Ausserbörslicher Handel ZKB: Kurse wenig verändert

Ausserbörslicher Handel ZKB: Kurse wenig verändert

Marktbericht

Zürich – Der ausserbörsliche Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) stagnierte in der Berichtswoche mit niedrigen Volumen und wenig veränderten Kursen. Während die Anzahl Transaktionen von 75 auf 67 zurückging, nahmen die Umsätze mit 1,24 Millionen Franken leicht zu. Der eKMU-X Index schloss mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 1’052,61 Punkten.

Grösster Wochengewinner war die Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen mit einem Plus von 4,2 Prozent. Dahinter schlossen die Pilatus-Bahnen mit einem Gewinn von 3,8 Prozent, gefolgt von Espace Real Estate (+1,8%) und CKW (+1,7%).

Auf der Verliererseite gaben Repower mit einem Verlust von 5 Prozent am stärksten nach. Auch Griesser Holding (-2,7%), sitEX Properties Holding (-2,0%) und Precious Woods (-0,5%) büssten an Wert ein.

Die grössten Umsätze verzeichnete WWZ mit 548’000 Franken aus 7 Abschlüssen vor der NZZ mit 130’000 Franken aus ebenfalls 7 Trades. Knapp unter der 100’000er Grenze generierte sitEX Properties Holding ein Volumen von 99’000 Franken in 6 Transaktionen.

Unternehmensnachrichten

Die Energiegruppe CKW hat im Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende September) weniger verdient. Der Betriebsgewinn (EBIT) fiel um einen Drittel auf 124,4 Millionen und der Reingewinn in ähnlichem Ausmass auf 104,1 Millionen Franken, wie die Axpo-Tochter am Mittwoch mitteilte.

Grund für den Gewinnrückgang bei der CKW waren in erster Linie Sondereffekte. Im Vorjahr habe eine Neubewertung der Produktionsanlagen das operative Ergebnis mit 87,7 Millionen Franken begünstigt, schreibt die CKW. Darüber hinaus sei 2019/20 die Rendite auf dem Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (Stenfo) tiefer ausgefallen.

Positiv schlug dagegen eine regulatorische Anpassung in der Grundversorgung zu Buche. Dadurch konnten Rückstellungen in Höhe von 41,6 Millionen Franken aufgelöst werden. Ohne die genannten Sondereinflüsse wäre der Betriebsgewinn der Gruppe gegenüber Vorjahr um 11,3 Millionen Franken angestiegen.

Die Gesamtleistung der Gruppe stieg derweil um 6 Prozent auf 820,4 Millionen, während der Stromabsatz um 4,5 Prozent auf 5,87 Millionen Kilowattstunden zurückging. Gut habe sich trotz sinkender Energiepreise als Folge der Coronakrise das Segment Energie entwickelt.

Das Segment Netze erzielte derweil einen zum Vorjahr stabilen EBIT, wobei der Fokus auf dem Rollout „intelligenter“ Stromzähler im Versorgungsgebiet liege. Und das Servicegeschäft litt im Frühling unter den Lockdown-Massnahmen, konnte sich aber ab Sommer gut davon erholen, wie die CKW schreibt.

Im neu angelaufenen Geschäftsjahr wollen die Innerschweizer weiter in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren. Demnächst soll das Konzessions-und Baugesuchgesuch für das Kleinwasserkraftwerk Waldemme in Flühli beim Luzerner Regierungsrat eingereicht werden. Das Werk soll dereinst Strom für 1’500 Haushalte produzieren.

Zudem befinde sich das Kraftwerk Palanggenbach der Tochter EWA im Bau, und die Werke Schächen und Erstfeldertal hätten die Produktion bereits aufgenommen. Weitere Kraftwerke wie jene im Urner Meiental sowie der Windpark Lindenberg befänden sich zudem in der Projektierungsphase. Auch sie sollen künftig einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen in der Schweiz liefern.

Veränderungen gibt es im Verwaltungsrat. Anlässlich der Generalversammlung vom 29. Januar werden Heidi Zgraggen und Jörg Schnyder aus dem Rat austreten. Neu sollen Dimitri Moretti, Regierungsrat Kanton Uri, sowie Anita Eckardt, Leiterin Division Specialities beim Baukonzern Implenia, ins Gremium gewählt werden. Zudem schlägt der Verwaltungsrat den Aktionären die Auszahlung einer unveränderten Dividende von 3,00 Franken vor (awp)

Opernhaus Zürich: Schwierige Saison nach anfänglichen Rekordzahlen: Sowohl in der Sparte Oper (von 88,9 auf 92 Prozent) wie auch an Liederabenden (von 66,8 auf 70,1 Prozent) und Philharmonischen Konzerten (von 88.5 auf 90 Prozent) war die Auslastung im Opernhaus Zürich gegenüber der vorigen Saison gestiegen. Dann hat die Coronakrise den Betrieb eiskalt erwischt.

Das Opernhaus Zürich zeigte in der verkürzten Saison 199 Vorstellungen (2018/19: 337). Die Zuschauerzahlen sind nach einem verheissungsvollen ersten halben Jahr insgesamt von 243’021 (2018/19) auf 140’569 gesunken. Entsprechend reduzierten sich auch die Vorstellungseinnahmen – diese lagen mit rund 15 Millionen Franken deutlich unter jenen des Vorjahres (26 Millionen).

Gestiegen sei dagegen die Auslastung auf der Hauptbühne, teilte das Opernhaus am Mittwoch in einem Communiqué mit – und zwar um 0,8 Prozent (von 90,2 auf 91 Prozent).

Mit Beginn des Lockdowns von Mitte März bis Anfang Juli befand sich das Opernhaus weitgehend in Kurzarbeit. Von der Arbeitslosenkasse kam eine finanzielle Unterstützung in der Höhe von 4 Millionen Franken.

Der Betrieb ist allerdings zu einer Rückstellung „Pandemie“ von 5,5 Millionen Franken zur Absicherung vor drohenden Verlusten aus belastenden Verträgen verpflichtet. Gesamthaft weist das Opernhaus Zürich für das Geschäftsjahr mit 167’000 Franken trotz allem einen geringeren Verlust als im Vorjahr (261’000 Franken) aus (awp)

Die Schilthornbahn AG verlegt den Hauptsitz nach 50 Jahren von Interlaken an einen neuen Standort. Die Direktion, das Marketing sowie das Betriebsbüro Mürren werden im Schulhaus Stechelberg untergebracht. Das ursprünglich geplante Projekt Schilthorn Lodge soll aber weiter laufen.

Der Umzug sei für den Sommer 2021 geplant, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das 2019 erworbene alte Schulhaus werde zuvor in den Winter- und Frühjahrsmonaten entsprechend umgebaut und aufgefrischt.

Per Juli 2021 werden den Angaben nach dann 12 bis 14 Arbeitsplätze in Stechelberg zusammengefasst. Mit dem Zusammenschluss der erwähnten Abteilungen sollen bisherige Doppelspurigkeiten eliminiert werden. Der Umzug soll nach der Generalversammlung bis Ende Juni 2021 erfolgen. Zusätzlich sei mittelfristig auch die Bündelung einer Reservationszentrale für Bahn, Hotels und Gastronomie vorgesehen.

Pläne für Schilthorn Lodge nicht begraben
Gemäss früheren Aussagen plante die Schilthornbahn für das Schulhaus Stechelberg eigentlich eine Lodge mit 90 Betten. Dieses Projekt sei aber „nicht vom Tisch“, wie es heisst. Die nun geplanten Büroräumlichkeiten sollen zukünftig in der neuen Talstation der Schilthornbahn 20XX integriert werden. Die Vollendung der Schilthorn Lodge soll daher zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Auge gefasst werden. (awp)

Ausblick

In der laufenden Woche dürfte der Handel weiterhin auf kleinem Feuer vor sich hin köcheln. Die Festtagsvorbereitungen rücken in den Vordergrund und Unternehmensnews sind nicht mehr zu erwarten. (awp) (ZKB/mc/ps)


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