Ausserbörslicher Handel ZKB: Hohes Niveau von 2017 im Jahr 2018 nicht gehalten

ZKB Nebenwerte

Zürich – Der ausserbörsliche Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) vermochte im Jahr 2018 das hohe Niveau von 2017 nicht halten. Sowohl die Handelsumsätze als auch die Anzahl der Abschlüsse sanken im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Grund für die Rückgänge sei nicht zuletzt der Wechsel von Zur Rose an die Schweizer Börse SIX Anfang Juli 2017, wie die ZKB in ihrem Jahresrückblick schreibt.

Im ersten ganzen Jahr ohne die Titel der Versandapotheke sanken die Volumen um 45,3 Prozent auf 103,2 Millionen Franken. Die Anzahl der Abschlüsse lag um 38,5 Prozent unter dem Vorjahr. Aufgrund der neuen gesetzlichen Bestimmungen durften nur noch die effektiven Abschlüsse, welche auf eKMU-X stattgefunden hatten, rapportiert werden. Dieser Umstand habe die Anzahl der Abschlüsse zusätzlich negativ beeinflusst, so die ZKB.

Der eKMU-X Index, der die grössten Gesellschaften beinhaltet, schloss das Handelsjahr auf 1’224,86 Punkten ab, was einem Minus von 10,2 Prozent entspricht. Der Grund für den Rückgang liegt gemäss ZKB auch in der neuen periodischen Zusammensetzung des Barometers. Durch dieses Vorgehen gäbe es mehr Schwankungen als beim statisch zusammengesetzten Vorgänger.

CKW als Jahressieger
Die Jahresgewinner und- Verlierer kamen aus verschiedenen Sektoren. Am deutlichsten legten die CKW-Papiere zu und zwar um gut 43 Prozent.

Auf Platz zwei der Jahresrangliste landeten die Aktien von SitEX Properties, die sich um 33,3 Prozent verteuerten.

Auch die Valoren der Rapid Holding (+32,6%) und der Precious Woods Holding (+31,2%) legten 2018 deutlich zu. Die Industriegruppe Rapid habe im vergangenen Jahr auf operativer und auf Dividenden-Ebene brilliert, heisst es weiter im Rückblick. Und auch der Edelholzverarbeiter habe mit positiven Nachrichten aufgewartet.

Von den positiven Neuigkeiten im Tourismussektor profitierten die Aktien der Schilthorn Bahnen (+29,3%) und der Weissen Arena (+20,3%).

Trotz der Schwierigkeiten im Schweizer Zuckermarkt wurden die Titel des Produzenten Schweizer Zucker rege mit einem relativ hohen Volumen gesucht. Bis zum Jahresende legten sie um 24 Prozent zu. Conzzeta mit grössten Verlusten

Auch auf der Verliererseite war keine Branchentendenz auszumachen. Die Conzzeta B-Aktie folgte ihrem an der SIX kotiertem Bruder in die Tiefe. Sie war denn auch mit einem Minus von 20,2 Prozent der grösste Verlierer des Jahres 2018.

Die Papiere der Lagerhäuser der Centralschweiz gingen um 19,7 Prozent zurück und diejenigen des EW Jona-Rapperswil sanken um 18,8 Prozent.

Auch die Zürcher Lokalwerte Zürichsee Fähre Horgen-Meilen (-16,7%), Reishauer N (-15,9%) und NZZ (-10,7%) wurden gemäss ZKB von den Investoren abgestraft. Dabei hätten aber Reishauer und NZZ sehr hohe Volumen erzielt.

Die Valoren der Auto AG Holding legten nach einem Anstieg von über 48 Prozent im Vorjahr – sie waren der Jahresgewinner 2017 – eine Verschnaufpause hin. 2018 verloren sie 11,7 Prozent.

NZZ setzt am meisten um
NZZ war mit fast 11 Millionen Franken umsatzstärkster Titel des Berichtjahres. Zudem verzeichneten sie mit 395 die höchste Abschlussanzahl.

WWZ generierten mit 10,6 Millionen Franken in 301 Trades den zweitgrössten Umsatz des Jahres 2018.

Die Reishauer-Namen- und Inhaberaktien schafften es mit fast 8,4 Millionen (67 Abschlüsse) respektive 8,1 Millionen Franken (61 Abschlüsse) auf die Positionen drei und vier der Rangliste mit den höchsten Volumen.

Bergbahnen zum Jahresbeginn im Fokus
Zum Beginn des nun angelaufenen Jahres 2019 dürften die Bergbahnen im Fokus stehen. Die Schweizer Seilbahnbranche zeigte sich jüngst erfreut über den Start in die Wintersaison 2018/19. Gemäss dem Saison-Monitoring des Verbands Seilbahnen Schweiz zählten die Schweizer Seilbahnen von November bis Ende Dezember 2018 sechs Prozent mehr Gäste als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Auch der Umsatz aus dem Personentransport lag 10,6 Prozent über dem Fünf-JahresSchnitt.

Wochennews
Die Schweizer Seilbahnbranche ist erfreut über ihren Start in die Wintersaison. In den meisten Schweizer Wintersportorten herrschte über die Festtage Hochbetrieb, wie es in einer Mitteilung vom vergangenen Freitag heisst.

Gemäss dem Saison-Monitoring des Verbands Seilbahnen Schweiz zählten die Schweizer Seilbahnen von November bis 31. Dezember 2018 sechs Prozent mehr Gäste als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Auch der Umsatz aus dem Personentransport liegt 10,6 Prozent über dem Fünf-Jahres-Schnitt. Das Saison-Monitoring basiert auf einer Stichprobe von rund 50 Skigebieten.

Selbst im Vergleich zum bereits sehr guten Saisonauftakt vor einem Jahr konnten das Wallis und das Bündnerland nochmals zulegen. Die Voralpenregionen dagegen liegen hinter dem Vorjahr zurück. Dies, weil heuer der Wintereinbruch sehr spät erfolgt ist, während vor Jahresfrist ausserordentlich früh viel Schnee bis in tiefe Lagen gefallen war.

Dass für die kommenden Tage nun Schneefälle bis in tiefere Lagen angekündigt sind, werde die Verantwortlichen der Voralpen-und Juragebiete speziell freuen, heisst es im Communiqué des Verbands Seilbahnen Schweiz. (Quelle: awp)

Ausblick
Die Turbulenzen an den Hauptmärkten könnten die Aktivitäten im ausserbörslichen Segment positiv beeinflussen, schreibt die ZKB abschliessend mit Blick voraus. So seien die Kursbewegungen im Nebenwerte-Markt trotz geringer Liquidität nicht so volatil wie an den Hauptmärkten. In wenigen Wochen werden zudem die ersten KMUs ihre Zahlen veröffentlichen. Dies dürfte für weitere Spannung im Segment sorgen. (ZKB/mc/ps)


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Zusätzliche Informationen zum ZKB eKMU-X Index wie

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