Mini-Drohne bleibt halbe Stunde in der Luft

Mini-Drohne bleibt halbe Stunde in der Luft
Flybotix: Die Drohne ist jetzt marktreif und bereit für den Vertrieb. (Foto: flybotix.com)

Lausanne – Flybotix, ein Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), hat eine Mini-Drohne entwickelt, die für Inspektionen und Überwachungsaufgaben in engen Umgebungen geeignet ist. Das eigenwillig konstruierte Fluggerät kann mit bis zu 24 Minuten doppelt so lange in der Luft bleiben wie bisherige Modelle. Konkurrierende Produkte müssen schon nach maximal zehn Minuten wieder landen.

Propeller übereinander angeordnet
Die Drohne wird von zwei Propellern angetrieben, die übereinander angeordnet sind. Dazwischen befindet sich der ultraflache Motor, den Flybotix mit der Maxon Motor AG entwickelt hat. Das Getriebe ist so ausgelegt, dass sich die Propeller getrennt ansteuern lassen. Die kugelige Drohne ist besonders leise, sodass sie ohne Gefahr für das Hörvermögen in Räumen eingesetzt werden kann, in denen sich Menschen befinden. Flybotix stellt die Drohne derzeit auf der Xponential http://xponential.org vor, der weltweit grössten Messe für unbemannte und autonome Systeme in den USA, die in diesem Jahr nur virtuell stattfindet.

Die Flybotix-Entwickler verzichteten auf ein mechanisches Stabilisierungssystem, das ein erhebliches Gewicht gehabt hätte, durch Algorithmen, die die Propeller so steuern, dass das Fluggerät zuverlässig fliegt. Sie ist äusserst manövrierfähig, sodass sie mühelos Hindernissen ausweichen kann. Um ihre Überwachungsaufgaben zu erfüllen, kann sie sich sogar auf den Kopf stellen, um einen besseren Blick auf das zu überwachende Objekt zu bekommen.

Rivale im eigenen Innovationspark
Die Entwicklung der Drohne ist jetzt abgeschlossen, sodass sie in grösseren Stückzahlen produziert werden kann. 2021 findet die Markteinführung statt. Flybotix ist nicht das einzige Unternehmen im EPFL-Innovationspark, das Drohnen entwickelt. „Dessen sind wir uns natürlich bewusst“, sagt Flybotix-CEO Samir Bouabdallah. Er sieht darin allerdings nur Vorteile. Die Jungunternehmen könnten sich gegenseitig positiv beeinflussen, sodass bessere Produkte entstehen. Als Vorbild sieht er die Schweizer Uhrenindustrie, die sich längst etabliert hat und gegenseitig ergänzt. (pte/mc/ps)

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Original-Beitrag bei pressetext

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