Ausserbörslicher Handel ZKB: Höhere Volumen bei geringerer Handelsaktivität

Ausserbörslicher Handel ZKB: Höhere Volumen bei geringerer Handelsaktivität

Marktbericht

Zürich (awp) – Im ausserbörslichen Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ist das Handelsvolumen in der vergangenen Woche gestiegen. Derweil schwächte sich die Handelsaktivität gemessen an der Anzahl der Abschlüsse ab. Nach wie vor gab es einige Neuigkeiten.

So nahm das Gesamtvolumen um 6,3 Prozent zu, während die Zahl der Transaktionen auf 68 von 93 in der Vorwoche sank. Der ZKB eKMU-X Index machte 0,2 Prozent gut auf 1’072,55 Punkte.

Der bevorstehende Börsengang der Montana Tech-Tochter Montana Aerospace beflügelte den Titel von Montana Tech. Mit einem Plus von 23 Prozent stand er zuoberst auf der Liste der Wochengewinner. Dahinter folgten RMH Regionalmedien mit einer Zunahme um 16 Prozent. Ebenfalls Avancen verzeichneten Rapid Holding mit +5,6 Prozent sowie Grand Resort Bad Ragaz mit +4,7 Prozent.

Die Verliererliste wurde angeführt von aventron mit einer Einbusse von 8,4 Prozent. Das Unternehmen teilte jüngst mit, dass es seine Windenergie-Produktion weiter ausbaue. So sollen in den nächsten Monaten insgesamt 28 Megawatt zusätzliche Windleistung in Deutschland, Frankreich und Norwegen ans Netz angeschlossen werden.

Hinter aventron folgten die nun in Bystronic umbenannte ehemalige Conzzeta mit einem Abschlag von 3,8 Prozent. Schweizer Zucker (3,5%) und Repower (-2,5%) waren die weiteren Wochenverlierer.

Das höchste Volumen verzeichneten sitEX Properties. Sie generierten in einem Trade über 400’000 Franken. Dahinter erreichten nur noch NZZ mit 363’000 Franken in neun Transaktionen einen nennenswerten Umsatz. Aktiv gehandelt wurden Montana Tech mit ebenfalls neun Abschlüssen sowie Repower mit fünf und mit vier Trades.

Unternehmensnachrichten

Die Wasserwerke Zug AG (WWZ) und die Tech Cluster Zug AG haben das Gemeinschaftsunternehmen Multi Energy Zug gegründet. Die Firma ist sowohl Entwicklungs- wie auch Betreibergesellschaft des CO2neutralen Gesamtenergiesystems des Technologieclusters im Norden der Stadt Zug, teilten die Unternehmen am Dienstag in einem Communiqué mit.

Multi Energy versorge das gesamte Innovationsquartier mit Wärme, Kälte, Strom, Elektromobilität und Kommunikation. Durch die Bündelung von Produktionsstandorten der V-Zug in vertikalen Fabriken würden auf dem Areal des Industriegüterkonzerns Flächen frei für die Ansiedlung von Zukunftstechnologien im Bereich Cleantech – vom Start-up über Industrieunternehmen bis hin zu technischen Schulen. Nebst der Versorgung aller Gebäude auf dem Areal könnten auch benachbarte Liegenschaften angeschlossen und mit Wärme und/oder Kälte beliefert werden, hiess es weiter.

Multi Energy Zug gehört den WWZ und der Tech Cluster Zug AG (vormals V-Zug Immobilien) je zur Hälfte. Geschäftsführer der Multi Energy Zug sei Roman Tschanz (37), Verwaltungsratspräsident sei Urs Rhyner (42). Im Verwaltungsrat sitzen des weiteren Vertreter der WWZ, der Tech Cluster Zug und der Metall Zug (awp)

Die Arosa Bergbahnen AG hat Zwischenbilanz gezogen: Der Umsatzrückgang von 4,9 Millionen Franken sei auf fehlende Beherbergungen und die geschlossenen Restaurants in der Pandemie zurückzuführen.

3,2 Millionen Franken weniger habe die Gastronomie eingebracht. Eine Million Franken würden in den Beherbergungen fehlen, so die Prognose für das Geschäftsjahr 2020/2021 von der Arosa Bergbahnen AG.

«Das schmerzt sehr», sagte Verwaltungsratspräsident Lorenzo Schmid am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dennoch sei man insgesamt mit einem hellblauen Auge davongekommen.

Tagestickets und Jahresabonnemente seien gut verkauft worden und dank den Kurzarbeit-Entschädigungen und dem Take-Away-Angebot werde man im September ein nahezu ausgeglichenes Geschäftsergebnis präsentieren können, so Schmid. Die Arosa Bergbahnen AG müssten keine Covid-Kredite beantragen.

Dass die Bergbahnen einen Rückgang von «nur» 4,9 Millionen Franken verkraften müssten, sei vertretbar, sagte der Verwaltungsratspräsident. Sie seien froh darüber gewesen, dass sie das Skigebiet Arosa-Lenzerheide durchgehend öffnen konnten.

Eine Prognose für die bevorstehende Sommersaison wagte Schmid noch nicht. Er sei vorsichtig. Der letzte Sommer sei aber «aussergewöhnlich» gewesen und dies nur dank vielen Schweizer Gästen. (awp)

Stadtcasino Baden – Die Gamanza Group AG wird unter den ihren beiden Aktionären neu aufgeteilt. Die Grand Casino Baden AG und Magnus Lindberg übernehmen jeweils zwei Geschäftsbereiche des Gaming-Softwareanbieters übernehmen. Sie werden diese für ihre jeweils spezifischen Zielgruppen weiterentwickeln.

Zwischen den beiden Parteien herrsche Konsens darüber, dass die Chancen mit einer Aufteilung und individuellen Entwicklung der Bereiche am besten genutzt würden, heisst es in einer Mitteilung des Casinobetreibers vom Freitag. So soll der Schwedische iGamingUnternehmer Magnus Lindberg die Geschäftsbereiche Spielentwicklung und Sportwetten übernehmen, während die Bereiche Player Account Management System und Customer Engagement Plattform and die Stadtcasino Baden Gruppe gehen.

Die Stadtcasino Baden-Gruppe hält über die Grand Casino Baden AG bereits 50 Prozent an der von Lindberg gegründeten Gamanza Group. Im Zuge der Aufteilung übernehme der Casinobetreiber rund 60 GamanzaMitarbeitende, die in Tochtergesellschaften in Slowenien und Costa Rica tätig seien. Rund 30 Mitarbeitende an den Standorten Serbien, Schweden und Malta sollen in Zukunft das Team von Magnus Lindberg ergänzen.
(awp)

Die Aluminium-Laufen AG hat im Geschäftsjahr 2020 einen deutlichen Umsatzrückgang erlitten und ist auf operativer Ebene in die roten Zahlen gerutscht. Im laufenden Jahr sieht es gemäss den Indikationen vom ersten Quartal aber wieder besser aus.

Der Umsatz ging letztes Jahr um knapp 20 Prozent auf 76,4 Millionen Franken zurück. Der Rückgang der Verkäufe sei von der Pandemie und vom tieferen Metalpreis geprägt gewesen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Das operative Ergebnis rutschte wegen Abschreibungen auf Sachanlagen von 2,1 Millionen Franken und einer Wertberichtigung bei der Tochtergesellschaft in Tunesien in der Höhe von 1,2 Millionen auf -0,4 Millionen in den negativen Bereich. Im Konzernergebnis sei die Wertberichtigung hingegen nicht relevant. Dieses wird deshalb inklusive eines Verlustes von 0,5 Millionen in Tunesien auf +0,3 Millionen beziffert.

Mit Blick auf das laufende Jahr sieht es hingegen wieder besser aus. Zwar seien die Märkte weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt, aktuell sei die Auftragslage jedoch sehr gut. Von einem tiefen Niveau ausgehend sei deshalb für 2021 mit einer gewissen Erholung zu rechnen, heisst es zum
Ausblick. (awp)

Aventron baut seine Windenergie-Produktion weiter aus. So sollen in den nächsten Monaten insgesamt 28 Megawatt zusätzliche Windleistung in Deutschland, Frankreich und Norwegen ans Netz angeschlossen werden, wie das Baselbieter Energieunternehmen am Montag mitteilte.

Den Angaben zufolge trug die Windenergie bereits im Jahr 2020 mehr als 50 Prozent zum Umsatz bei. Um das Portfolio weiter zu stärken, habe man nun vergangene Woche südlich von Berlin den Windpark Hellberge V mit 7 Megawatt erworben, so die Meldung. Dieser soll im Oktober 2021 den Betrieb aufnehmen und den bestehenden Windpark Hellberge III ergänzen.

Ausserdem seien die Montagearbeiten beim 8,0-Megawatt-Windpark im französischen La Chapelle Baloue abgeschlossen worden, heisst es weiter.

Auch die Bauarbeiten für den 12,6-Megawatt-Windpark im norwegischen Gismarvik schritten gut voran und die drei Windturbinen sollen noch im vierten Quartal dieses Jahres in Betrieb gehen. (awp)

Ausblick

Die Aktivitäten dürften in der nun laufenden Handelswoche auf ähnlichem Niveau bleiben. Nach wie vor lebt der Handel von Unternehmensnachrichten und bevorstehenden Jahresergebnissen. (ZKB/mc/ps)


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