VP Bank Spotanalyse: EZB tritt an die Seitenlinie

Thomas Gitzel
von Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe.

Von Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe.

Vaduz – Die Ausführungen von Mario Draghi bei der EZB-Pressekonferenz lassen nicht darauf schliessen, dass es die Währungshüter unmittelbar zu weiteren geldpolitischen Massnahmen drängt. Zwar senkten die Notenbanker ihre Inflationsprognose für das Jahr 2014 um 0.2 Prozentpunkte auf 1.1 %, doch diese Revision ist alles andere als signifikant. Daraus lassen sich jedenfalls keine aggressiven geldpolitischen Massnahmen ableiten.

Doch Draghi wäre kein Notenbanker, würde er nicht auf die Fülle von Instrumenten verweisen, die den Währungshütern grundsätzlich zur Verfügung stehen. Konkreter wurde der EZB-Präsident jedoch nicht. Der Notenbankpräsident will jedenfalls nicht den Anschein vermitteln, dass man in Frankfurt mit dem Latein am Ende ist. Die EZB zeigt sich also mit ihrer Zinssenkung vom November zunächst zufrieden und tritt an die Seitenlinie. (VP Bank/mc/ps)

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