Aussenbörslicher Handel ZKB: Impulse weitgehend ausgeblieben

ZKB Nebenwerte

Zürich – Erneut blickt die Zürcher Kantonalbank (ZKB) mit ihrem ausserbörslichen Handel auf einen ruhigen Verlauf zurück. Mit nur wenigen Neuigkeiten blieben Impulse weitgehend aus. Der eKMU-X Index erlitt in der letzten Novemberwoche einen Rückschlag.

Auch mit Blick auf den Gesamtmonat November büsste er relativ deutlich an Boden ein (-4,5%). Das Gesamtvolumen ging gegenüber Oktober um 25,6 Prozent zurück und die Anzahl der Abschlüsse verringerte sich auf 400 von 434. Einen guten November verzeichneten die Aktien von sitEX Properties. Sie legten insgesamt um fast 11 Prozent zu.

In der berichtsrelevanten Handelswoche gab der eKMU-X Index um 3,5 Prozent auf 1’299,05 Zähler nach. Die Ursache für den Rückgang liegen in den relativ hohen Abschlägen bei den Aktien von Schweizer Zucker (-5,0%) und Reishauer Namen (-3,5%), die beide eine dominante Position im e-KMU-X Index innehaben. Die Valoren des Stadtcasino Baden verloren 6,0 Prozent und von Welinvest 2,5 Prozent. Die Titel des Grand Resort Bad Ragaz büssten um 2 Prozent ein.

Bei den Gewinnern fielen in der vergangenen Handelswoche die Papiere der Innerschweizer Bergbahnen Rigi Bahnen (+7,4%) und Pilatus Bahnen (+6,7%) auf. Die Umsätze in beiden Unternehmen fielen allerdings nicht sehr hoch aus. Die Repower-Aktien konnten von weiteren Anschlusskäufen profitieren. Sie stiegen um 4 Prozent. Die NZZ-Valoren und die Papiere des EW Jona-Rapperswil legten um 2 respektive 1,8 Prozent zu.

Mit Abstand umsatzstärkster Titel waren Reishauer Namen mit 1,26 Millionen Franken, erzielt in vier Abschlüssen. Die Aktien des Congress Centre Kursaal Interlaken generierten in zwei Transaktionen 274’260 Franken. Mit 20 Abschlüssen rege gehandelt wurden die Papiere von Precious Woods. Der Umsatz belief sich auf 215’919 Franken.

Auf der Neuigkeitenseite stand der Mediensektor im Fokus. Die NZZ-Mediengruppe teilte mit, dass sie ihre Organisationsstruktur neu aufstelle, um der künftigen Marktdynamik Rechnung zu tragen und die Vertretung ihrer wesentlichen Bereiche auf Geschäftsleitungsebene zu stärken. Unter anderem werde die Steuerung der Marketing- und Vertriebsthemen des Kerngeschäfts künftig übergreifend organisiert. Dafür werde die neue Position des Leiters Marketing und Vertrieb geschaffen, wie es hiess.

Zudem wurde bekannt, dass voraussichtlich im Frühling 2019 wird mit „The Market“ ein neues digitales Medium lanciert wird, das sich an Investoren im deutschsprachigen Raum richtet. Hinter dem Projekt, bei dem die NZZ-Mediengruppe mit einer Minderheitsbeteiligung einsteigt, steht der ehemalige „Finanz und Wirtschaft“-Chefredaktor Mark Dittli.

Geschäftsergebnisse gab es derweil von Montana Tech Components (MTC) und der Brauerei Schützengarten. MTC verbesserte in den ersten neun Monaten 2018 den Umsatz um 44 Prozent auf 917,7 Millionen Euro. Höhere Abschreibungen und Amortisationen führten allerdings dazu, dass der EBIT mit 68,1 Millionen nur noch knapp höher ausfiel. Das Periodenergebnis lag mit 37,5 Millionen (-13%) gar unter der Vorjahresperiode.

Bei der Brauerei Schützengarten legte im Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende September) der Absatz von Markenbieren gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent zu. Der gesamte Getränkeabsatz lag um 4,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Insgesamt stieg der Umsatz um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Unternehmensnachrichten

Mediensektor
Voraussichtlich im Frühling 2019 wird mit „The Market“ ein neues digitales Medium lanciert, dass sich an Investoren im deutschsprachigen Raum richtet. Hinter dem Projekt, bei dem die NZZ-Mediengruppe mit einer Minderheitsbeteiligung einsteigt, steht der ehemalige „Finanz und Wirtschaft“-Chefredaktor Mark Dittli. Dittli war von 2012 bis 2017 Chefredaktor der Anlegerzeitung „Finanz und Wirtschaft“ und ist derzeit als Autor beim Medien-Start-Up „Republik“ tätig. Dittli gründet „The Market“ zusammen mit sechs Mitstreitern. Zusammen halten die sieben Gründer 60 Prozent am Unternehmen, wie Dittli am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP sagte. Die NZZ-Mediengruppe wird 40 Prozent an „The Market“ halten. Insgesamt werden beim Start der Finanzmarktplattform gemäss Medienmitteilung der NZZ-Gruppe sechs Journalisten, ein Produktmanager und ein Verkaufsspezialist tätig sein. Das Medium will gemäss eigenen Angaben unabhängige Analysen, Anlageideen sowie Denkanstösse zu Unternehmen, Branchen, Trends und makroökonomische Entwicklungen bieten. (Quelle: awp)

Die NZZ-Mediengruppe stellt ihre Organisationsstruktur neu auf. Sie will damit der künftigen Marktdynamik Rechnung tragen und die Vertretung ihrer wesentlichen Bereiche auf Geschäftsleitungsebene stärken, teilte die NZZ am Donnerstag mit. Dazu wird die bisherige Leiterin des Geschäftsbereichs Business Medien, Monica Dell’Anna, als neue Leiterin Produkte zusätzlich die Verantwortung für weitere Sparten übernehmen. Konkret soll sie neu die Produktentwicklung und Customer Experience, das Business Development sowie das Portfoliomanagement und weitere Zusatzgeschäfte verantworten. Die Steuerung der Marketing- und Vertriebsthemen des Kerngeschäfts wird künftig hingegen übergreifend organsiert. Dafür wird die neue Position des Leiters Marketing und Vertrieb geschaffen. Die Suche nach einer „geeigneten Besetzung“ für dieses Amt sei eingeleitet worden, hiess es. Schliesslich wird Luzi Bernet, Chefredaktor der „NZZ am Sonntag“, in die Geschäftsleitung der NZZ-Gruppe berufen. Diese besteht ab dem 1. Januar 2019 nebst Bernet aus Felix Graf, Jörg Schnyder, Eric Gujer, Monica Dell’Anna, Andreas Bossecker und Petra Feigl-Fässler. (Quelle: awp)

Industrie
Die Industriegruppe Montana Tech Components (MTC) bleibt 2018 auf Wachstumskurs. Das Unternehmen steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten gegenüber der Vorjahresperiode deutlich. Grossteils sei dies auf die vollständige Integration der ASTA Gruppe zurückzuführen, heisst es im Zwischenbericht. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres geht MTC von einer anhaltend positiven Entwicklung aus. In den ersten neun Monaten 2018 lag der Umsatz bei 917,7 Millionen Euro, was einem Zuwachs von knapp 44 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Das operative Ergebnis auf Stufe EBITDA fiel mit 115,8 Millionen um knapp 10 Prozent höher aus. Höhere Abschreibungen und Amortisationen führten allerdings dazu, dass der EBIT mit 68,1 Millionen nur noch knapp höher ausfiel. Das Periodenergebnis lag mit 37,5 Millionen (-13%) gar unter Vorjahr. Nach Divisionen stieg der Varta-Umsatz (Division Energy Storage) um gut 11 Prozent. Das massive Investitionsprogramm zur Ausweitung der Produktionskapazitäten werden planmässig umgesetzt, heisst es dazu. Der Schwerpunkt liege dabei auf den Lithium-Ionen Batterien.

Die Division Metal Tech weist einen um 5 Prozent höheren Umsatz aus. Die Alpine Metal Tech lege ihren Fokus weiter auf Forschung und gezielte Unternehmensentwicklung, um den Umsatz zukünftig in allen Segmenten zu steigern. Auch bei der Gruppe Aluflexpack soll weiter ein Wachstumskurs verfolgt werden. Die ASTA Gruppe ist seit Januar 2018 vollkonsolidiert. Während der Standort in China inzwischen die maximale Auslastung er-reicht habe, gelte es in den anderen Standorten, die Kapazitäten besser auszunutzen, um bei gleich hohen Margen die Marktanteile auszuweiten. Allgemein will die Montana-Gruppe auch in Zukunft ihren Fokus auf die Forschung und Entwicklung legen sowie auf Investitionen in den Ausbau des Produktportfolios und der Kapazitäten. Für das laufende Jahr wird weiter eine positive Entwicklung erwartet. (Quelle: awp)

Brauereisektor
Die Brauerei Schützengarten hat im Geschäftsjahr 2017/2018 (per Ende September) mehr Bier verkauft. So legte der Absatz von Markenbieren gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent zu, wie die Brauerei am Dienstag mitteilte. Der gesamte Getränkeabsatz lag gar um 4,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Insgesamt stieg der Bierkonsum in der Schweiz im vergangenen Braujahr um 1,8 Prozent auf 4,7 Millionen Hektoliter. „Damit hat sich unser Biergeschäft leicht besser als der Gesamtmarkt entwickelt“, sagte CEO Reto Preisig vor Medien in Heerbrugg. Profitiert habe man insbesondere vom schönen Wetter, von den gut besuchten Veranstaltungen sowie den Anlässen rund um die Fussball-WM. Eher überraschend hätten sich auch die Bierveräufe in der Gastronomie nach mehreren rückläufigen Jahren wieder leicht erhöht. Bezüglich weiteren Finanzkennzahlen zeigt sich die Brauerei traditionellerweise bedeckt. Der Umsatz sei um 3,7 Prozent über Vorjahr ausgefallen und das Finanzergebnis sei „gut“ gewesen, sagte der Brauereichef dazu. Gewinnzahlen würden als ein weit gehend in Familienhand befindliche Aktiengesellschaft nur an die Aktionäre gemeldet.

240-Jahr-Jubiläum im Fokus
Derzeit bereitet sich die Brauerei Schützengarten auf das Jubiläumsjahr vor. Als wichtiger Meilenstein soll Ende März anlässlich des 240-Jahre-Jubiläums die Gastronomiebrauerei „Brauwerk 1779“ in der Nähe des Hauptbahnhofs in St. Gallen eröffnet werden. Auch ist die Lancierung eines Jubiläumsbiers in Planung, das die Palette an Spezialitätenbieren erweitern soll. Der zunehmende Fokus auf Spezialitätenbiere erfordert aber auch weitere Investitionen. So ist im kommenden Jahr der Umbau des Bierkellers geplant. Die Anzahl der Biertänke soll erhöht werden, wobei die einzelnen Volumen kleiner sein sollen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden Investitionen von 7,3 Millionen getätigt. Mittelfristig werde man versuchen, den bereits hohen Marktanteil in der Ostschweiz zu halten und weiter auszubauen, so Preisig weiter. Mit Innovationen wie einem „Low-Carb-Beer“ wolle man zudem verstärkt auf den Ladenflächen der nationalen Detailhändler Präsenz markieren.

Ausblick
Auch in der angelaufenen Handelswoche und mit näher rückenden Feiertagen rechnen die ZKB mit einem ruhigen Handelsverlauf, da Nachrichten und Impulse fehlen. (ZKB/mc)

 


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