Ausserbörslicher Handel ZKB: Börsengeschehen nimmt Fahrt auf

Ausserbörslicher Handel ZKB: Börsengeschehen nimmt Fahrt auf

Marktbericht

Zürich – Im ausserbörslichen Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) haben die Handelsaktivitäten an Fahrt aufgenommen. Das Handelsvolumen stieg auf rund 3,8 Millionen nach knapp 1,0 Millionen Franken in der Vorwoche. Die Anzahl der Abschlüsse lag höher bei 84 nach 72. Der ZKB eKMU-X Index hingegen notierte zum Wochenschluss praktisch unverändert auf dem Stand von 1066,45 Punkten. Und an der Nachrichtenfront blieb es ausgesprochen ruhig.

Aufgefallen sind die selten gehandelten Titel der Brauerei Schützengarten. Die Namenaktien verzeichneten einen Umsatz von 2,3 Millionen Franken und die Partizipationsscheine von knapp 1 Million Franken. Nach einem grösseren Kaufauftrag kletterten die Namenaktien zwischenzeitlich um 45 Prozent auf 90’000 Franken und die Partizipationsscheine um fast 72 Prozent auf 8500 Franken. Aktuell nähern sich die Kurse wieder dem vorherigen Kursniveau an.

Auf der Gewinnerseite standen auch SIA-Haus AG mit einem Plus von 16,1 Prozent sowie Kongresshaus Zürich mit einer Avance von 7,5 Prozent zuoberst.

Zu den Verlierern gehörten Kursaal Bern AG (-7,0%). Das Unternehmen befindet sich in der laufenden Kapitalerhöhung und die Kotierung an der BX Swiss steht bevor. NZZ büssten 3,6 Prozent ein und Bystronic 1,3 Prozent. Und WWZ beendeten die vergangene Handelswoche mit einem Minus von 0,4 Prozent.

Bei den Volumen überschritten neben Brauerei Schützengarten nur noch Precious Woods Holding mit 104’800 Franken die Umsatzmarke von 100’000 Franken.

Bei den Abschlüssen standen Brauerei Schützengarten Namen und Precious Woods Holding mit je 18 an der Spitze, gefolgt von Brauerei Schützengarten PS mit 13 Transaktionen.

Unternehmensnachrichten

Am Opernhaus Zürich rumort es seit Monaten, von Machtmissbrauch ist die Rede. Jetzt teilt das Opernhaus mit, Intendant Andreas Homoki werde seine Amtszeit nach 13 Jahren im Jahr 2025 beenden.

Überraschend hat der Verwaltungsrat der Opernhaus AG für Dienstag zur Medienkonferenz geladen – und dann eine ganze Reihe von Personalentscheidungen verkündet.

Für die meiste Aufmerksamkeit dürften der Abgang von Intendant Andreas Homoki sorgen und die Personalie des Kaufmännischen Direktors Christian Berner; er wechselt ab der Saison 2023/24 in den Verwaltungsrat der Opernhaus AG. Seit 2013 hat Berner neben seiner Position als Kaufmännischer Direktor zusammen mit Homoki als stellvertretender Intendant geamtet.

Bereits Ende 2021 will das Opernhaus eine Nachfolge für Homoki präsentieren. Dafür wurde eine Findungskommission eingesetzt unter der Leitung des Verwaltungsratspräsidenten Markus Notter; mit von der Partie in dieser Kommission ist auch Christian Berner. Seine Nachfolge als Kaufmännischer Direktor wird sein derzeitiger Stellvertreter Marc Meyer ab 2023/24 antreten.

Dass am Opernhaus intern nicht alles zum Besten steht, kam im vergangenen Januar an die Öffentlichkeit, als sich das Opernhaus von seinem damaligen Operndirektor Michael Fichtenholz trennte. «In gegenseitigem Einverständnis» hiess es dazu offiziell. Doch laut Medienberichten war der wahre Grund ein Verfahren wegen Machtmissbrauch. Im Rahmen einer Befragung der Mitarbeitenden berichtete jede oder jeder Vierte, Machtmissbrauch erlebt zu haben und zwölf Prozent seien von Belästigung betroffen gewesen.

Zu diesen Vorwürfen Stellung bezogen hatte nicht der Intendant Homoki, sondern der Kaufmännische Direktor Berner. Kommentiert wurde das in den Medien damit, dass Homoki ein Meister darin sei, «Kritik gelassen von sich zu schütteln». Nun wir er seinen Vertrag mit dem Opernhaus, der 2025 ausläuft, also nicht verlängern.

Das Opernhaus teilte weiter mit, dass der Ballettdirektor Christian Spuck nach Berlin wechselt. Er übernehmen ab der Saison 2023/24 mit dem Staatsballett Berlin «die grösste eigenständige Ballettcompagnie Deutschlands», heisst es in der Mitteilung. Spuck hat grosse Erfolge gefeiert, zuletzt im Frühling am Moskauer Bolschoi-Theater mit «Orlando» nach Virginia Woolf.

Neue Ballettdirektorin und Chefchoreografin des Balletts Zürich wird die gebürtige Britin mit Schweizer Pass Cathy Marston. Für zunächst zwei Spielzeiten wird sie ihre Position ab der Saison 2023/24 antreten.

In der Schweiz hat sie bereits an verschiedenen Orten ihre Spuren hinterlassen. So war sie von 2007 bis 2013 Ballettdirektorin am Konzert Theater Bern. In den letzten Jahren hat sie vermehrt als freischaffende Choreografin gearbeitet, neben vielen Engagements in den USA im deutschsprachigen Raum etwa an der Oper Graz, bei Ballettcompagnien in Basel oder St. Gallen (awp)

Die Kursaal Bern-Gruppe wagt bekanntlich den Börsengang an die BX Swiss und VR-Präsident Daniel Buser will hoch hinaus. «Wir wollen das führende Kongresszentrum in unserer Grössenordnung in der Schweiz werden», erklärt er in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit schweizeraktien.net. Die Aktie soll künftig zur «Dividendenperle» werden.

Mit dem Börsengang will sich das Kongress-, Hotel- und Casinounternehmen aus Bern 14 Millionen Franken an frischem Kapital beschaffen. Buser zeigt sich im Interview überzeugt, Investoren dafür zu finden: «Das Feedback war bisher sehr gut.» Die Investoren hätten den Wert des Unternehmens erkannt und verstünden, dass der Grund für das schwache Ergebnis 2020 (Reinverlust von 8 Mio Fr.) die Corona-Pandemie gewesen sei.

Dabei sieht Buser insbesondere im Bereich Kongresse und Events grosse Opportunitäten und geht davon aus, die eigen Marktpositionen deutlich stärken zu können. «Die Pandemie hat zu einer kompletten Veränderung in der Kongresslandschaft geführt», so der VRP. Künftig soll etwa dank eines Online-Angebots die Anzahl Teilnehmender an Kongressen deutlich erhöht werden. Gesetzt wird dabei nicht nur auf Live-Streaming, sondern auf On-Demand-Lösungen.

Gleichzeitig habe die Pandemie dazu geführt, die Kostenstruktur der Gruppe zu überdenken, und das Unternehmen sei effizienter geworden, so Buser weiter. Er sieht weiteres Potenzial und stellt eine EBIT-Marge von 10 bis 15 Prozent in Aussicht. Und bei einer normalen wirtschaftlichen Entwicklung erwartet der VRP künftig Gewinne oberhalb der im Vor-Krise-Jahr 2019 erzielten 4,4 Millionen Franken.

«Ich bin überzeugt, dass unsere Aktie bis in vier Jahren eine Dividendenperle sein wird», so Buser. Angestrebt werde dabei eine Ausschüttungsquote von mindestens 30 Prozent des Reingewinns (awp)

Das Zürcher Schauspielhaus hat den Spielplan für die Saison 2021/22 vorgestellt. Im Zentrum stehen der gesellschaftliche Wandel, ein starker Fokus auf Diversität und Namen wie Wilhelm Tell, Moby Dick und Orpheus.

17 Premieren, darunter ein Stummfilm, zwei Choreografien, ein Visual Poem und drei Uraufführungen: Selbst stichwortartig aufgezählt wird die neue Tendenz des Schauspielhauses in Zürich deutlich – Vielfalt ist angesagt.

Diese beziehe sich sowohl auf die beteiligten Akteurinnen und Akteure als auch die Theaterästhetiken und Repräsentationen, sagten die Co-Intendanten Benjamin von Blomberg und Nicolas Stemann am Mittwoch den Medien. Wie bisher wollen sie sich auch weiterhin darum bemühen, «Differenzen anzuerkennen und zu vergegenwärtigen und zugleich konkret und sinnlich erfahrbar werden zu lassen, was Menschen verbindet».

Eröffnet wird die neue Saison am 10. September im Schiffbau in der Box mit «Orpheus». Darin geht Hausregisseurin Wu Tsang der Frage nach gesellschaftlichen Sichtbarkeiten nach.

Ab März 2022 untersucht die Filmemacherin und Performance-Künstlerin anhand des amerikanischen Klassikers «Moby Dick» Rassismus und Autorität, Kosmopolitismus und Gemeinschaft, Verführung und queere Lebensarten. Gezeigt werden ihre Gedanken in Form eines Stummfilms mit dem Zürcher Kammerorchester als Live Orchester.

Die brasilianische Regisseurin Christiane Jatahy legt ihren Fokus dagegen auf die Mächtigen dieser Welt. Anhand von Macbeths korrupter Herrschaft macht sie in «Before the sky falls» (ab 27. Oktober) auf die autoritären Regimes der heutigen Zeit aufmerksam.

Mit der Neuinszenierung von Dürrenmatts «Der Besuch der alten Dame» eröffnet Nicolas Stemann am 17. September die Pfauenbühne – und steuert einen weiteren Beitrag zu den 2021 gefeierten «100 Jahren Dürrenmatt» bei.

Auch Regisseur Milo Rau widmet sich einem berühmten Schweizer – allerdings der ganz anderen Art. Gemeinsam mit Laien und professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern befragt er den ultimativen Freiheitshelden Wilhelm Tell, was Freiheit denn genau bedeutet. Insbesondere in einer Zeit, in der Menschen auf der ganzen Welt Gewehre, Transparente und Masken tragen.

Als Gegenpol spürt Trajal Harrell in «The Deathbed of Katherine Dunham» der afroamerikanischen Tänzerin, Choreografin, Anthropologin und Aktivistin nach, zu deren Schülerinnen und Schüler auch James Dean und Marlon Brando zählten. Der amerikanische Choreograf setzt die Fragen, die er der 2006 verstorbenen Tänzerin nicht mehr stellen konnte, ab März 2022 in der Kunsthalle Zürich in Szene (awp)

Die Cham Group hat zwei weitere Baugesuche der zweiten Bauetappe auf dem Papieri-Areal eingereicht. Dabei handle es sich um zwei Wohnhochhäuser im Zentrum des Areals, teilte die Gesellschaft am Donnerstag mit.

Die beiden Wohnhochhäuser mit insgesamt 61 Eigentums- und 36 Mietwohnungen enthalten 2,5- bis 5,5-Zimmer-Einheiten. In den Erdgeschossen werden ausser publikumsorientierte Gewerbeflächen erstellt. Der Baubeginn ist für Sommer 2022 geplant. Der Bezug könne dann zwei Jahre später erfolgen, heisst es weiter. (awp)

Das Schwyzer Immobilienentwicklungs-Unternehmen sitEX Properties Holding AG will Aktien zurückkaufen. Die Generalversammlung habe einen erneuten Aktienrückkauf beschlossen, der im dritten Quartal 2021 abgewickelt werden soll, heisst es in einer Mitteilung vom Freitagabend. «Im Rahmen des stark gestiegenen Aktienpreises» sollen demnach dieses Jahr 5 Prozent der ausgegebenen Aktien zu einem Preis von 111 Franken pro Aktie zurückgekauft werden. Dies entspreche einer Ausschüttung von rund 5,50 pro Aktie und einer Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den Aktionärinnen und Aktionären stehe es offen, an diesem Aktienrückkauf zu partizipieren. Das Aktienkapital bleibe im Rahmen des Aktienrückkaufs unverändert und werde nicht um die zurückgekauften Aktien herabgesetzt, heisst es. (awp)

Ausblick

In der nun laufenden Handelswoche rechnet die ZKB mit abnehmenden Aktivitäten. Erwähnenswert sei die Aktie der Regiobank Solothurn, die seit Montag, 21. Juni, auf gesplitteter Basis von 5:1 gehandelt wird. (ZKB/mc/ps)


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