OBT: Nachhaltigkeit strategisch steuern – pragmatisch, wirksam und wirtschaftlich
St. Gallen – Nachhaltigkeit ist für viele Unternehmen längst kein reines Umweltthema mehr. Sie betrifft die langfristige Wettbewerbsfähigkeit, den Umgang mit Risiken, die Positionierung in der Wertschöpfungskette und zunehmend auch den Zugang zu Kapital, Kunden und Märkten. Der Artikel zeigt, wo eine integrierte, strategische Nachhaltigkeitsberatung für KMU ansetzt und wie ein pragmatisches Reporting möglich ist.
Nachhaltige Unternehmensführung verbindet ökologische Verantwortung mit ökonomischer Stabilität und guter Governance. Sie umfasst Fragen wie:
- Welche ESG-Risiken und -Chancen sind für unser Geschäftsmodell relevant?
- Wie wirken sich regulatorische Entwicklungen, Kundenanforderungen oder Lieferketten auf unser Unternehmen aus?
- Welche Rolle spielen Themen wie Nachfolge, Organisation, IT und Prozesse in der langfristigen Ausrichtung?
- Wie lassen sich Nachhaltigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit sinnvoll verbinden?
Eine fundierte Nachhaltigkeitsstrategie schafft Transparenz, unterstützt unternehmerische Entscheide und stärkt die Zukunftsfähigkeit – ohne das Kerngeschäft aus den Augen zu verlieren.
Mehr als Berichterstattung: Beratung mit Gesamtblick
Wir verstehen Nachhaltigkeit nicht isoliert, sondern als Teil einer ganzheitlichen Unternehmensführung. Deshalb verbinden wir Nachhaltigkeits- und ESG-Themen gezielt mit unseren Kompetenzen in Treuhand und Wirtschaftsprüfung, IT und Digitalisierung, Strategie und Governance sowie Nachfolgeregelung. So entsteht eine konsistente Gesamtperspektive – praxisnah, verständlich und auf die jeweilige Unternehmensrealität abgestimmt.
Pragmatischer Nachhaltigkeitsstandard für KMU
Für viele KMU stellt sich die Frage: Wie berichten wir über Nachhaltigkeit, ohne überfordert zu werden? Der VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs) bietet eine wirksame und wirtschaftliche Lösung. Der freiwillige europäische Standard, speziell entwickelt für nicht berichtspflichtige KMU, gewinnt auch in der Schweiz zunehmend an Bedeutung – insbesondere bei Unternehmen mit EU-Bezug oder bei ESG-Anfragen von Kunden, Banken oder Investoren.
Der VSME ermöglicht:
- eine strukturierte und vergleichbare ESG‑Berichterstattung
- einen deutlich reduzierten Umfang im Vergleich zu ESRS
- die Anwendung des «If applicable»-Prinzips: Angaben nur dort, wo sie wirklich relevant sind
- eine klare Bündelung von ESG-Informationen in einem einzigen Dokument
Für viele Schweizer KMU reicht bereits das Basismodul, um die gängigen Informationsbedürfnisse fundiert abzudecken.
Berichterstattung effizient umsetzen
Dank webbasierter Unterstützung wird die Erstellung eines VSME-Berichts zusätzlich erleichtert. Das speziell auf KMU ausgerichtete Tool führt strukturiert durch den Berichtserstellungsprozess. Unsere Beratung unterstützt dabei nicht nur technisch, sondern vor allem inhaltlich: Wir helfen, Relevanzen richtig einzuordnen, Daten pragmatisch aufzubereiten und Nachhaltigkeit sinnvoll in bestehende Strukturen zu integrieren. Eine unabhängige Testierung durch unsere Wirtschaftsprüfung rundet das Angebot ab und gibt Kunden, Kreditgebern, Eigentümern und allen Lesern die notwendige Sicherheit der korrekten Berichterstattung.
Fazit
Ein gut aufgesetzter VSME-Bericht ist kein Selbstzweck. Er schafft Klarheit, stärkt die Auskunftsfähigkeit gegenüber Stakeholdern und bildet eine solide Grundlage für strategische Weiterentwicklung – vom Risikomanagement bis zur Nachfolgeplanung. Nachhaltigkeit entfaltet ihren Mehrwert dort, wo sie verständlich, umsetzbar und wirtschaftlich ist. Genau darauf richten wir unsere Beratung aus: als zentrale Ansprechperson für KMU, die Nachhaltigkeit ganzheitlich denken und wirksam umsetzen wollen. (OBT/mc/ps)