Ausserbörslicher Handel ZKB: Verkürzte Handelswoche ohne Akzente

Ausserbörslicher Handel ZKB: Verkürzte Handelswoche ohne Akzente

Marktbericht

Zürich – Der ausserbörsliche Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat in der wiederum verkürzten Handelswoche keine Akzente zu setzen vermocht. Der ZKB eKMU-X Index schloss um 0,1 Prozent tiefer auf dem Stand von 1’071,66 Punkten. Während das Gesamtvolumen rückläufig war, legte die Anzahl der Abschlüsse etwas zu.

Insgesamt wurden 0,7 Millionen nach 0,8 Millionen Franken umgesetzt, erzielt in 67 nach 60 Transaktionen in der Vorwoche.

Einmal mehr standen NZZ und WWZ in der Volumenrangliste zuoberst. NZZ generierten ein Volumen von 260’000 Franken in elf Abschlüssen. Und WWZ erreichten in zehn Trades ein Volumen von knapp 154’000 Franken. Das Energieunternehmen hielt im Jahr 2020 in etwa den Umsatz (-0,3% auf 227,6 Mio Fr.), aber verglichen mit dem von einem Steuereffekt begünstigten Vorjahresgebnis verdiente sie mit 39,0 Millionen Franken um einen Fünftel weniger als im Vorjahr.

Conzzeta und Repower setzten derweil Volumen von gut 47’000 bzw. knapp 46’000 Franken um. Repower publizierte mit 41 Millionen Franken für 2020 einen um 18 Prozent tieferen Gewinn. Die Aktionäre sollen jedoch eine um 0,50 Franken auf 3,00 Franken je Aktie erhöhte Dividende erhalten.

Alle Wochengewinner erzielten sehr kleine Volumen. Rigi Bahnen stiegen um 8,3 Prozent, Kongresshaus Zürich legten um 7,3 Prozent zu. Und Griesser Holding konnten sich um 5,3 Prozent verbessern. Die Gruppe setzte 2020 mit 333,2 Millionen Franken mehr um als im Vorjahr mit 326,2 Millionen Franken. Der Jahreserfolg betrug 13,4 Millionen Franken nach 9,6 Millionen Franken im Jahr 2019.

Ein buntgemischtes Bild von Werten zeigte sich bei den Wochenverlierern. Weisse Arena mit einem Minus von 5,6 Prozent konnten trotz guten Wetter- und Wintersportbedingungen nicht profitieren. Thurella Immobilien gingen um 3,0 Prozent zurück. Die Zürichsee-Schifffahrt schlossen um 2,7 Prozent schwächer. NZZ büssten 1,1 Prozent ein.

Unternehmensnachrichten

Die Industriegruppe Rapid hat im Geschäftsjahr 2020 unter der CoronaPandemie gelitten, ist jedoch aufgrund von Akquisitionen gewachsen. Die Dividende bleibt unverändert. Für das laufende Jahr 2021 gebe es Anzeichen einer Belebung.

Der Umsatz der Herstellerin von motorisierten Geräten für die Landwirtschaft wuchs 2020 um 3,8 Prozent auf 47,5 Millionen Franken, wie Rapid am Dienstag mitteilte. Da jedoch die neu erworbenen Unternehmen Brielmaier und KommTek erst Mitte 2019 konsolidiert wurden, sei der Vergleich jedoch wenig aussagekräftig.

Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg auf 2,73 von 1,80 Millionen Franken und der Reingewinn auf 2,09 von 1,18 Millionen. Hier habe zudem die Auflösung einer Rückstellung positiv gewirkt. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 15 Franken je Aktie erhalten, wie es weiter heisst.

Die Integration der Zukäufe habe zu einem breiteren Produktportfolio geführt und zu den Effizienzgewinnen beigetragen. Der Geschäftsbereich Land- und Kommunaltechnik sei mit einem vergleichsweise tiefen Auftragsbestand in das Jahr 2020 gestartet und habe ein positives erstes Quartal verbucht. Im zweiten Vierteljahr hätten die kommunal geprägten Absatzmärkte Deutschland, Frankreich und Österreich die Pandemie beim Auftragseingang stärker zu spüren bekommen als die Schweiz. Ab dem dritten Quartal entwickelte sich der Auftragseingang wieder erfreulicher.

Bei der Lohnfertigung von Bauteilen und Komponenten habe die Pandemie die zuvor positive Entwicklung jäh unterbrochen. Das habe zu erheblich weniger Aufträgen und Verzögerungen geführt, bis hin zu Einstellungen von Projekten.

Für das Jahr 2021 seien die Aussichten für die Geschäftsentwicklung pandemiebedingt schwierig einzuschätzen. Die sich insgesamt aufhellenden Konjunkturaussichten würden jedoch positiv stimmen. Bei der Lohnfertigung wird mit einer deutlichen Belebung gerechnet und auch in der Land- und Kommunaltechnik seien positive Vorzeichen auszumachen. (awp)

Die Regiobank Männedorf hat im vergangenen Geschäftsjahr 2020 einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt. Die Bilanzsumme steig erstmals über die Marke von 400 Millionen Franken.

Der Geschäftserfolg belief sich auf 1,4 Millionen nach -2,82 Millionen im Vorjahr, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Im Vorjahr hatte die Haupteinnahmequelle der Bank, das Zinsengeschäft, wegen ausfallrisikobedingter Wertberichtigungen zu einem negativen Geschäftserfolg geführt.

Im Geschäftsjahr 2020 verzeichnete das Zinsengeschäft zwar brutto einen rückläufigen Erfolg. Weil sich aber der Bedarf an Wertberichtigungen für Ausfall-Risiken nicht vollumfänglich bestätigte, resultierte ein Netto-Erfolg von 4,1 Millionen nach -1,2 Millionen im Vorjahr.

Höhere Erträge wurde auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie im Handelsgeschäft erzielt. Erstes generierte den Angaben zufolge vor allem beim Wertschriften- und Anlagegeschäft einen hohen Mehrertrag gegenüber den Vorjahren. Bei letzterem hat der Handel mit Devisen für die Kundschaft zu einem «ansprechenden» Ertrag geführt.

Unter dem Strich resultierte ein unveränderter Jahresgewinn von 1,1 Millionen Franken. Es wird beantragt, eine gleichbleibende Dividende von 20 Prozent des Nennwerts der Aktie auszurichten.

Die Bilanzsumme betrug per Ende Jahr 409 Millionen Franken verglichen mit 383,5 Millionen Ende 2019. Auf der Aktiv-Seite machten die Hypothekarforderungen 284,9 Millionen (VJ 307,7 Mio) aus. Auf der anderen Seite der Bilanz erreichte das Geschäftsvolumen «Verpflichtungen aus Kundeneinlagen» und «Kassenobligationen» 284,3 Millionen (VJ 248,8 Mio) und damit einen neuen Höchstwert. Dabei wurde ein Zufluss neuer Kundengelder von netto 35,4 Millionen (+14,2%) verzeichnet.

Mit Blick nach vorne heisst es, dass nach wie vor Ungewissheiten in wirtschaftlicher Hinsicht bestünden, die auf Geschäftstätigkeit der Bank Einfluss haben dürften (awp)

Die Griesser Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 etwas mehr umgesetzt und den Gewinn gesteigert. Der Umsatz erreichte 333,2 Millionen Franken nach 326,2 Millionen im Vorjahr. Das geht aus einer Jahresabschluss-Information vom Dienstag hervor.

Der Jahreserfolg des Storen- und Rollladenherstellers betrug 13,37 Millionen Franken nach 9,59 Millionen im Jahr 2019. Auch der Personalbestand legte zu. Per Ende Jahr arbeiteten 1467 Personen für Griesser, gut 120 mehr als Ende 2019. (awp)

Die Wasserwerke Zug AG (WWZ) hat im Jahr 2020 den Umsatz gehalten, aber verglichen mit dem von einem Steuereffekt begünstigten Vorjahrergebnis weniger verdient. Das Unternehmen plant nun die Aufsplittung der ausserbörslich gehandelten Aktien.

Das operative Ergebnis (Ebit) sank um deutliche 11 Prozent auf 37,4 Millionen Franken. Auf den hohen Wachstumsinvestitionen seien auch hohe Abschreibungen angefallen, begründet die WWZ am Dienstag den Rückgang. Der Konzerngewinn schrumpfte gar um einen Fünftel auf 39,0 Millionen Franken. Hier fiel ein positiver, steuerlicher Einmaleffekt von über 6,0 Millionen Franken aus dem Vorjahr weg.

Der Nettoerlös der WWZ lag im letzten Jahr mit 227,6 Millionen Franken um 0,3 Prozent unter Vorjahr, wie die Gruppe schreibt. Die Strom- und Gasverkäufe sanken wegen den Auswirkungen des Corona Lockdowns auf Gewerbe und Industrie, die Nachfrage nach digitalen Telekomangeboten nahm dagegen zu, und der Wasserverbrauch stieg auf ein Rekordhoch.

WWZ verkaufte so 700 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom, das sind 8 Prozent weniger als 2019. Vorwärts machte WWZ bei der Elektromobilität: die Zahl der Ladepunkte an seinem Netz stieg von 548 auf 842.

Ausbau der Fernwärme
Der Gasabsatz sank um 6 Prozent auf 483 Millionen kWh, dies weil vor allem die Industrie im Coronajahr weniger Gas benötigte. Wo möglich, ersetzt WWZ nach eigenen Angaben Gasheizungen durch Fernwärme: in diesem Bereich stieg der Absatz um über 22 Prozent auf 35,9 Millionen kWh.

In der Sparte Telekom war das Mobilegeschäft Wachstumstreiber. Hier legten die Abozahlen um über 30 Prozent zu, und es löst die Festnetztelefonie ab, die um über 2 Prozent schrumpfte. Eine starke Zunahme von über 20 Prozent verzeichnete WWZ beim interaktiven TV.

Der Trinkwasserabsatz stieg um 3,5 Prozent auf 5,94 Millionen Kubikmeter. WWZ führt dies nicht nur auf den warmen Sommer, sondern auch auf die Tatsache zurück, dass 2020 viele Menschen in den Ferien zu Hause geblieben sind.

Unveränderte Dividende
Den Aktionären schlägt die WWZ an der Generalversammlung vom 6. Mai die Ausschüttung einer zum Vorjahr unveränderten Dividende von 330 Franken je Aktie vor. Zudem soll Simone Walther anstelle des abtretenden Andreas Umbach in den Verwaltungsrat gewählt werden. Die Aktie, die per Ende März mit 13’900 Franken bewertet war, soll aufgesplittet werden. Vorgesehen ist ein Aktiensplit im Verhältnis von 1 zu 10. Mit diesem Schritt soll das Papier liquider werden und für ein breiteres Publikum besser handelbar sein, heisst es.

Ins neue Jahr sei es «planmässig» gestartet, teilte das Unternehmen weiter mit. Bei der Energie habe die kühle Witterung die negativen Effekte des Shutdowns von Anfang Jahr kompensiert. Und das Telekomgeschäft verzeichne weiterhin eine gute Nachfrage nach interaktivem TV und nach
Mobile-Abos (awp)

Der Bündner Energiekonzern Repower hat im Geschäftsjahr 2020 weniger verdient als im Vorjahr. Der Rückgang begründet sich aber vor allem mit steuerlichen Verlustvorträgen. Die Aktionäre sollen gleichwohl eine höhere Dividende erhalten.

Die gesamte Eigenproduktion von Repower (inkl. Beteiligungsenergie) belief sich im Berichtszeitraum auf 2’951 Millionen Kilowattstunden. Insgesamt ging die Gesamtproduktion damit im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent zurück, wie Repower am Donnerstag mitteilte.

Der Rückgang ist den Angaben zufolge vor allem auf den Produktionsunterbruch in Teverola zurückzuführen, der aufgrund unplanmässiger Reparaturarbeiten nötig wurde. Die Stromproduktion der Windanlagen in Italien war wegen ungünstiger Windbedingungen ebenfalls unterdurchschnittlich. Die Wasserkraftproduktion aus eigenen Anlagen fiel dagegen rund zehn Prozent höher aus als im langjährigen Mittel.

Die Konsequenzen aus der Corona-Krisen auf den Geschäftsgang hätten sich in Grenzen gehalten, heisst es weiter. Volumen- und Margeneinbussen konnten insbesondere durch die hohe Nachfrage nach Regelenergie auf dem italienischen Markt kompensiert werden.

Dennoch führte ein Nachfragerückgang bei kleineren und mittleren Unternehmen in Italien während der ersten Welle der Pandemie zu einer Abnahme der Gesamtleistungen. Diese gingen um 11 Prozent auf 1,7 Millionen Franken zurück.

Der Betriebsgewinn (EBIT) übertraf dagegen mit 77 Millionen das Vorjahresresultat um 18 Prozent. Unter dem Strich blieb mit 41 Millionen ein um 18 Prozent tieferer Gewinn als im Vorjahr übrig. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die steuerlichen Verlustvorträge, die in den Vorjahren geltend gemacht werden konnten und inzwischen aufgebraucht sind. Die Aktionäre sollen dennoch eine um 0,50 Franken auf 3,00 Franken erhöhte Dividende pro Aktie erhalten.

Covid-Risiken bleiben
Beim Blick auf das weitere Geschäft heisst es in der Mitteilung, dass für 2021 eine Erholung der Wirtschaftslage in der Schweiz und in Italien erwartet werde. Spezifische Risiken der Covid-19-Pandemie würden aber bestehen bleiben. Als wesentliche Risikofaktoren nennt das Unternehmen etwa Preis- und Volumeneffekte sowie mögliche Forderungsausfälle.

Die zukünftige Einführung eines Kapazitätsmarktes für Regelenergie in Italien könne zudem die Ertragskraft des Kraftwerks Teverola zusätzlich erheblich beeinflussen, so Repower weiter. Mit dem Umbau des Kraftwerks Robbia werde zeitweise eine niedrigere Produktionsmenge an elektrischer Energie verbunden sein (awp)

Der Flughafen Bern verzeichnet für 2020 einen Verlust von 1,4 Millionen Franken. Der Personalbestand wurde von 51 auf 41 Vollzeitstellen reduziert. Aufgrund freiwilliger Abgänge erfolgte der Abbau ohne Entlassungen.

Die Unsicherheit in der Luftfahrtindustrie habe zahlreiche Mitarbeitende dazu veranlasst, sich beruflich neu auszurichten, teilte die Flughafen Bern AG am Montag mit. Zu Kündigungen kam es deshalb nicht. Die entstandenen Vakanzen seien mit den bestehenden Mitarbeitenden kompensiert worden.

Weitere Massnahmen zur Kostensenkung und die Einführung von Kurzarbeit hätten dazu geführt, den Verlust im Jahr 2020 auf rund 1,4 Millionen Franken zu begrenzen. Um die Zahlungsbereitschaft zu erhalten, wurden die Investitionen auf das betrieblich notwendige Minimum reduziert.

Nach dem Grounding der SkyWorkAirlines setzen die Flughafenbetreiber bekanntlich auf die Flüge der FlyBlair. Der Erstflug vom 18. Juli 2020 nach Palma de Mallorca und die Flüge nach Griechenland im Herbst seien das «Highlight» des Jahres gewesen, hiess es weiter.

Die ursprünglichen Flugpläne mussten seit Ausbruch der Pandemie reduziert werden. Der Flughafen blieb jedoch jederzeit geöffnet. Zu den «Lichtblicken» zählt die Betreiberin die sehr gute Nachfrage nach Pilotenausbildungen. Dies beschwere dem Flughafen in Belp Tage mit Rekordwerten an Flugbewegungen.

An der Spitze des Verwaltungsrates löst Alexandre Schmidt den bisherigen Präsidenten Beat Brechbühl ab. (awp)

Ausblick

In die nun laufende Handelswoche konnte mit einem ansteigenden Volumen gestartet werden. Weitere Geschäftsabschlüsse stehen an und es dürfte mit zunehmenden Handelsaktivitäten gerechnet werden. (ZKB/mc/ps)


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