Ausserbörslicher Handel ZKB: Volumen ferienbedingt weiter rückläufig

Ausserbörslicher Handel ZKB: Volumen ferienbedingt weiter rückläufig

Marktbericht

Zürich – Der ausserbörsliche Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat in der abgelaufenen Woche keine Stricke zu zerrissen. Obwohl einige Unternehmensnachrichten veröffentlicht wurden, ging das Gesamtvolumen ferienbedingt weiter zurück auf 436’000 Franken nach 699’000 Franken. Gezählt wurden 48 Abschlüsse gegenüber 49 in der Vorwoche. Der eKMU-X Index trat bei 1’076,40 Punkten praktisch auf der Stelle.

Die Gewinnerliste wurden von den Weisse-Arena-Titeln angeführt, die um 6,3 Prozent zulegten. Gut im Markt lagen auch Stadtcasino Baden mit einem Plus von 3,0 Prozent, Energie Zürichsee Linth mit +2,1% sowie sitEX Properties, die 1,9 Prozent gewannen.

Auf der Verliererliste an erster Stelle rangierten Zürichsee Fähre Horgen-Meilen mit einer Abgabe um 6,3 Prozent, gefolgt von Weleda (-3,6%) sowie Precious Woods (-1,0%). Leicht tiefer schlossen auch Pilatus-Bahnen mit einem Rückgang um 0,2 Prozent.

Die geringen Volumen spiegelten sich in der Tatsache wider, dass es nur sitEX Properties gelang, mit einem Umsatz von 109’000 Franken die Hunderttausenderschwelle zu knacken.

Mit zehn Abschlüssen die am aktivsten gehandelte Aktie war Precious Woods, gefolgt von sitEX Properties mit sechs sowie NZZ und acrevis Bank mit je drei Transaktionen.

Unternehmensnachrichten

Die Clientis Regionalbank Oberuzwil blickt trotz Coronakrise auf ein gutes Geschäftsjahr 2020 zurück. Der Gewinn wurde gesteigert, und die Bilanzsumme erhöhte sich um 13 Prozent.

Mit der Erhöhung der Bilanzsumme auf 660 Millionen Franken setzte die Bank das überdurchschnittliche Wachstum der Vorjahre fort, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Der Geschäftserfolg stieg um 9 Prozent auf 2,55 Millionen Franken.

Nach einer Zuweisung an die Reserven resultierte unter dem Strich ein Gewinn von 1,45 Millionen Franken (+3 Prozent). Beim Zinsengeschäft, dem wichtigsten Ertragspfeiler, legte die Bank dank gesteigertem Hypothekarvolumen zu. Anfang Jahr eröffnete Clientis in Gossau ein zusätzliches Beratungszentrum.

Die Regionalbank beteiligte sich am Garantieprogramm des Bundes und stellte ihren Kunden unbürokratisch Covid-Hilfskredite zur Verfügung. 42 Unternehmen aus der Region erhielten so insgesamt knapp 3,5 Millionen Franken.

Der Verwaltungsrat, seit Mitte 2020 neu unter dem Präsidium von Barbara Lorenz, schlägt der Generalversammlung eine Kapitalerhöhung vor. Die Clientis Regionalbank beschäftigt in Oberuzwil, Uzwil und Gossau insgesamt 19 Angestellte (Vollzeitstellen). (awp)

Die Centralschweizerische Kraftwerke AG CKW hat eine zusätzliche Entschädigung für Anlagen des Übertragungsnetzes erhalten. Der positive Einmaleffekt für das Geschäftsjahr 2020/21 betrage rund 30 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Ursprung des zusätzlichen Geldsegens liege in der bereits 2013 erfolgten Überführung der Übertragungsnetzanlagen von CKW an Swissgrid. Swissgrid ist seit Anfang 2013 Eigentümerin des schweizerischen Übertragungsnetzes und der dazugehörigen Anlagen.

Die Überführung der Anteile von CKW am Schweizer Höchstspannungsnetz sei zunächst zu provisorischen Werten erfolgt. Der definitive Wert der einzelnen Anlagen habe damals aufgrund noch offener Verfahren nicht abschliessend ermittelt werden können, heisst es weiter.

Nun habe die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom eine Verfügung erlassen, die eine finale Entschädigungen für die nach Stromversorgungsgesetz enteigneten Anlagen einen definitiven Wert festlege. Die daraus resultierende zusätzliche Entschädigung schlage sich nun mit dem genannten Betrag positiv auf die Jahresrechnung 2020/21 der CKW nieder. (awp)

Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) kann auf einen Schuldenerlass von 6 Millionen Franken hoffen. Die Anrainerkantone und der Bund wollen dem Unternehmen mit einer Sanierungsvereinbarung aus der Corona-Notlage helfen.

Fünf Zentralschweizer Kantone und der Bund hatten der SGV einst ein Darlehen von rund 12 Millionen Franken für Investitionen in die Flotte und Landestellen gewährt. Weil das Unternehmen als Folge der Coronapandemie finanziell ins Strudeln kam, ersuchte es darum, die Hälfte der Schuld zu erlassen, wie die Beteiligten am Mittwoch mitteilten.

Von den 6 Millionen Franken übernimmt der Bund 2,2 Millionen Franken, der Kanton Luzern 2,5 Millionen Franken, Schwyz 505’800 Franken, Uri 269’400 Franken, Obwalden 112’800 Franken und Nidwalden 411’000 Franken. Die Schwyzer Regierung hatte ihren Anteil bereits Anfang Februar kommuniziert, da der Kantonsrat den Verzicht noch bewilligen muss.

Mit dem Teilverzicht könne die SGV den prognostizierten Verlust von 8 Millionen Franken im Jahr 2020 teilweise decken, heisst es in der Mitteilung. Im Gegenzug darf sie bis Ende 2024 keine Dividenden an die Holding ausschütten und bis 2022 keine weiterer Unterstützungsmassnahmen wie etwa Härtefallmassnahmen und Massnahmen zugunsten des touristischen Verkehrs beantragen. Sie solle zudem ein «attraktives Fahrplan-Angebot» für den gesamten Vierwaldstättersee sicherzustellen.

Überschuldet und damit sanierungsbedürftig sind auch die SGV-Töchter SGV Express AG (Bürgenstocklinie) und die Tavolago AG (Gastronomie). Für diese ist die Holding zuständig. Die Aktionäre müssen damit insgesamt einen tiefen zweistelligen Millionenbetrag zur Sanierung beisteuern. (awp)

Der Kosmetikkonzern Weleda hat im vergangenen Jahr trotz Corona-Pandemie den Umsatz fast halten können. Gut gelaufen sind vor allem Naturkosmetikprodukte. Der Umsatz mit Arzneimitteln ist hingegen geschrumpft.

Konkret erzielte Weleda im 100. Jahr des Bestehens einen auf provisorischen Zahlen basierenden konsolidierten Umsatz von rund 424 Millionen Euro. Im Vorjahr 2019 betrug er 429 Millionen.

In der Sparte Naturkosmetik erhöhte sich der Umsatz um 1,9 Prozent auf rund 333 Millionen Euro. Mit Arzneimitteln setzte das Unternehmen hingegen mit rund 91 Millionen rund 11,1 Prozent weniger um.

Um die Arzneimittelsparte wieder zu stärken, plant Weleda den Angaben nach Investitionen in Millionenhöhe. Diese sollen unter anderem in Forschungsprojekte zu Weleda-spezifischen pharmazeutischen Herstellverfahren fliessen.

Weleda hat den Hauptsitz in Arlesheim bei Basel und beschäftigt rund 2’500 Mitarbeitende. (awp)

Die BBO Bank Brienz Oberhasli hat im Geschäftsjahr 2020 operativ weniger verdient. Unter dem Strich blieb aber etwas mehr als 2019. Der Generalversammlung vom 24. März wird eine unveränderte Dividende von 2,80 Franken pro Aktie vorgeschlagen.

Konkret sank der Geschäftserfolg im Berichtsjahr um 17 Prozent auf 1,64 Millionen Franken, wie dem am Mittwoch aufgelegten Geschäftsbericht 2020 zu entnehmen ist. Der Reingewinn stieg dagegen vor allem wegen geringerer Reservenbildung um 1 Prozent auf 0,50 Millionen Franken.

Der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft, dem mit einem Umsatzanteil von rund 85 Prozent wichtigsten Geschäftsbereich der Bank, fiel um 5 Prozent auf 6,59 Millionen Franken. Während 2019 Rückstellungen von 0,26 Millionen Franken aufgelöst worden waren, wurden im Coronajahr 2020 per Saldo Wertberichtigungen von 0,16 Millionen verbucht. Die Bruttozinsmarge reduzierte sich den Angaben zufolge auf 1,09 Prozent (VJ 1,15%), dies aufgrund des unverändert tiefen Zinsniveaus und des anhaltend starken Wettbewerbes, wie es heisst.

Die Bilanzsumme per Ende Jahr stieg um 7,3 Prozent auf 651 Millionen Franken. Die Kundenausleihungen legten dabei um 5,4 Prozent auf 548 Millionen zu und die Kundengelder um 4,6 Prozent auf 488 Millionen zu. Das ausgewiesene Eigenkapital stieg um 2,3 Prozent auf 56 Millionen Franken.

Per Ende 2020 beschäftigte die Bank den Angaben zufolge 28 Mitarbeitende, die 23,4 Vollzeitstellen ausfüllten. (awp)

Beim Versorgungsunternehmen Wasserwerke Zug (WWZ) steht ein Wechsel an der operativen Spitze bevor. CEO Andreas Widmer hat per Generalversammlung 2022 seinen Rücktritt angekündigt, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

Der die WWZ AG seit 2009 als Chef führende Widmer soll in der Folge im Verwaltungsrat der WWZ und ihrer Tochtergesellschaften Einsitz nehmen. Die Suche nach einem Nachfolger für Widmer ist bereits eingeleitet. (awp)

Die Acrevis Bank hat im Geschäftsjahr 2020 den Gewinn gesteigert. Zudem konnte die Ostschweizer Regionalbank sowohl bei den Kundenausleihungen wie auch bei den Kundengeldern erneut zulegen.

Der Geschäftserfolg erhöhte sich in der Berichtsperiode um 3,8 Prozent auf 25,6 Millionen Franken, wie die Acrevis Bank am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 20,5 Millionen Franken, was einer Steigerung von 5 Prozent entspricht. Aufgrund der Corona-Krise nahm Acrevis 2020 vorsorglich Wertberichtigungen in Höhe von 1,0 Millionen und eine höhere Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken vor.

Im Rahmen des Jubiläums des 10-jährigen Bestehens und aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung nebst einer Dividende von 34 Franken eine zusätzliche Jubiläumsausschüttung von 3 Franken pro Aktie.

Im Berichtsjahr 2020 habe ich das Finanzierungsgeschäft «sehr erfreulich» entwickelt, schreibt die Bank weiter. So nahmen die Kundenausleihungen netto um 3,3 Prozent auf 3,86 Milliarden Franken zu. Dabei sprach die Bank insgesamt 474 Covid-19-Notkredite mit einem Volumen von 67,1 Millionen Franken.

Die Kundengelder wiederum erhöhte sich um 5,5 Prozent auf 3,71 Milliarden und die verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende Jahr auf 8,68 Milliarden (+3,3% gegenüber Ende 2019).

Änderungen im Verwaltungsrat
Das Institut gab ausserdem Änderungen im Verwaltungsrat bekannt. Aufgrund des Erreichens der statutarischen Altersgrenze in der nächsten Amtsperiode beenden Verwaltungsratspräsident Markus Isenrich und Verwaltungsrätin Suzanne Gut an der Generalversammlung ihre Tätigkeit im Aufsichtsgremium.

Als Nachfolger Isenrichs an der VR-Spitze wurde Stephan Weigelt gewählt. Weigelt war von 2011 bis 2018 Vorsitzender der Acrevis Geschäftsleitung und ist seit 2018 Mitglied des Acrevis Verwaltungsrats. Als neue Mitglieder des Verwaltungsrats werden Michèle Mégroz und Marcel Föllmi vorgeschlagen. (awp)

Der Schreibwarenhersteller Caran d’Ache zieht innerhalb des Kantons Genf um. Das Unternehmen baut in der Genfer Gemeinde Bernex eine neue Fabrik und verkauft seine Räumlichkeiten in der Gemeinde Thônex. Der Wechsel erfolgt laut einer Mitteilung von Caran d’Ache vom Sonntag bis zum Ende des Jahres 2024.

Am Freitag unterzeichnete das Unternehmen laut der Mitteilung mit einem institutionellen Investor einen Vertrag über den zukünftigen Verkauf des alten Standorts. Demnach baut das Unternehmen seine Industriegebäude in Thônex aus und verkauft sie dann. Mit Hilfe der Immobilienfirma Pilet & Renaud würden die Gebäude nach dem Wegzug von Caran d’Ache zu 400 Wohnungen, einigen Gewerbeflächen, einer Wohnbaugenossenschaft sowie Wohnungen für ältere Menschen umgebaut.

Laut dem Communiqué hat Caran d’Ache bereits 2017 den Kauf eines 30’000 Quadratmeter grossen Grundstücks auf dem Gemeindegebiet von Bernex beschlossen. Dort baut das Unternehmen die neue Fabrik, in der es seine Geschäfte über die nächsten Jahrzehnte weiterentwickeln will, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Standort in Thônex werde verkauft, um diese Investitionen zu finanzieren (awp)

Ausblick

Die nun vermehrt eintreffenden Unternehmensnachrichten sowie das Ferienende dürften das Marktgeschehen wieder etwas beleben und zu anziehenden Handelsumsätzen führen. (ZKB/mc/ps)


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