Ausserbörslicher Handel ZKB: Marktgeschehen in gemächlichen Bahnen

Ausserbörslicher Handel ZKB: Marktgeschehen in gemächlichen Bahnen

Marktbericht

Zürich – Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) blickt mit ihrem ausserbörslichen Handel auf eine ruhige Woche zurück. Sowohl die Volumen als auch die Anzahl Abschlüsse waren rückläufig. Und auch der Nachrichtenfluss schwächte sich merklich ab. Der eKMU-X Index legte derweil leicht um 0,3 Prozent auf 1’048,68 Punkte zu.

Als Wochengewinner mit einem Kursplus von 7,2 Prozent, jedoch ohne Umsatz, gingen Rigi Bahnen aus dem Markt. Repower stiegen bei knappen Volumen um 2,1 Prozent. Das Energieunternehmen erzielte im ersten Halbjahr 2020 ein gutes Ergebnis. Die Gesamtleistung lag bei 843 Millionen Franken und der Reingewinn im ersten Halbjahr belief sich auf 41 Millionen Franken. acrevis Bank legten um 1,8 Prozent zu und sitEX Properties um 1,2 Prozent. Auch bei diesen Titeln fielen die Umsätze bescheiden aus.

Wochenverlierer NZZ büssten 1,9 Prozent ein. Mit einem Umsatz von 182’865 Franken generierten die Aktien hinter dem volumenstärksten Titel Griston Holding (235’200 Fr.) das zweithöchste Volumen in der Berichtsperiode. Precious Woods verzeichneten ein Kursminus von 0,5 Prozent.

Abgesehen von NZZ und Griston schaffte es kein weiterer Titel über die Umsatzmarke von 100’000 Franken.

Unternehmensnachrichten

Die Klosters-Madrisa Bergbahnen blicken auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2019/20 (per 30. April) zurück. Der Umsatz ging auch wegen dem coronabedingt frühzeitigen Ende der Wintersaison zurück. Dank Kosteneinsparungen verbesserte sich zwar der operative Gewinn, unter dem Strich resultierte aber erneut ein Verlust.

Der Betriebsertrag sank nach einem „durchschnittlichen“ Sommer und einer vorzeitig beendeten Wintersaison um 11 Prozent auf 6,87 Millionen Franken, wie die Bergbahnbetreiberin am Dienstag mitteilte. Während der Verkehrsertrag um 6,5 Prozent auf 3,28 Millionen zurückging, brach der Gastronomieertrag um 15 Prozent auf 3,01 Millionen ein.

Das operative Betriebsergebnis (EBITDA) vervielfachte sich dagegen auf 0,88 Millionen von 0,16 Millionen im Vorjahr, wobei sich tiefere Personalkosten bemerkbar machten. Unter dem Strich blieb das Bergbahnunternehmen aber in der Verlustzone, auch wegen anhaltend hohen Abschreibungen. Allerdings konnte der der Verlust auf knapp 0,86 Millionen Franken nach einem Fehlbetrag von 2,4 Millionen im Vorjahr eingegrenzt werden.

Das im letzten Jahr eingesetzte Führungsteam habe in einem ausserordentlich schwierigen Umfeld auf verschiedenen Ebenen hervorragende Arbeit geleistet, lässt sich Verwaltungsratspräsident Veit de Maddelena in der Mitteilung zitieren. Mit der Senkung der Kosten sei man dem Ziel, die Finanzen auf eine solide Basis zu stellen, einen wichtigen Schritt nähergekommen.

Die Generalversammlung findet am 11. September ohne persönliche Teilnahme der Aktionärinnen und Aktionäre statt. Die Aktionärsrechte könnten über einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter ausgeübt werden. Alle Verwaltungsräte stellen sich der Wiederwahl (AWP)

Die Repower AG hat im ersten Halbjahr 2020 ein gutes Ergebnis erzielt. Das operative Ergebnis belief sich auf 68 Millionen Franken, der Gewinn liegt bei 41 Millionen Franken. Das Gas-Kombikraftwerk Teverola konnte in einem volatilen Markt gezielt Regelenergie anbieten und trug massgeblich zur Netzstabilität in Italien und zum guten Ergebnis bei. Die Stromproduktion der eigenen Wasserkraftwerke lag 20 Prozent über Vorjahr.

Die Repower AG hat im 1. Halbjahr 2020 die Coronakrise erfolgreich bewältigt. Das Unternehmen und die Mitarbeitenden haben sich schnell der neuen Situation angepasst und ein reibungsloses Funktionieren der Unternehmung und ihrer Geschäftsprozesse sichergestellt. Die Versorgungssicherheit war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

Die Gesamtleistung für das 1. Halbjahr 2020 liegt bei 843 Millionen Franken, das operative Ergebnis (EBIT) beläuft sich auf 68 Millionen Franken. Der Markt Schweiz trug im 1. Halbjahr einen EBIT von 18 Millionen Franken zum Ergebnis bei. Der Markt Italien erzielte einen EBIT von 56 Millionen Franken. Der Reingewinn im ersten Halbjahr beläuft sich auf 41 Millionen Franken. Die Eigenkapitalquote bleibt unverändert bei hohen 47 Prozent.

Die Nachfrage nach Strom und Gas war während der Coronakrise in der Schweiz und in Italien unterschiedlich eingebrochen. Als Folge des veränderten Stromkonsums kam es zu höheren Preisvolatilitäten. Ausserdem stiegen die Anforderungen an den Systemdienstleistungsmarkt. Das Gas-Kombikraftwerk Teverola (Italien) konnte in dieser Situation gezielt Regelenergie anbieten und trug im ersten Halbjahr erneut massgeblich zum guten Resultat bei.

Die Stromproduktion in der Schweiz war im ersten Semester 2020 überdurchschnittlich. Die eigenen Wasserkraftwerke lieferten 344 GWh (20 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2019), aus den Wasserkraftbeteiligungen resultierte eine Produktion von 362 GWh (+29 Prozent).

Die Gesamtinvestitionen der Repower AG im 1. Halbjahr 2020 beliefen sich auf 54 Millionen Franken. Der grösste Teil davon floss in neue erneuerbare Produktionsanlagen in Italien.

Die neuen Anlagen verfügen insgesamt über eine installierte Leistung von 14,3 MW Solarstrom. Repower baut damit ihre erneuerbaren Produktionskapazitäten gemäss ihrer nachhaltigen Wachstumsstrategie weiter aus. Mit etwas Verspätung erfolgte Ende Juni ausserdem der Baustart für die Gesamterneuerung des Wasserkraftwerks Robbia in der Valposchiavo. Es handelt sich dabei um die bis heute grösste Erneuerungsinvestition in der Geschichte des Unternehmens.

Im Sinne der Partnerstrategie hat sich Repower im Frühjahr mit sechs weiteren Energieversorgungsunternehmen zusammengeschlossen und die EVUlution AG gegründet. Ziel des neu gegründeten Unternehmens ist es, mit innovativen Produkten und Dienstleistungen für die komplexen Anforderungen der künftigen Energieversorgung gerüstet zu sein.

Repower wird weiterhin in erneuerbare Energiekapazitäten investieren und neue Möglichkeiten für Partnerschaften prüfen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2020 können aufgrund der aktuellen Unsicherheiten (Covid-19) keine Aussagen zum finanziellen Ergebnis gemacht werden (Medienmitteilung)

Ausblick

Auch die nun laufende Handelswoche bewegt sich bis anhin in gemächlichen Bahnen. Trotz des Ferienendes rechnen wir mit einer ereignislosen Handelswoche. Die Verschärfungen der Corona-Massnahmen in einigen Kantonen dürften dazu beitragen. Auf der Nachrichtenseite stehen weitere Halbjahresabschlüsse im Vordergrund. (ZKB/mc/ps)


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