Ausserbörslicher Handel ZKB: Geringere Anzahl Abschlüsse – tiefere Volumen

Ausserbörslicher Handel ZKB: Geringere Anzahl Abschlüsse – tiefere Volumen

Marktbericht

Zürich – Die Volumen und die Anzahl der Abschlüsse im ausserbörslichen Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) sind in der vergangenen Handelswoche deutlich zurückgegangen. Die wenigen Unternehmensneuigkeiten vermochten die entsprechenden Titel nicht zu bewegen. Der eKMU-X Index schloss einmal mehr praktisch unverändert auf 1’036,68 Punkten (-0,1%).

Das Gesamtvolumen verringerte sich um fast 38 Prozent auf 0,81 Millionen Franken. Und die Anzahl der Transaktionen ging auf 54 von 84 zurück.

Wochengewinner Rigi Bahnen legten um 6,3 Prozent um. Möglich, dass sie vom schönen Wetter profitieren. In vier Abschlüssen wurden jedoch nur knapp 20’000 Franken generiert. Cham Group avancierten um 2,0 Prozent. In fünf Trades setzten sie rund 40’000 Franken um. Holdigaz (+1,3%) und SGV Holding (+0,9%) wiesen derweil keine nennenswerte Volumen aus.

Bei den Verlierern überzeugten einzig sitEX Properties und Regiobank Solothurn mit Volumen. Beide verloren je 1,3 Prozent. sitEX Properties setzten mit knapp 300’000 Franken am meisten um in der vergangenen Handelswoche. Das Immobilienunternehmen beendete am 6. Juli sein Aktienrückkaufprogramm. Regiobank Solothurn erzielten fast 50’000 Franken. Der grösste Kursverlust ging auf das Konto der Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen (-7,8%). Precious Woods verloren 2,2 Prozent.

Hinter sitEX Properties generierten WWZ ein Volumen von knapp 230’000 Franken. Ansonsten schaffte es kein weiterer Titel über die Umsatzmarke von 100’000 Franken.

Unternehmensnachrichten

Im Rahmen einer Kapitalerhöhung der Société Suisse des Explosifs (SSE) erhöht die an der Schweizer Börse SIX kotierte Beteiligungsgesellschaft Nebag in ihren Anteil an der SSE-Gruppe auf mindestens 4 Prozent, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

SSE plant 3,92 Millionen Franken an frischem Kapital aufzunehmen. Dazu hat der Verwaltungsrat des Sprengstoffherstellers beschlossen, 1’400 Aktien zum Emissionspreis von 2’800 Franken je Aktie auszugeben. Und die Nebag AG hat sich dazu verpflichtet, die Kapitalerhöhung mit dem Kauf von mindestens 600 der 1’400 neuen Aktien (1,69 Mio Fr.) zu unterstützen.

Somit wird Nebag AG die eigene Beteiligung von 1,8 auf mindestens 4 Prozent und damit zu den zehn grössten Aktionären der SSE Gruppe. Darüber hinaus agiert Nebag dem Communiqué zufolge als „Underwriter“, der fest 5/7 der Kapitalerhöhung garantiert.

Die Aktienzeichnung sei allgemein vornehmlich für bestehenden Aktionäre gedacht, teilte SSE am gestrigen Mittwoch mit. Bei starker Nachfrage behält sich der SSE-Verwaltungsrat zudem vor, die Anzahl neuer Titel zu erhöhen, ohne jedoch ein Total von 2’000 neuen Aktien zu übersteigen.

SSE will Feinchemie-Sparte stärken
Das frische Kapital soll gemäss Mitteilung der SSE insbesondere in die Feinchemie-Sparte „Valsynthese“ investiert werden. Im Rahmen eines auf vier Jahre ausgelegten Projekts soll sich Valsynthese als Partner im Bereich hochenergetischer chemischer Reaktionen etablieren. Geschätzt dürften sich die Investitionen dazu insgesamt auf 6 Millionen Franken belaufen, so die Gruppe.

Mit rund 10 Prozent ist der Umsatzanteil der Feinchemie an der SSE-Gruppe relativ klein. Idealerweise will die Gruppe den Anteil in den nächsten 3 bis 4 Jahren auf 20 bis 25 Prozent steigern, wie Daniel Antille, Delegierter des Verwaltungsrats, im Februar im Gespräch mit AWP erklärte.

Sollten es jedoch zu Zukäufen im Sprengstoff-Bereich kommen, könnte sich dieses Ziel nach hinten verschieben. Es sei aber nie gut, wenn ein Segment über lange Zeit bei nur 10 Prozent bleibt, so Antille damals weiter. (awp)

Repower erwartet ein gutes Halbjahresergebnis
Trotz schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen erwartet die Repower AG in diesem Jahr ein gutes Halbjahresresultat. Die genauen Zahlen werden im Rahmen der Präsentation des Halbjahresergebnisses am 19. August 2020 bekanntgegeben. Für das gesamte Jahr 2020 werden aufgrund der aktuellen Unsicherheiten (Covid-19) keine Aussagen gemacht. (Medienmitteilung)

Thomas Baumgartner, VR-Präsident des Baudienstleisters Weiss+Appetito, sieht sein Unternehmen kaum von der Corona-Pandemie betroffen. „Die Gruppe ist bisher sehr gut durch die Krise gekommen“, sagte er in einem Interview mit „Schweizeraktien.net“. „Während des Lockdowns haben wir zu 90 Prozent durchgearbeitet.“

Der Umsatz nach den ersten fünf Monaten des Jahres liege gar über den Vorjahreszahlen und auch der operative Gewinn habe sich gut entwickelt. Da der Umsatz nicht weggebrochen sei, seien auch auf der Kostenseite nur wenig Massnahmen getroffen worden. Die vorsorglich angemeldete Kurzarbeit sei kaum beansprucht worden, ebenso wenig Corona-Notkredite.

Für das Gesamtjahr 2020 sieht er das Unternehmen wegen zahlreicher noch laufender Projekte „grundsätzlich gut gerüstet“. Die grosse Frage sei aber, wie sich das Investitionsverhalten in Zukunft entwickle. „Einige Unternehmen schieben grosse Investitionen auf oder haben sich gar einen Investitionsstopp verordnet. Setzt sich diese Entwicklung fort, werden wir dies 2021 oder spätestens 2022 zu spüren bekommen“, so Baumgartner. (awp)

Der Baselbieter Stromproduzent Aventron hat seine Kapitalerhöhung abgeschlossen. Insgesamt seien Bareinlagen von 55,2 Millionen Franken getätigt worden, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Knapp 5,26 Mio neue Namenaktien mit einem Ausgabewert von 10,50 Franken wurden gemnach gezeichnet. Die Marktkapitalisierung hat damit einen Wert von rund 515 Millionen erreicht.

Unter anderem hat sich den Angaben zufolge die Crédit Mutuel Equity mit 30 Mio Franken an Aventron beteiligt und damit 5,8 Prozent der Anteile erworben. Aber auch langjährige Aktionäre hätten sich an der Kapitalerhöhung beteiligt.

Die neuen Aktien sind ab dem 7. Juli über die OTC-X der Berner Kantonalbank handelbar und für das Geschäftsjahr 2020 voll dividendenfähig.

Das „erfreuliche Ergebnis“ sei ein klares Zeichen des Vertrauens in die Positionierung, Entwicklung und Strategie, so die Mitteilung weiter. Ursprünglich hatte Aventron insgesamt 6,2 Millionen Aktien ausgeben und damit 65 Millionen Franken einnehmen wollen. Die Kapitalerhöhung war von der Generalversammlung am 16. April abgesegnet worden.

Ausblick

Ferienbedingt rechnen wir mit einer ruhigen und impulslosen Handelswoche. (ZKB/mc/ps)


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