Ausserbörslicher Handel ZKB: Der eKMU-X Index gibt um 0,4% auf 1057,11 Punkte nach

Ausserbörslicher Handel ZKB: Der eKMU-X Index gibt um 0,4% auf 1057,11 Punkte nach

Zürich – Der ausserbörsliche Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat die vergangene Berichtsperiode mit einem höheren Gesamtvolumen beendet. Und auch die Anzahl der Abschlüsse konnte gesteigert werden. Derweil sank der eKMU-X Index ohne zündende Impulse um 0,4 Prozent auf den Stand von 1057,11 Punkten. Insgesamt wurden fast 1,7 Millionen Franken in 113 Transaktionen umgesetzt. In der Vorwoche waren es 1,1 Millionen Franken in 75 Trades.

acrevis Bank erzielten in zehn Abschlüssen ein Volumen von knapp 373’000 Franken. Sie schlossen um 1,9 Prozent tiefer. CKW generierten in zehn Abschlüssen ein Volumen von 242’650 Franken. Ebenso zu den Volumenspitzenreitern gehörten Welinvest (187’815 Fr.) und Regiobank Solothurn (110’965 Fr.). Als Wochengewinner mit einem Plus von 3,5 Prozent gingen Energie Zürichsee Linth aus dem Markt. In acht Abschlüssen erzielte die Aktie ein Volumen von 84’500 Franken. Reger Handel fand in Precious Woods Holding statt. Die Aktie erreichte in 14 Abschlüssen ein Volumen von knapp über 100’000 Franken und gehörte mit einem Plus von 3 Prozent zu den Wochengewinnern.

Auf der Verliererseite standen Rigi Bahnen AG (-5,5%), jedoch mit einem sehr kleinem Volumen. Schwächer tendierten auch zwei Energietitel: Holdigaz (-1,5%) sowie WWZ (-1,3%) erreichten ein Volumen von knapp unter 60’000 Franken. Es gab einige Unternehmensneuigkeiten. Diese brachten allerdings keine Bewegung in den Markt.

Unternehmensnachrichten
Bei der Ostschweizer acrevis Bank übernimmt Martina Bigliardi Möhr ab Mitte Februar die Leitung über das Marktgebiet Zürichsee. Damit werde sie die Verantwortung für die Niederlassungen in Lachen, Pfäffikon und Rapperswil tragen, teilte die Bank am Montag mit. Bigliardi Möhr verfüge über langjährige Erfahrung in den Bereichen Wealth Management, Corporate Banking und Structured Finance, die sie bei verschiedenen Banken in leitenden Funktionen sowohl in Zürich als auch im Ausland erworben habe, heisst es weiter. Sie arbeitete unter anderem im Wealth Management von BNP Paribas oder Barclays (awp)


Die Pilatus-Bahnen ersetzen die alten Personentriebwagen auf der Zahnradbahnstrecke. Ab Sommer fährt der erste der acht bestellten Wagen testweise auf den Drachenberg. Die technischen Neuerungen kosten 55 Millionen Franken, bis zur ersten Publikumsfahrt dauere es aber noch. Die zehn Triebwagen, die heute auf der 1889 in Betrieb genommenen Strecke zwischen Alpnachstad und Pilatus Kulm verkehren, stammen aus den 1930er- und 1960-er Jahren. Ersatzteile gibt es keine mehr, die Wagen sind anfällig geworden für Störungen. Die Pilatus-Bahnen ersetzen sie deswegen durch acht neue Wagen, deren Modell sie am Dienstag vorstellten.

Drei Dinge bleiben gleich: Die Farbe, die Masse und die Antriebstechnik. Das „Pilatus-Rot“ soll in der Felswand seine Fernwirkung entfalten. Weil die neuen Wagen durch die bestehenden Tunnel passen müssen, waren auch die Dimensionen vorgegeben. Zudem statten die Ingenieure von Hersteller Stadler Rail die 18 Tonnen schweren Triebwagen mit jener Zahnradtechnik aus, wie sie Eduard Locher vor 130 Jahren erschuf. „Es gibt kein sichereres System“, sagte Pilatus-Bahnen-Chef Godi Koch an einer virtuellen Medienkonferenz.

Schneller oben und unten
Neu ist dagegen das moderne Design mit einem markanten, roten Tragrahmen und dazwischen viel Glas. Die maximal 48 Passagiere in den sechs Abteilen sollen dank des Panoramablicks ein grösseres Fahrerlebnis und „Herzklopfgarantie“ auf der mit teilweise 480 Promille Steigung steilsten Zahnradbahn der Welt erhalten, sagte Koch. Damit werde auch kompensiert, dass die Bergfahrt neu statt 30 Minuten nur noch 19 Minuten dauert und die Talfahrt 28 statt 40 Minuten. Die um wenige km/h höhere Geschwindigkeit würden die Passagiere nicht spüren, den grössten Zeitgewinn bringe das neue Ein- und Aussteigeregime.

Durch beidseitige Türen und ein zweites Perron bei der Talstation reduziere sich nämlich die Beladezeit von 15 auf 5 Minuten. Das macht neu einen Halbstundentakt möglich. Damit sollen auch die Warteschlangen zu Stosszeiten kürzer werden. Die neuen behindertengängigen Wagen haben acht Sitzplätze mehr als ihre Vorgänger. Weil sie in Doppeltraktion fahren, fällt jeweils ein Führerstand weg. Primäres Ziel sei es aber nicht, mehr Gäste auf den Berg zu fahren.

Gebaut werden auch drei neue Gleiswender, Perronanpassungen bei der Mittelstation Aemsigen sowie ein neuer Lift und eine verbreiterte Wartehalle in der Bergstation Pilatus Kulm. Im Mai 2023 werden alle Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Bereits diesen Sommer kommt der erste neue Triebwagen testweise zum Einsatz. Die Testfahrten erfolgen ausserhalb der Betriebszeiten. Bevor die neuen Wagen Gäste befördern dürfen, muss das Bundesamt für Verkehr (BAV) eine Bewilligung ausstellen. Daher sei noch nicht klar, wann die erste Publikumsfahrt erfolgen könne.

Ab Herbst 2022 würden die weiteren Wagen ausgeliefert. Wenn ab 2023 die Umstellung auf den Halbstundentakt erfolgt, werden die alten Wagen ausgemustert. Nur zwei von ihnen bleiben für Spezialfahrten im Einsatz.
Von den Gesamtkosten entfällt der Grossteil auf die Anschaffung der Wagen, die rund 60 Prozent ausmachen. Weil man finanziell sehr gute letzte Jahre gehabt habe, wollten die Bahnen die 55 Millionen Franken bis 2023 aus der eigenen Tasche bezahlen. Wegen der Umsatzeinbusse als Folge der Coronakrise brauche man nun auch Darlehen.

Es sei denkbar, sagte Koch, dass mit der moderneren Infrastruktur auch die Fahrpreise dereinst leicht steigen. Allerdings hänge das auch davon ab, wie sich der Markt entwickle (awp)


Die Conzzeta-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 deutlich weniger Umsatz erzielt als im Jahr davor. Nebst dem konjunkturellen Gegenwind durch die Corona-Pandemie sind dafür auch Devestitionen verantwortlich. Die Erholung vom dritten Quartal hat sich allerdings im vierten fortgesetzt. Der Umsatz sank um 18,4 Prozent auf 1,28 Milliarden Franken, wie die künftig auf Maschinen für die Blechbearbeitung fokussierte Gruppe am Mittwoch mitteilte. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse ergab sich auf vergleichbarer Basis ein Minus von 10,4 Prozent. Mit diesem Umsatz wurden die Markterwartungen leicht übertroffen.

Die im dritten Quartal eingeleitete Erholung hat sich im vierten Quartal fortgesetzt bzw. gar noch leicht verstärkt. Nach neun Monaten resultierte noch ein organisches Umsatzminus von 11,8 Prozent. Die im August in Aussicht gestellte Belebung der Kundenaktivitäten gegenüber dem pandemiebedingt schwachen ersten Halbjahr habe sich auch im vierten Quartal bestätigt, schreibt denn auch das Unternehmen. So habe etwa der Auftragseingang in der künftig verbleibenden Sparte Bystronic über dem Niveau des vierten Quartals 2019 gelegen, ebenso der Umsatz des Geschäftsbereichs FoamPartner.

Sequentiell gesehen, also im Vergleich zum dritten Quartal, zogen die Umsätze insgesamt im vierten um knapp 15 Prozent an, der Auftragseingang von Bystronic gar um über 23 Prozent. Im noch zum Verkauf stehenden Outdoor-Bereich mit der Marke Mammut konnte der negative Umsatzeffekt durch die erneuten Schliessungen der Verkaufsflächen mit weiteren Fortschritten in den digitalen Kanälen weitgehend aufgefangen werden.

Mit Blick auf den Gewinn im Gesamtjahr wurde der bisherige Ausblick erhöht. Demnach wird ein operativer Gewinn (EBIT) im Bereich von 75 bis 80 Millionen Franken erwartet, wobei hier ein Sondergewinn aus der Veräusserung des Geschäftsbereichs Schmid Rhyner von gut 47 Millionen enthalten ist. Bisher wurde lediglich ein Betriebsergebnis im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich in Aussicht gestellt, inklusive Veräusserungsgewinn.

Conzzeta befand sich 2020 in einem Übergangsjahr. Das traditionsreiche Zürcher Unternehmen will sich bekanntlich künftig einzig auf die Sparte Bystronic fokussieren, welche Maschinen zur Bleichbearbeitung herstellt. Nachdem der Verkauf von FoamPartner im November besiegelt wurde, steht nun nur noch die Devestition der Sparte Outdoor mit Mammut an. Für den Verkauf dieser unter Naturfreunden gut bekannten Marke will sich Conzzeta aber Zeit lassen. Konkret hiess es dazu an einem Investorentag im November, dass Mammut bis Mitte 2021 verkauft sein sollte, vorbehältlich der Marktverfassung. Conzzeta schreibt dazu, dass die Transformation mit der Fokussierung auf Bystronic wie geplant voranschreite. Die Kommunikation weiterer Umsetzungsschritte soll anlässlich der Bilanzmedienkonferenz im März erfolgen (awp)


Die Schilthornbahn AG haben im vergangenen Jahr wegen der Coronapandemie 50 Prozent weniger Gäste verzeichnet. Obwohl vor allem im Juli und August viele einheimische Gäste auf das Schilthorn kamen, konnten die fehlenden Gäste aus dem Ausland nicht kompensiert werden, wie die Bahnbetreiberin am Mittwoch mitteilte. Dabei habe das Jahr noch sehr vielversprechend begonnen und man habe für die Wintersaison 2019/2020 mit einer Rückkehr zu den Rekordwerten von 2007/2008 gerechnet. Ab Mitte März wurden diese Erwartungen wegen des verordneten Lockdowns allerdings jäh abgebremst, wie es weiter hiess. Nach der Wiedereröffnung seien auch noch wetterbedingte Besucherschwankungen hinzugekommen. Somit brachen die Besucherfrequenzen im gesamten Jahr um die Hälfte ein.

Weniger Besucher in Restaurants
Gelitten haben laut der Mitteilung auch die Gastronomiebetriebe. Deren Ertrag sank gegenüber 2019 um rund 65 Prozent. Das ist einerseits auf die Schliessung während des Lockdowns zurückzuführen. Andererseits durfte aber auch nach der Wiedereröffnung nur noch eine kleinere Anzahl an Gästen die Restaurants besuchen. Die strengen Restriktionen hätten auch dazu geführt, dass deutlich weniger Besucher das Drehrestaurant Piz Gloria besuchten. „Es wurde deutlich, dass Schweizer Gäste einen Schilthorn-Besuch unbedingt mit einem Essen im Drehrestaurant verbinden wollen“, hiess es. Ansonsten werde der Besuch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Beim Geschäftsbereich Merchandising und Shops verzeichnete das Unternehmen ebenfalls einen massiven Umsatzrückgang von 45 Prozent. Das liegt laut der Mitteilung an den ausbleibenden Gästen aus dem Ausland. Mit einem Umsatz von knapp 1,2 Millionen Franken sei man wieder auf das Niveau von 2014 zurückgefallen, hiess es.

Einzig Hotellerie mit erfreulicher Entwicklung
Erfreut zeigten sich die Verantwortlichen der Schilthornbahn allerdings über die Entwicklung in der Hotellerie. Das Hotel Alpenruh in Mürren musste zwar während des Lockdowns den Betrieb schliessen, im Rest des Jahres seien die Gästezahlen gegenüber dem Vorjahr allerdings stabil geblieben.

Auch im Ende 2019 neu erworbenen Hotel Blumental seien die Hotelzimmer in den Sommerferien gut ausgelastet gewesen. Es wurde allerdings nach dem Lockdown als Niederlassung des Hotel Alpenruh ohne eigene Küche in Betrieb genommen.

Schilthornbahn 20XX auf Kurs
Das Bahnprojekt „Schilthornbahn 20XX“ befindet sich laut der Mitteilung weiterhin auf der Zielgeraden. Nachdem im November die letzten Einsprachen gegen das Projekt zurückgezogen wurden, rechnet die Schilthornbahn im Frühsommer 2021 mit der Genehmigung der Überbauungsordnung durch den Kanton Bern sowie der Plangenehmigung durch das Bundesamt für Verkehr. Der Baubeginn werde allerdings von der Dauer und den Auswirkungen der Coronapandemie abhängen, hiess es. (awp)


Die Clientis Bank Aareland ist im Jahr 2020 gewachsen. Der Gewinn ging indessen leicht zurück. Unter dem Strich stand nach einer Zuweisung an die Reserven ein Jahresgewinn von 1,10 Millionen Franken nach 1,13 Millionen im Jahr 2019, wie die Regionalbank am Freitag mitteilte.

Der Geschäftserfolg fiel um beinahe 15 Prozent auf 2,25 Millionen Franken zurück und der Bruttogewinn nahm um 14 Prozent auf 3,86 Millionen ab. Allerdings hätten im vorangegangenen Jahr Sondereffekte die Ergebnisse begünstigt, schreibt die Bank Aareland.

Im Zinsengeschäft, dem Hauptertragspfeiler, nahm der Netto-Erfolg um leichte 0,5 Prozent auf 7,66 Millionen Franken zu. Dabei seien die Ausleihungen in der Bilanz um 4,4 Prozent auf 633 Millionen Franken gewachsen. Und die Kundengelder legten mit knapp 10 Prozent auf 585 Millionen noch kräftiger zu.

Den Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte die Bank zum „starken Vorjahr“ auf 1,01 Millionen Franken halten, während der übrige ordentliche Erfolg auf 0,65 von 1,21 Millionen absackte. Hier hätten sich Bewertungskorrekturen auf Finanzanlagen bemerkbar gemacht, hiess es.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich nur unwesentlich auf 5,8 Millionen Franken und liege im Rahmen des Budgets. Damit verbleibe das Cost-/Income-Ratio mit 60 Prozent auf tiefem Niveau, so die Mitteilung weiter.

Mit Blick nach vorn will die Aareland Bank die Abhängigkeit vom Zinsdifferenzgeschäft, das noch immer rund 80 Prozent der Erträge ausmacht, reduzieren. Dazu werde in die Anlageberatung investiert. Ende 2020 öffnete im aargauischen Erlinsbach das „Beratungszentrum Aareland“ seine Tore. Und mit dem Zuzug von Andrea Falkenberg Anfang November sei die Anlagekompetenz gestärkt worden. Insgesamt beschäftigt die Bank knapp 30 Mitarbeitende. (awp)

Ausblick
Nach einem eher lustlosen Start in die neue Handelswoche darf mit einem ruhigen Marktgeschehen gerechnet werden. Nach wie vor dürften einige Unternehmen ihre Jahresabschlüsse präsentieren. (ZKB/mc/pg)


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