Singles stützen Wohnnachfrage – Eigentumspreise steigen langsamer

Immobilien
(Photo by Aaron Huber on Unsplash)

Zürich – Schönes Wohnen ist und bleibt gefragt. Gerade die Corona-Krise hat bei vielen die Ansprüche an die eigenen vier Wände erhöht. Allerdings steigen die Preise für Wohneigentum schon seit Jahren. Dafür ist seit einiger Zeit ein Rückgang bei den Mietpreisen zu erkennen.

Auch 2020 wurden Mietobjekte günstiger. Gemäss der Immobilienexperten von Wüest Partner sind die Mieten der inserierten Objekte um 2,1 Prozent gesunken – etwas stärker als im Schnitt der letzten Jahre. Dabei bleibt die Nachfrage nach Wohnraum hoch. „Dies liegt vor allem am anhaltenden Trend zu mehr Kleinhaushalten, insbesondere Singlehaushalten“, heisst es im aktuellen Immo-Monitoring für den Winter am Freitag.

Zahlungsbereitschaft für Eigentum weiter hoch
Deutlich tiefer in die Tasche musste man indes greifen, wenn man Eigentümer werden wollte. Seit Anfang 2020 sind die Preise für Eigentumswohnungen um 5,1 Prozent gestiegen, für Einfamilienhäuser sogar um 5,4 Prozent. Günstige Finanzierungsbedingungen gepaart mit einem gesteigerten Bedürfnis nach hoher Wohnqualität und Privatsphäre seien die Hauptgründe, so die Experten. Dem stehe ein begrenztes Angebot sowie eine geringe Neubautätigkeit gegenüber.

Corona dürfte hier allerdings seine Spuren hinterlassen. Die schwierige Ausgangslage für die Realwirtschaft, die 2021 zu tieferen Löhnen und steigender Arbeitslosigkeit führen dürfte, sollte weitere Preissteigerungen in diesem Ausmass verhindern.

Büro- und Geschäftsflächen unter Druck
Die Preise für Büroflächen zeigte sich laut Wüest Partner im vergangenen Jahr stabil. Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit und einer wieder gestiegener Zahl von Baubewilligungen für neue Flächen könnten die Preise aber künftig stärker unter Druck geraten.

Auch der Detailhandel stehe vor einem anspruchsvollen Jahr, der Druck auf die Mieten dürfte steigen. Zwar konnten viele Konkurse dank der Unterstützungsmassnahmen verhindert werden, der nochmals gewachsene Onlinehandel sorge allerdings für ein nochmals schwierigeres Umfeld. (awp/mc/pg)

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