Ausserbörslicher Handel ZKB: Ruhige Woche ohne hohe Wellen

Ausserbörslicher Handel ZKB: Ruhige Woche ohne hohe Wellen

Marktbericht

Zürich – Der ausserbörsliche Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) blickt auf eine sehr ruhige Woche zurück. Vereinzelte Nachrichten konnten keine hohen Wellen schlagen. Das Volumen sank um 47 Prozent auf 606’000 Franken und die Anzahl der Abschlüsse ging auf 49 von 68 zurück. Zulegen konnte derweil der eKMU-X Index, um 0,5 Prozent auf 1’079,41 Punkte.

Espace Real Estate führten die Liste der Kursgewinner an mit einem Plus von 4,8 Prozent auf 174 Franken. Das Immobilienunternehmen steigerte den Gewinn 2020 deutlich um über 30 Prozent auf 22,0 Millionen Franken. Der Leerstand der Renditeliegenschaften wurde über das gesamte Portfolio hinweg gesenkt auf 5,62 Prozent von 6,67 Prozent im Vorjahr. An die Aktionäre soll eine höhere Dividende von 5,25 Franken nach 4,75 Franken je Aktie ausbezahlt werden.

Schöne Kursgewinne verzeichneten in der vergangenen Handelswoche auch WWZ und Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft mit jeweils plus 3,8 Prozent. sitEX Properties legten um 1,9 Prozent zu. Auch dieses Immobilienunternehmen legte seine Jahreszahlen 2020 vor. Demnach erzielte es sein bisher bestes Ergebnis. So stieg der Gewinn nach Steuern und Minderheitsanteilen auf 26,8 Millionen Franken nach 13,9 Millionen im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg gar auf 41,6 Millionen Franken von zuvor 20,5 Millionen.

Bei den Verlierern rangierten die Valoren der SeeBeteiligungs AG mit einem Rückgang um 2,7 Prozent zuoberst. NZZ (-1,9%), acrevis Bank (1,3%) sowie die Plazza B-Aktie (-0,8 Prozent) komplettierten die Reihe der tiefer gehandelten Werte.

Die grössten Umsätze generierten WWZ mit 142’000 Franken, gefolgt von SIA-Haus mit 106’000 Franken. Diese beiden Werte lagen als einzige über der Schwelle von 100’000 Franken. Meistgehandelte Aktien waren Precious Woods mit acht Abschlüssen vor WWZ und NZZ mit je fünf Transaktionen.

Unternehmensnachrichten

Das Immobilienunternehmen Espace Real Estate hat 2020 den Gewinn deutlich gesteigert. An die Aktionäre soll entsprechend eine höhere Dividende von 5,25 Franken nach 4,75 Franken je Aktie bezahlt werden. Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen ein «solides» Ergebnis in Aussicht.

Dank ihrer vor Jahren eingeschlagenen Strategie, den Wohnanteil im Portfolio zu erhöhen, sei Espace Real Estate «gut» durch das von der Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020 gekommen, teilte die Gesellschaf am Dienstag mit. So stiegen aufgrund der erfolgreichen Erstvermietung von drei Wohnüberbauungen die Erlöse aus Vermietung um 7,3 Prozent auf 34,6 Millionen Franken.

Der Gewinn nahm gar um über 30 Prozent auf 22,0 Millionen von 16,8 Millionen im Vorjahr zu. Dieses Ergebnis war allerdings positiv beeinflusst durch die Anpassung von Rückstellungen für latente Steuern (4,5 Mio) als Folge der Steuerreform im Kanton Solothurn und durch die Aufwertung der Liegenschaften im Umfang von 1,3 Millionen. Der bereinigte Gewinn stieg um rund 21 Prozent 16,4 Millionen.

Aufgrund der Corona-Krise sei es zu negativen Marktkorrekturen bei einzelnen Geschäftsliegenschaften gekommen, schreibt das Unternehmen weiter. Dies habe aber durch die breite Nutzungsdiversifikation im Portfolio absorbiert werden können. Der Marktwert des Immobilienportfolios stieg im Geschäftsjahr auf 705,4 Millionen nach 700,3 Millionen im Vorjahr.

Der Leerstand der Renditeliegenschaften wurde über das gesamte Portfolio hinweg gesenkt auf 5,62 Prozent von 6,67 Prozent im Vorjahr. Dabei entfielen rund zwei Drittel auf kommerziell genutzte Liegenschaften, wovon ein Viertel Liegenschaften in Sanierung betrifft.

Ins laufende Jahr blickt die Gesellschaft zuversichtlich, auch wenn die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch nicht abschätzbar seien. Für 2021 werde ein «solides» Jahresergebnis erwartet, vorausgesetzt, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern.

Das Unternehmen verfügt aktuell über eine Projektpipeline im Umfang von rund 80 Millionen Franken bis 2025. Etwa die Hälfte der Investitionen fliesst den Angaben zufolge in den nächsten zwei bis drei Jahren in die umfassende Erneuerung von rund 250 sanierungsbedürftigen Wohnungen. Entsprechend müsse während der Bauzeit mit tieferen Mieteinnahmen gerechnet werden.

Die andere Hälfte der geplanten Investitionen fliesst in Neubauprojekte in Biel und Burgdorf. Nach Abschluss und Vermietung aller geplanten Projekte rechnet Espace Real Estate mit zusätzlichen Erlösen aus Vermietung im Umfang von rund 3,4 Millionen Franken. (awp)

Das Schwyzer Immobilienentwicklungs-Unternehmen sitEX Properties hat im Geschäftsjahr 2020 sein bisher bestes Ergebnis erzielt. Rund die Hälfte des Gewinns soll wie schon in den letzten drei Jahren in Form eines Aktienrückkaufes an die Aktionäre fliessen, wie die Gesellschaft am Donnerstag mitteilte.

Der Gewinn nach Steuern und Minderheitsanteilen betrug 26,8 Millionen Franken nach 13,9 Millionen im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg gar auf 41,6 Millionen Franken von zuvor 20,5 Millionen.

Das Unternehmen konzentriert sich auf das Halten und Weiterentwickeln von Bestandsimmobilien mit Fokus auf Geschäftsliegenschaften sowie das Entwickeln von Arealen und Neubauprojekten in der Schweiz und in Zentralflorida. In letzterem Gebiet habe es 2020 aufgrund der Pandemie einen starken Wachstumsschub gegeben, schreibt die Gesellschaft. Angezogen durch tiefe Steuern, hohe Lebensqualität, bezahlbaren Wohnraum und Jobopportunitäten würden derzeit fast 1’000 Personen pro Tag in diesen US-Staat ziehen.

Firmenchef Beat Kähli zeigt sich deshalb in der Medienmitteilung zuversichtlich, dass sitEX mit Immobilien mehr als 50 Millionen Quadratmetern Fläche und der engen Kollaborationen mit namhaften Partnern diese positiven Tendenzen wird nützen können. «Daher werden wir auch in den kommenden Jahren erfreuliche Resultate präsentieren können und dabei allfällige Risiken stets im Fokus behalten», wird Kähli zitiert (awp)

Die in der Clientis-Gruppe zusammengeschlossenen 14 Regionalbanken haben sich im vergangenen Geschäftsjahr 2020 trotz der Widrigkeiten der Corona-Krise gut geschlagen. Der Wachstumskurs wurde fortgesetzt und die Kundengelder gesteigert. Für das laufende Jahr sieht sich die Bankengruppe gut gerüstet.

Bereinigt um die im Januar 2020 aus dem Verband ausgeschiedene, nun selbständige Avera Bank lag der Konzerngewinn um 1,2 Prozent unter dem Vorjahr und erreichte 54,2 Millionen Franken. Der Geschäftserfolg als Mass der operativen Leistungsfähigkeit sank leicht auf 60,5 Millionen, wie die Bankengruppe am Mittwoch mitteilte. Derweil flossen neue Kundengelder über 1,2 Milliarden Franken zu, der Bestand stieg entsprechend um gut 14 Prozent auf 9,7 Milliarden.

Trotz des nach wie vor tiefen Zinsumfelds und des hart umworbenen Marktes habe sich das Zinsgeschäft und damit der wichtigste Ertragspfeiler der Clientis-Banken vor allem dank Volumenausweitung erfreulich entwickelt, heisst es in der Mitteilung. Der Brutto-Zinserfolg stieg um 3,4 Prozent, auf Netto-Ebene gab es ein Plus von 2,5 Prozent auf 132,0 Millionen Franken.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft lag das Plus bei 3,4 Prozent auf 20,4 Millionen Franken. Derweil sank der Erfolg aus dem Handelsgeschäft um gut 11 Prozent auf 5,4 Millionen. Dies begründet die Gruppe unter anderem mit der eingeschränkten Reisetätigkeit während der Corona-Krise und den dadurch tieferen Einnahmen aus dem Fremdwährungsgeschäft. Der gesamte Betriebserfolg nahm leicht um 0,8 Prozent auf 171,7 Millionen zu.

Auf der Aufwandsseite legte der Geschäftsaufwand zwar leicht um 0,5 Prozent zu, wobei der Personalaufwand um 1,9 Prozent stieg. Die Zahl der Vollzeitstellen blieb unverändert bei 396, die sich neu 496 Mitarbeitende teilen. Der Sachaufwand sank indes um 1,4 Prozent. Die Cost/Income Ratio, das für Banken wichtige Verhältnis aus Aufwand und Ertrag, sei mit 56,1 Prozent leicht verbessert und unter der Zielmarke von 60,0 Prozent gehalten worden.

Die Bilanzsumme wuchs um 14,6 Prozent auf 13,8 Milliarden Franken. Insbesondere das Passivgeschäft mit institutionellen Anlegern sei aufgrund des «guten Ratings» der Clientis Gruppe ausgebaut worden. Im Kerngeschäft der Hypothekarfinanzierungen wuchsen die Clientis-Banken um 4,1 Prozent – trotz unverändert konservativen Finanzierungsgrundsätzen. Ende Jahr waren Hypotheken von 9,6 Milliarden Franken ausstehend.

Das Portfolio wird als «risikoarm» bezeichnet, 95 Prozent der Ausleihungen seien hypothekarisch gedeckt. Die effektiven Kreditverluste seien erneut reduziert worden und beliefen sich auf weniger als 0,5 Millionen Franken. Die Gesamteigenmittelquote sank zwar leicht auf 20,5 von 20,9 Prozent im Vorjahr, liege damit aber immer noch sehr deutlich über der von der Finma definierten Zielgrösse von 11,2 Prozent.

Der Ausblick für das laufende Jahr 2021 ist positiv. Trotz der aktuellen Herausforderungen zeigt sich die Gruppe überzeugt, auf künftige Eventualitäten gut vorbereitet zu sein. Gerade welche Folgen die Corona-Krise mit Blick auf Kreditausfälle und Konsumverhalten haben wird, sei noch nicht abschätzbar. Zwar dürfte die Krise nicht spurlos an den Banken der Gruppe vorbei gehen, CEO Andreas Buri zeigt sich aber zuversichtlich, dass für das risikoarme Kreditportfolio keine sprunghaften Wertberichtigungen nötig sein werden.

Auch 2021 dürften die Clientis Banken zusätzliches Geschäftsvolumen generieren. Dabei sei die Zusammenarbeit der Banken einer der wichtigsten Schlüssel für den Erfolg. Die Hauptthemen der kommenden Jahre seien Innovation und Digitalisierung, verbunden mit Kostenkontrolle und mehr Effizienz (awp)

Ausblick

Es bleibt abzuwarten, ob die nach wie vor Schlag auf Schlag eintreffenden Geschäftsberichte den Handel der nun laufenden Handelswoche zu stimulieren vermögen. (ZKB/mc/ps)


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