MoneyPark Zinsprognose: Alles auf Anfang im September

Zinsen
(Foto: Fotolia/Eisenhans)

Zürich – Nachdem sich das Zinstableau im Juli deutlich nach oben bewegt hat, macht der August diese Entwicklung zunichte und setzt wieder alles auf Anfang. Die 10-jährigen Festhypotheken sinken um ganze 9 Basispunkte und bewegen sich somit praktisch wieder auf demselben Niveau wie im Vormonat. Die sinkenden Hypozinsen sind bedingt durch eine Schwäche auf dem Swap-Markt. Die Kreditabsicherungskosten sinken nach dem Anstieg im Juli im August nämlich wieder leicht. Für den Hypothekarnehmer bedeutet dies: Sie dürfen sich über attraktive Konditionen freuen.

Die Zinsunterschiede werden noch grösser
Auch wenn die Zinsen im August wieder leicht sinken, bleiben die Zinsunterschiede hoch und steigen teilweise gar an. Die Differenz zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter von 10-jährigen Festhypotheken steigt um 13 Basispunkte auf ganze 93 Basispunkte. Damit liegen die Unterschiede fast wieder auf dem Höchststand von 99 Basispunkten Anfang des Jahres.

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Doch was bedeutet das eigentlich für Hypothekarnehmer? Die massiven Zinsunterschiede bieten grosses Sparpotenzial. Wichtig: Je höher die Kreditsumme und je länger die Laufzeit, desto entscheidender sind bereits geringe Zinsunterschiede von wenigen Basispunkten.

Ein Blick ins Ausland: Richtungsweisender Entscheid in Jackson Hole bleibt aus
Die weltweit wichtigsten Notenbanker zeigten sich in Jackson Hole ähnlich unentschlossen wir das Zinstableau. So vermochte die Rede von Yellen Ende August lediglich den Dollar kurzzeitig bewegen. Ansonsten blieben die Marktteilnehmer unbeeindruckt von der mit Spannung erwarteten Rede. Wie die Fed den Abbau der 4.5 Billionen Dollar Bilanz in Angriff nimmt, wie auch die Frage, nach dem nächsten geplanten Zinsschritt, blieben offen. Auch Draghi zeigte sich ungewohnt wortkarg bezüglich eines möglichen Endes des Europäischen Anleihenaufkaufprogramms. Wer wegweisende Entscheide und Ankündigungen zur zukünftigen Zinspolitik erwartete hatte, wurde von dem diesjährigen Treffen der Notenbanken also enttäuscht.

Fazit: Trotz Flaute dürften die Zinsen mittelfristig leicht steigen
Der im Juli verzeichnete Anstieg bei den Zinsen wird im August sogleich wieder zunichte gemacht. Die Hypothekarzinsen sinken wieder, was Hypothekarnehmer freuen dürfte. Die langersehnte Normalisierung der Zinsen oder konkrete Ankündigungen zu einer Abkehr der expansiven Geldpolitik bleiben aber in weiter Ferne. Dennoch gehen die Experten von MoneyPark bis Ende Jahr von einem leichten Zinsanstieg aus. (MoneyPark/mc/ps)

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