlage
Bei der Herstellung von trigalight fällt, wie bei fast jedem Produktionsverfahren, Abfall an. Dies zum Beispiel in Form von Reststücken aus dem Fertigungsprozess. Da diese schwach radioaktives Tritium enthalten, wurden die Abfälle bisher in gasdichte Zylinder eingeschweisst und zwischengelagert. Wie sich diese nachhaltig rezyklieren lassen, ist beim Berner Unternehmen schon lange ein Thema. Jetzt nimmt ihr Einsatz für Nachhaltigkeit richtig Fahrt auf: Nach intensiver Planung wird die einzigartige Recyclinganlage für Tritium, welche seit vergangenem Jahr in Niederwangen steht, stufenweise unter Berücksichtigung der behördlichen Vorgaben in Betrieb genommen. Gleichzeitig wird die Anlage ständig angepasst und optimiert. Sie funktioniert im Prinzip wie die Abwasserreinigung: das Tritium wird aus dem trigalight extrahiert, dank eines Filters freigesetzt, und kann vollumfänglich wiederverwendet werden. Die Qualität des recycelten Gases ist identisch wie die Qualität von eingekauftem Tritium. Und obwohl relativ grosse Mengen von Tritium verarbeitet werden können, sind die Emissionen vergleichsweise gering. Dies war und ist für die mb-microtec eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, die hoch automatisierte Anlage überhaupt in Betrieb zu nehmen.

Die erste nachhaltige selbstleuchtende Uhr
Dies ist vor allem auch in der Uhrenbranche revolutionär. traser swiss H3 watches wird so zur ersten Marke, welche nachhaltig produzierte selbstleuchtende Uhren anbietet. In einem zweiten Schritt sollen neben der Wiederverwertung des angefallenen Produktionsabfalls, auch verkaufte Produkte abgegeben und recycelt werden können. Mit der Inbetriebnahme der weltweit einzigen aktiven Tritium-Recyclinganlage, geht die mb-microtec einen weiteren grossen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Innovation – Faktoren, dank derer es die mb-microtec aus über 240 Unternehmen auf die Liste der sechs Nominierten der Prix SVC geschafft hat. Der Preis wird am 10. März 2021 im Berner Kursaal verliehen. Bereits die Nomination ist für das Unternehmen eine Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein – und eine grosse Motivation, diesen weiterhin erfolgreich zu verfolgen. (mb-microtec/mc/hfu)


Über mb-microtec ag:
Die mb-microtec ist globale Marktführerin in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von den weltweit kleinsten selbstleuchtenden Tritiumgaslichtquellen unter dem Markennamen trigalight. Diese haben die Eigenschaft, ohne externe Energiequelle über Jahrzehnte zu leuchten. Mit rund hundert Mitarbeitenden produziert die mb-microtec kundenspezifische Produkte und beliefert die Uhren-, Sicherheits- und Automobilindustrie, sowie die Raum- und Luftfahrtindustrie. 90 Prozent der Güter werden exportiert. Die gesamte Entwicklung und Produktion findet in Niederwangen bei Bern unter höchsten Qualitätsansprüchen statt.

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