Ausserbörslicher Handel ZKB KW 44: Ruhiger Handel ohne Impulse

Ausserbörslicher Handel ZKB KW 44: Ruhiger Handel ohne Impulse

Marktbericht

Zürich – Die Akteure im ausserbörslichen Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) blicken auf eine äusserst ruhige Handelswoche zurück. Die wenigen Unternehmensneuigkeiten lösten keine Bewegungen aus. Und der ZKB eKMU-X Index schloss ohne Volatilität auf dem gleichen Stand wie in der Vorwoche auf 934,70 Punkten.

Das Gesamtvolumen sank bei etwas mehr Abschlüssen (51 nach 40 in der Vorwoche) um gut 29 Prozent auf knapp 615’000 Franken.

Bei den Wochengewinnern stiegen Restaurant Pfannenstiel um 25 Prozent, dies jedoch in nur einem Abschluss. Die weiteren Kursgewinner Welinvest (+5,0%), Cham Group AG (+1,0%) und Thermalbad Zurzach (+1,0%) erzielten ihre Kursgewinne mit sehr kleinen Umsätzen.

Parkhotel Giessbach einziger Kursverlierer
Dasselbe Bild zeigte sich beim Kursverlierer Parkhotel Giessbach (-38,6%). In nur einem Abschluss wurden 43 Franken bezahlt, nach einem bezahlten Kurs von 70 Franken in der Vorwoche.

Bei den Volumen erreichten NZZ mit insgesamt 285’000 Franken in fünf Transaktionen fast die Hälfte des Gesamtvolumens. Alle weiteren Titel erzielten deutlich kleinere Umsätze: Cham Group setzten 60’900 Franken, Reishauer N 43’000 Franken und Acrevis Bank 42’788 Franken um.

Keine impulsgebende Neuigkeiten

Unternehmensnachrichten

Die Rigi Bahnen AG verzichtet darauf, der Gemeinde Weggis Aktien im Wert von 1,4 Millionen Franken zu verkaufen und im Gegenzug die Fahrpreise für deren Bürgerinnen und Bürger zu senken. Ein solches Vorgehen würde gegen die Gleichbehandlung der Aktionäre verstossen.

Der Plan, die Gemeinde am Bahnunternehmen zu beteiligen, geht auf das Jahr 2015 zurück. Damals unterzeichneten der Gemeinderat und die Rigi Bahnen AG eine entsprechende Absichtserklärung. Statt Dividenden hätte die Gemeinde Ermässigungen von 70 Prozent für Tickets erhalten sollen. Aus dem Aktienkauf werde nun aber nichts, wie die Gemeinde am Mittwoch mitteilte.

Die Bahnen würden auf den Verkauf verzichten, weil sie Chancen sehen würden, die Kapitalerhöhung auf dem freien Markt zu realisieren. Für die Gemeinde stand damals die Sanierung der Luftseilbahn zwischen Weggis und Rigi Kaltbad im Vordergrund. Für diese und andere Projekte wollten die Bahnen zusätzliches Geld beschaffen.

Für die Investition seitens der Gemeinde wäre eine Urnenabstimmung nötig gewesen. Diese entfällt nun, da die Bahnen auch deshalb auf einen Aktienverkauf verzichten, weil der vorgesehene Marketingvertrag hinsichtlich der Gleichbehandlung der Aktionäre rechtens nicht durchsetzbar sei.

Gemeinde vergünstigt Tickets trotzdem
Auf dieses Hindernis sei man im Rahmen der Covid-Pandemie von einem Revisor hingewiesen worden, sagte Frédéric Füssenich, CEO der Rigi Bahnen auf Anfrage. So würde nämlich die Gemeinde als Aktionärin dank Vergünstigungen auch dann profitieren, wenn das Unternehmen wegen schlechtem Geschäftsgang keine Dividenden ausschüttet.

Der Gemeinderat will aber für die Weggiser Bevölkerung die Fahrpreise trotzdem reduzieren, wie er in der Mitteilung schreibt. Dazu sollen jährlich 20’000 Franken in das Budget aufgenommen werden, um die Abo- und Ticketpreise zu reduzieren. Dies entspreche dem Betrag der damaligen Absichtserklärung.

Die Konzession für die Seilbahn läuft 2022 aus. Im März gaben die Bahnen bekannt, dass sie die Pläne für eine umstrittene neue Gondelbahn aus finanziellen Gründen sistieren. Die Kosten wurden ursprünglich auf 20 Millionen Franken geschätzt. Die Bahnen wollen in Kürze über das weitere Vorgehen informieren. (awp)

Wolken behindern Solarproduktion
Dank ihrer breiten Abstützung auf verschiedene Technologien liefern die Anlagen der ADEV-Gruppe zuverlässig Energie. Für einmal fliesst zwar etwas weniger Solarstrom, dafür laufen die Wasserkraftwerke auf Hochtouren.

Das regenreiche erste Halbjahr 2021 führte zu einem leichten Produktionsrückgang der ADEV-Solaranlagen um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die mittlere Energieausbeute im ersten Halbjahr 2021 steht aktuell bei 514 Kilowattstunden pro Kilowatt installierte Leistung (Vorjahr: 546).Zur verminderten Sonneneinstrahlung kam noch der Ausfall eines Wechselrichters in der Anlage auf dem St. Jakob-Park hinzu. Diese war deshalb nur zu 75 Prozent verfügbar. Alle anderen Anlagen zeichneten sich durch eine Verfügbarkeit von über 95 Prozent aus.

Endlich genug Wasser
Keine ADEV-Sparte profitierte derart vom regnerischen Wetter wie die Wasserkraftwerke. Sämtliche Kraftwerke hatten bis Ende Juni bereits mehr als die Hälfte der zu erwartenden Jahresproduktion erzeugt. Dass die Zahlen in der Grafik trotzdem hinter dem Vorjahr zurückbleiben, liegt daran, dass das Emmenwehr Biberist saniert wird und deshalb unser produktionsstärkstes Kraftwerk Untere Emmengasse komplett trocken lag. Der Kanal ist inzwischen wieder offen. Finanziell wird der Ausfall zwar vom Bund entschädigt – in der Halbjahres-Energiebilanz fehlen aber rund 2500 Megawattstunden Strom. Addiert man diese nicht produzierten, aber vergüteten 2500 Megawattstunden zu den effektiv produzierten 7000 Megawattstunden der anderen Kraftwerke hinzu, ergäbe sich die höchste Halbjahresproduktion seit 2018.

Rückbau von Windanlagen
In diesem Jahr nimmt die ADEV ihre beiden altgedienten, kleineren Windturbinen vom Netz. Die Anlage in Ettenheim wurde im ersten Quartal demontiert. Die Turbine auf dem Grenchenberg – unsere Pionieranlage aus dem Jahr 1994 – wird ebenfalls abgebaut und nach Polen verkauft. Beide Fundamente werden im Herbst rückgebaut und die Standorte rekultiviert. An beiden Standorten werden neue Windparks realisiert, jeweils mit der Auflage, die alten Anlagen abzubauen. Auch wirtschaftliche Faktoren spielten hinein: Auf dem Grenchenberg stand eine grössere Reparatur an, die kaum mehr zu amortisieren war. In Ettenheim lief die EEG-Vergütung nach 20 Jahren aus. Aufgrund dessen konnte der Strom nicht mehr wirtschaftlich verkauft werden. Somit bleiben der ADEV Windkraft AG bloss die Anlagen in St. Brais. Diese produzierten indes äusserst zuverlässig und haben bis Ende Juni bereits 4475 Megawattstunden der kalkulierten Jahresproduktion von rund 6760 Megawattstunden erreicht. Einmal mehr ein absolutes Rekordergebnis.

NZZ: Guido Schätti, derzeit bei Ringier als stellvertretender Chefredaktor «Blick» tätig, übernimmt per 1. April 2022 die Leitung des Ressorts Wirtschaft bei der «NZZ am Sonntag». Markus Städeli, der diese Funktion seit Jahresbeginn interimistisch ausgeübt hat, wird zum stellvertretenden Leiter des Wirtschaftsressorts berufen. Mit diesem starken Leitungsteam stellt sich die NZZ am Sonntag in einem Schlüsselressort auf für die digitale Zukunft und für die weitere Stärkung des renommierten Wochentitels (Medienmitteilung)

Beim Hersteller von Maschinen zur Blechbearbeitung Bystronic kommt es zum Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats. Auf Ernst Bärtschi folgt im April 2022 Heinz Baumgartner.

Bärtschi tritt per Generalversammlung am 26. April 2022 von seinem Amt als Verwaltungsratspräsident zurück, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dieser stand dem Verwaltungsrat seit 2014 vor. In dieser Zeit habe er die strategische Transformation der Conzzeta Gruppe zu Bystronic «massgeblich vorangetrieben». Sein Rücktritt erfolge aus Altersgründen und auf eigenen Wunsch.

Der als Nachfolger nominierte Baumgartner wurde im April dieses Jahres in den Verwaltungsrat gewählt. Seit 2008 führt er die Industriegruppe Schweiter Technologies als CEO und sitzt auch in deren Verwaltungsrat. Ende September gab er seinen Rückzug als Schweiter-Chef per Mai 2022 bekannt.

Des Weiteren schlägt der Bystronic-Verwaltungsrat die Wahl von Inge Delobelle als neues Mitglied in dem Gremium vor, wie es am Montag weiter hiess. Derzeit sei sie CEO Europa und Afrika bei TK Elevator, vormals Thyssenkrupp Elevator. Sie soll den Verwaltungsrat mit ihren Kenntnissen in den Bereichen Innovation, Service und Digitalisierung bereichern. (awp)

Ausblick

Der Handel ist nach wie vor sehr ruhig in die aktuell laufende Handelswoche gestartet und dürfte auch in diesem Modus weiterlaufen. (ZKB/mc/ps)


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