Ausserbörslicher Handel ZKB: Funke von Hauptbörsen springt noch nicht auf ausserbörslichen Markt

Ausserbörslicher Handel ZKB: Funke von Hauptbörsen springt noch nicht auf ausserbörslichen Markt

Marktbericht

Zürich – Im ausserbörslichen Handel der ZKB haben die Volumen und die Anzahl der Abschlüsse in der vergangenen, insgesamt sehr ruhigen und ereignislosen Handelswoche ein tiefes Niveau erreicht. Der positive Funke an den Hauptmärkten sei noch nicht auf den ausserbörslichen Markt hinüber gesprungen, so ein Händler.

So fiel das Gesamtvolumen auf knapp 0,28 Millionen nach 0,95 Millionen Franken in der Vorwoche. Die Anzahl der Abschlüsse verringerte sich auf 40 von 48. Der ZKB KMU-Index sank ebenfalls, um 0,3 Prozent auf 1’054,04 Punkte.

Kein einziger Titel schaffte es über die Umsatzmarke von 100’000 Franken. Den grössten Umsatz generierten NZZ mit 73’850 Franken in sieben Transaktionen. Regiobank Solothurn setzten in drei Trades 43’290 Franken um.

Mit Holdigaz (+3,2%) und Prescious Woods (+2,8%) gab es nur gerade zwei Gewinner. Vorwochengewinner Weisse Arena war in der berichtsrelevanten Handelsperiode mit einem Minus von 6,7 Prozent deutlichster Verlierer. Dahinter büssen Cham Group 2,2 Prozent, Weleda 1,8 Prozent und WWZ 0,8 Prozent ein.

Unternehmensnachrichten

Die SGV Gruppe, die unter anderem die Vierwaldstättersee-Schiffe betreibt, hat im vergangenen Geschäftsjahr erneut einen Rekordumsatz eingefahren. Er belief sich auf 86,1 Millionen Franken – das sind 5,8 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.

Nach Abschreibungen von 8 Millionen Franken resultiert ein operatives Ergebnis (EBIT) von 3,2 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 3,5 Millionen Franken, wie die SGV Gruppe am Dienstag mitteilte.

Die Nettoinvestitionen betrugen im vergangenen Jahr 8,6 Millionen Franken. Trotz der hohen Investitionstätigkeit und der Rückzahlung alter Darlehen aus dem Jahre 1978 im Umfang von 0,4 Millionen Franken erreichte der Bestand an flüssigen Mitteln Ende letzten Jahres 12,3 Millionen Franken. Die SGV Gruppe beschäftigte 676 Mitarbeiter.

Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) AG, eine der verschiedenen Gruppengesellschaften der SGV Gruppe, erzielt im Berichtsjahr einen Umsatz von 36,6 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 37,7 Millionen Franken.

Die Zahl der Passagiere sank um knapp fünf Prozent. Entsprechend liege auch der Verkehrsertrag mit 33,4 Millionen Franken um 3,7 Prozent hinter dem Rekordjahr 2018. Zu erwähnen sei, dass im ersten Halbjahr 2018 die neue Verkehrserschliessung zwischen Luzern und Kehrsiten-Bürgenstock in Rechnung der SGV AG und nicht in der Rechnung der SGV Express AG abgebildet worden sei, heisst es weiter.

Das zweite Geschäftsjahr der SGV Express AG schliesse mit dem erwarteten negativen Ergebnis ab, heisst es weiter. Die Schiffsgastronomie Tavolago AG weist ein Umsatzwachstum von 32,5 Millionen Franken auf 35,6 Millionen Franken aus. Und der Schiffbauer Shiptec erwirtschaftete einen Rekordumsatz und einem Betriebsertrag 20,3 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 19,1 Millionen Franken.

Hoffen auf den 8. Juni
Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus wurde auch die touristische Schifffahrt der SGV AG und der SGV Express AG sowie die Gastronomiebetriebe der Tavolago AG geschlossen. Die SGV Gruppe sei aktuell gut finanziert und die Liquidität sei auch dank der Kurzarbeitsentschädigung bis auf weiteres gesichert, schreibt das Unternehmen. (awp)

Die Tavolago AG eröffnet ab Donnerstag einzelne Gastronomiebetriebe. Die SGV AG hofft ab 8. Juni den touristischen Schiffsbetrieb wieder schrittweise hochfahren zu können.

Die sitEX Properties Holding AG bereitet die Platzierung einer Anleihe über CHF 50 Mio. vor und führt den dritten Aktienrückkauf durch.

Die inhabergeführte Immobiliengesellschaft mit Fokus auf die beiden Kernmärkte Nordwestschweiz und Zentralflorida hat soeben ihren Geschäftsbericht veröffentlicht und darin die Aktionäre über das erfreuliche Geschäftsergebnis 2019 informiert. Der Reingewinn betrug CHF 13.88 Mio., was einer Steigerung um 55% im Vergleich Vorjahr entspricht. Daraus resultierte ein Gewinn pro Aktie von CHF 6.03 und eine Eigenkapitalrendite von 10.6%. Gleichzeitig konnte die Eigenkapitalquote von 38,2% auf 44.2% weiter erhöht werden.

Der Verwaltungsrat hat in den letzten vier Jahren die Gesellschaft strategisch neu ausgerichtet und in den letzten beiden Jahren eine grosse Entwicklungspipeline aufgebaut. Der CEO der Gesellschaft Beat Kähli sagt hierzu: «Die Diversifikation auf die Märkte Nordwestschweiz und Zentralflorida sollen ein starkes Fundament bieten, damit wir unseren Aktionären auch im kommenden Jahr ein positives Resultat präsentieren können. Dabei müssen jedoch auch Rückschläge – die Coronakrise gehört dazu – stets einkalkuliert werden. Der Verwaltungsrat der sitEX Properties Holding AG erachtet deshalb als wichtig, gerade in erfolgreichen Jahren Reserven aufzubauen sowie der Eigenkapitalquote als auch der Liquidität hohe Bedeutung beizumessen.»

Im Hinblick auf die Entwicklungspipeline und um die Liquiditätsziele der Gesellschaft zu erreichen, hat der Verwaltungsrat seit Herbst 2019 verschiedene Ideen geprüft, um von den historisch tiefen Zinsen am Kapitalmarkt zu profitieren. Dr. Christoph Stutz, Verwaltungsratspräsident von sitEX, informiert hierzu: «Wir sind sehr erfreut, dass der Bankrat der Basel-Landschaftlichen Kantonalbank (BLKB) am 18.03.2020 die Gewährung einer Garantie für eine nächstens zu emittierende Anleihe über CHF 50 Mio. mit einer Laufzeit von fünf Jahren genehmigt hat. Es handelt sich bei dieser von der BLKB garantierten Anleihe um ein Novum auf dem schweizerischen Kapitalmarkt.»

Im Rahmen der Einladung zur Generalversammlung vom 3. Juni 2020, welche dieses Jahr aufgrund der Coronakrise leider ohne Aktionäre stattfinden muss, informiert der Verwaltungsrat, dass im Juni 2020 der dritte Aktienrückkauf in Folge durchgeführt werden soll. Diese Art der Ausschüttung ermöglicht es der Gesellschaft anstehende Wachstumsprojekte teilweise mit Aktien zu vergüten und den Aktionären eine steuergünstige Alternative zur klassischen Dividende zu offerieren. Die Ausschüttungsquote bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 6% der ausgegebenen Aktien. Der Rückkaufpreis beträgt CHF 76.- pro Aktie. Dieser Wert entspricht dem derzeitigen Kurs der sitEX-Aktie auf der eKMU-X Plattform der ZKB sowie dem Steuerwert 2019. Jeder Aktionärin und jedem Aktionär steht es offen, an diesem Aktienrückkauf zu partizipieren. Das Aktienkapital der sitEX Properties Holding AG bleibt unverändert und wird nicht um die zurückgekauften Aktien herabgesetzt. Die Generalversammlung vom 3. Juni 2020 wird über dieses Traktandum befinden. Die Gesellschaft wird den Rückkauf selbst organisieren und die Aktionäre entsprechend informieren und instruieren.

Die Immobiliengesellschaft Schützen Rheinfelden hat im Geschäftsjahr 2019 einen stabilen Gewinn erwirtschaftet. Aufgrund des anhaltend hohen Finanzbedarfs für Umbauarbeiten und coronabedingter Unsicherheiten wird dennoch ein Dividendenverzicht vorgeschlagen.

Der Mietertrag erhöhte sich 2019 um 0,2 Prozent auf 2,9 Millionen Franken, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Unter dem Strich resultierte ein stabiler Reingewinn von 173’000 Franken.

In ersten Jahr des Umbaus des Hauses „Schützen“ seien bereits 8,3 Millionen Franken investiert worden, heisst es weiter. Zur Finanzierung seien die Hypotheken um 4,9 Millionen Franken und die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 1,7 Millionen erhöht worden. Weitere 1,7 Millionen stammten aus dem operativen Geschäft. Damit reduzierte sich die Eigenkapitalquote auf 24,4 von 28,3 Prozent.

Der Verwaltungsrat habe entschieden, sämtliche zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel für die Bewältigung der Coronakrise zu verwenden, heisst es. Deshalb wird der Generalversammlung vorgeschlagen, auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. Im vergangenen Jahr war noch eine Dividende von 40 Franken je Aktie der Kategorie mit dem Nominalwert 870 Franken entrichtet worden. (awp)

CKW lanciert Schnellladestation mit Strom direkt von der Trolleybus-Oberleitung.

Nachhaltiger Strom von der Bus-Leitung für nachhaltige Mobilität im urbanen Raum. CKW realisiert gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben Luzern AG (VBL) und der AVIA Schätzle AG eine ganz besondere neue Schnellladestation für E-Autos im Raum Luzern. Auch der Bund unterstützt das Projekt. (Medienmitteilung)

Ausblick

Die nun laufende Handelswoche dürfte wiederum in sehr ruhigen Bahnen verlaufen, nicht zuletzt aufgrund des Auffahrt-Feiertages. (ZKB/mc/ps)


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