Ausserbörslicher Handel ZKB: Volumen mehr als verdoppelt

Ausserbörslicher Handel ZKB: Volumen mehr als verdoppelt

Marktbericht

Zürich – Trotz Sommerferien konnte das Volumen des ausserbörslichen Handels der Zürcher Kantonalbank (ZKB) mehr als verdoppelt werden. Zudem war ein leichter Anstieg der Abschlüsse zu verzeichnen.

So stieg das Volumen auf knapp eine Million Franken (+127,5%), wobei sich der eKMU-X Index leicht auf 1’035,79 Punkte erhöhte (+0,2%).

WWZ generierten in sieben Trades mit knapp 0,5 Millionen Franken einen klar höheren Umsatz als in der Vorwoche. Damit sind sie einmal mehr Spitzenreiter bei den Volumen. Cendres & Métaux erreichten mit zwei Abschlüssen einen Umsatz von über 100’000 Franken. NZZ konnten ihr Volumen mit sechs Trades auf knapp 80’000 Franken verdoppeln.

Unter den Wochengewinnern konnte niemand ein nennenswertes Volumen verzeichnen. Den stärksten Zuwachs verzeichneten Parkhotel Giessbach mit einem Kursgewinn von 30 Prozent.

Unter den Wochenverlierern gaben Montana Tech um knapp 16 Prozent nach, gefolgt von den Rigi Bahnen (-12,3%). Keiner der Wochenverlierer erreichte ein Volumen von 30’000 Franken.

Unternehmensnachrichten

Die Arosa Bergbahnen haben trotz des abrupten Saisonabbruchs letzten Winter wegen der Corona-Pandemie ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. Unter dem Strich schaute ein positives Jahresergebnis heraus.

Das überraschende und schnelle Saisonende am 14. März wegen des Coronavirus habe eine Spitzenergebnis verhindert, teilten die Arosa Bergbahnen am Freitag mit. Bis Ende Februar war das Unternehmen besser unterwegs als im Vorjahr, ehe der plötzliche Stopp durch den Lockdown erfolgte.

Das Unternehmen kommunizierte trotz Umsatzrückgang „einen stolzen Jahresgewinn von 1,3 Millionen Franken“. Der Gesamtumsatz reduzierte sich um 2,2 auf 27,2 Millionen Franken. Der Verkehrsertrag machte 17,4 Millionen Franken davon aus. Besonders ertragsreich seien die traumhaften Wintersporttage von Ende Dezember 2019 bis Ende Januar 2020 gewesen, hiess es.

Nach Unternehmensangaben war schon der letztjährige Sommer gut verlaufen. Mit 155’000 Ersteintritten sei es der stärkste seit Jahren gewesen. Die Bahnen begründen den Aufwärtstrend mit touristischen Angeboten wie dem Bärenpark oder den Bike-Trails. Auf der anderen Seite hätten die Produktionskosten im Griff gehalten werden können.

Keine Dividende vorgesehen
Das Jahresergebnis sei nicht so schlecht wie befürchtet ausgefallen, sei aber weit weg von dem, was möglich gewesen wäre, wird Verwaltungsratspräsident Lolo Schmid zitiert. Das Ergebnis zeige auch, dass das Unternehmen unerwartete Rückschläge wegstecken könne.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, den Jahresgewinn der Bilanz zuzuweisen und auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. Schmid sagte mit Blick in die nähere Zukunft: „Was uns im Winter erwartet, ist noch weniger vorhersehbar als bisher.“ Man bleibe vorsichtig optimistisch. (Medienmitteilung/awp)

Die Schilthornbahn wird wegen der Coronakrise in diesem Jahr empfindliche Einbussen hinnehmen müssen. Für das Gesamtjahr müssen wir „sicher mit einem Verlust rechnen“, sagte Christoph Egger, Direktor der Schilthornbahn, in einem Interview mit „Schweizeraktien.net“.

Während des Lockdown habe die Schilthornbahn eine Umsatzeinbusse von rund 6,0 Millionen Franken verzeichnen, so Egger weiter. Die Einbussen seien sehr schmerzhaft. Bildlich gesprochen versetze die Krise der Schilthornbahn ein „sehr blaues Auge mit Bluterguss“.

Mit dem Ende des Lockdowns und der Wieder-Inbetriebnahme sei das schwierige Jahr noch nicht vorbei. Die zweite Jahreshälfte werde davon geprägt sein, dass nur Gäste aus der Schweiz und dem umliegenden Ausland in die Berge reisen können. „Erst für den Spätherbst dürfen wir wieder mit Gästen aus Fernmärkten rechnen“, so der Firmenchef weiter.

Im Juni seien die Frequenzen noch auf einem tiefen Niveau, bei rund 35 Prozent des Vorjahres, gelegen. Gut sei dagegen die Konsumationslust der Gäste. „Die Umsätze in unserer Berggastronomie liegt auf rund 50 Prozent des Vorjahreswerts Juni“, erklärte Egger.

Die ersten Tage der Sommerferien liessen aber einen gewissen Optimismus zu. Die Besucherzahlen haben gemäss Egger nun ein Niveau von rund 65 Prozent des Vorjahres erreicht. „Wir hoffen, dass sich dieses Niveau im Durchschnitt halten lässt“.

Mit Gästen aus Übersee rechnet Egger erst wieder im Spätherbst 2020, wobei wohl als erstes Gäste aus Korea und China nach Europa reisen würden. Mit der Durchführung von Gruppenreisen könne wohl erst 2021 wieder erwartet werden. (awp)

Plazza hat heute Morgen bekannt gegeben, dass der Erfolg aus Neubewertung mit über CHF 18.5 Mio deutlich höher als im Vorjahr (CHF 9.7 Mio) ausfallen wird. Zurückzuführen sei dieser im Wesentlichen auf eine Reduktion der Diskontierungssätze, die sich aufgrund weiter rückläufiger Renditeerwartungen der Immobilieninvestoren reduziert haben.

Für das operative Geschäft ohne Neubewertungen zeichnet sich gemäss Plazza ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen ab. Die Guidance für das Gesamtjahr eines Betriebsergebnisses vor Abschreibungen und Neubewertungen in der Grössenordnung des Vorjahres wird bestätigt. Von Covid-19 sieht sich das Unternehmen nur unwesentlich betroffen. Angesichts des hohen Anteils von Wohnnutzung (2019: 76% der Mieterträge) bzw. dem geringen Exposure gegenüber kommerziellen Flächen ist dies wenig überraschend.

Die heutige Meldung von Plazza verdeutlicht, dass insbesondere im Wohnbereich weiterhin hohe Nachfrage nach Renditeobjekten und nach wie vor gewisser Aufwertungsdruck auf Bestandsliegenschaften besteht. Auch die Mieterträge sind bei der Wohnnutzung von Covid-19 erwartungsgemäss kaum tangiert.

Wir haben Plazza aufgrund der im Sektorvergleich geringeren Dividendenrendite (2020E 2.5% vs. Peers 3.4%) mit «Marktgewichten» eingestuft. Der hohe Anteil an Entwicklungsprojekten im Portfolio verspricht langfristig Wachstums- und Wertsteigerungspotenzial, führt derzeit aber zu einem relativ niedrigen Gewinn pro Aktie. (ZKB Research)

Ausblick

Auch für die laufende Handelswoche sind aufgrund der Sommerferien keine nennenswerte Impulse zu erwarten. (ZKB/mc/ps)


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