Ausserbörslicher Handel ZKB: Volumen und Zahl der Abschlüsse legen zu

Ausserbörslicher Handel ZKB: Volumen und Zahl der Abschlüsse legen zu

Marktbericht

Zürich – Im ausserbörslichen Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) haben sich sowohl die Volumen als auch die Anzahl Abschlüsse leicht erhöht. So resultierte ein um 11 Prozent höherer Gesamtumsatz von 1,8 Millionen Franken, generiert in 82 Transaktionen nach 73 in der Vorwoche. Der eKMU-X Index schloss minim höher (+0,1%) auf 1’050,95 Punkten.

Als Wochengewinner profilierten sich nach den guten Halbjahreszahlen die Plaston-Aktien mit einem Anstieg von 9,1 Prozent. In 11 Abschlüssen erzielten sie ein Volumen von rund 304’000 Franken. Die Gruppe setzte im ersten Halbjahr 2020/21 mehr um. So sei der Umsatzrückgang im Plaston-Geschäft durch eine Umsatzsteigerung im Boneco-Geschäft von 82 Prozent mehr als kompensiert worden, hiess es. Der EBIT lag in den ersten sechs Monaten bei 2 Millionen Franken (VJ: -1,2 Mio) und der Reingewinn bei 0,9 Millionen (VJ: -1,4 Mio).

Das Volumen der Plaston-Titel wurde nur noch vom Umsatzleader Cham Group mit 351’000 Franken übertroffen. Ebenfalls gute Umsätze verzeichneten Precious Woods mit 230’000 Franken, Congress Centre Kursaal Interlaken mit 140’000 Franken sowie Forces Electrique de La Goule mit 124’000 Franken.

Auf dem zweiten Platz bei den Gewinnern fanden sich Weiss + Appetito mit einem Plus von 6,8 Prozent wieder. Das Bauunternehmen verzichtete ursprünglich zur Schonung der Liquidität für 2019 auf die Auszahlung einer Dividende. Nun soll den Aktionären aber doch noch eine Dividende von 8,00 Franken je Aktie ausbezahlt werden.

Weitere Gewinner der vergangenen Handelsperiode sind Congress Centre Kursaal Interlaken (+4,8%), sitEX Properties Holding (+3,2%) und Griston Holding (+1,9%).

Die Verlierer wurden angeführt von Werten aus dem Transport- und Tourismussektor: Zuoberst standen Lenzerheide Bergbahnen mit einem Minus von 7,7 Prozent. Dahinter folgten Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen mit einem Kursrückgang von 5,0 Prozent und die Pilatus-Bahnen mit -2,8 Prozent. Deutlich im Minus schlossen auch Regiobank Solothurn (-2,6%), NZZ (-2,0%) sowie Thurella Immobilien (-1,6%).

Unternehmensnachrichten

ADEV präsentiert ihre Halbjahreszahlen: Die Strom- und Wärmeproduktion ist auf Kurs – insbesondere beim Windstrom. Nach dem trockenen April haben hingegen die Wasserkraftwerke Nachholbedarf.

Seit einiger Zeit steigt die Windstromproduktion der ADEV-Anlagen kontinuierlich an. Verantwortlich dafür sein hauptsächlich unsere beiden Turbinen in St. Brais, welche das überdurchschnittliche Windaufkommen des vergangenen Winters effizient in Strom umwandelten. Auch in diesem Jahre haben die vier Windräder der ADEV bereits zwei Drittel der kalkulierten Strommenge von 7500 Megawattstunden produziert. Es ist also damit zu rechnen, dass auch 2020 ein ausgeprägtes Windstromjahr wird. Im besten Fall wird die Produktion sogar die letztjährige Rekordmenge von 9329 Megawattstunden übertreffen – sofern die Windgötter weiterhin positiv gestimmt sind.

Die Solarstromproduktion liegt ebenfalls gut auf Kurs. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 stieg die mittlere Energieausbeute um neun Prozent und steht bei 546 Kilowattstunden pro Kilowatt installierte Leistung. Positiv wirkte sich insbesondere aus, dass die grösste Anlage Ferrowohlen seit Februar wieder im Vollbetrieb steht. Wegen einer Sanierung war die Anlage im vergangenen Jahr teilweise vom Netz. Die erneuerte Anlage erweist sich sogar als leistungsfähiger als die alte. Die ADEV nimmt zudem laufend weitere Solaranlagen in Betrieb.

Die Wasserkraftwerke kommen weiterhin nicht richtig in Schwung. Auch wenn sie im ersten Halbjahr 2020 ziemlich genau 50 Prozent der geplanten Jahresleistung erreicht haben, ist erneut ein unterdurchschnittliches Produktionsjahr zu befürchten. Denn von Juli bis Dezember fällt normalerweise wenig Regen – was der äusserst regenarme September eindrücklich unter Beweis gestellt hat. Auch der kürzlich nach unten korrigierte, langjährige Durchschnittswert wird vermutlich nicht erreicht werden.

Die Wärmeverbunde der ADEV Energiegenossenschaft und der ADEV Oekowärme AG lieferten im ersten Halbjahr insgesamt eine grössere Wärmemenge als in der Vorjahresperiode. Obwohl der Winter relativ mild ausfiel, stellten die Anlagen gut 100 Megawattstunden mehr Energie bereit: Im Vorjahr waren es 9390 MWh, 2020 dann 9513 MWh. Der Grund für dieses Wachstum sind die beiden im letzten Jahr gebauten Anlagen der Oekowärme AG in Liestal und Muttenz (Medienmitteilung)

Das Berner Bauunternehmen Weiss + Appetito hat ursprünglich zur Schonung der Liquidität für 2019 auf die Auszahlung einer Dividende verzichtet. Nun soll den Aktionären aber doch noch eine Dividende von 8,00 Franken je Aktie ausbezahlt werden.

Der Verwaltungsrat will dazu nun am 27. November eine ausserordentliche Generalversammlung durchführen und den Aktionären einen entsprechenden Antrag stellen, wie ein Sprecher von Weiss + Appetito am Mittwoch gegenüber AWP bestätigte.

Als Grund für den Sinneswandel nennt das Unternehmen den „erfreulichen“ Geschäftsverlauf sowohl im Jahr 2019 als auch in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres (awp)

Die Plaston Gruppe hat im ersten Halbjahr 2020/21 mehr umgesetzt und die Ergebnisse gesteigert. So sei der Umsatzrückgang im Plaston-Geschäft durch eine Umsatzsteigerung im Boneco-Geschäft von 82 Prozent mehr als kompensiert worden, schrieb die Gruppe in ihrem Halbjahresbericht.

Insbesondere geholfen hat dabei die erfolgreiche Akquisition und Integration der Envion vom Mai 2019, wie es weiter heisst. So habe der Umsatz in den USA im ersten Semester mehr als verdoppelt werden können. Und bei EBIT und Reingewinn erreichte das Unternehmen nach Verlusten im Vorjahr wieder die Gewinnschwelle.

In genauen Zahlen: Der EBIT lag im ersten Halbjahr bei 2 Millionen Franken (VJ: -1,2 Mio) und der Reingewinn bei 0,9 Millionen (VJ: -1,4 Mio). Nun erwartet die Geschäftsleitung trotz der aktuell herausfordernden Rahmenbedingungen für das Gesamtjahr 2020/21 ein Ergebnis klar über Vorjahr (awp)

Das Congress Center Kursaal Interlaken (CKI) stellt den Kongressbetrieb bis zum 31. März 2021 ein. Bei den Mitarbeitenden soll es zu keinen Kündigungen kommen.

2019 war eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre des mittlerweile über 160-jährigen Kursaals Interlaken. 2020 dürfte pandemiebedingt eines der schlechtesten des CKI werden.

Die markanten Umsatzverluste seien nicht nur auf behördlich verfügte Schliessungen zurückzuführen, hält das Unternehmen in einer Mitteilung fest. Auch die Nachfrage im Kongressgeschäft und im Casino sei von der verunsicherten Kundschaft trotz ausgefeilter Schutzkonzepte und intensivierter Marketinganstrengungen in einem Ausmass eingebrochen, das sich bisher weder durch Kostensenkungsmassnahmen noch durch den seit Februar 2020 lancierten online-Geldspielbetrieb habe auffangen lassen.

Da sich an der gegenwärtigen Situation in nächster Zeit kaum etwas ändern werde, sehe sich der CKI Verwaltungsrat gezwungen, den Kongressbetrieb im Kursaal bis zum 31. März 2021 einzustellen, heisst es weiter. Der Online-Spielbetrieb sei davon nicht betroffen und laufe uneingeschränkt weiter.

Die Aufrechterhaltung eines normalen Betriebes in diesen Zeiten der Pandemie sei mit Blick auf die Betriebswirtschaft und die Gesundheit der Angestellten und Gäste nicht zu verantworten. Dies gab der CKI Verwaltungsrat bekannt.

Das landbasierte Casino Interlaken wurde auf behördliche Weisung hin vorerst bis am 23. November 2020 geschlossen. Die Schliessung des Kursaals sei befristet erfolgt und habe somit keine Entlassungen zur Folge, schreibt das Unternehmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihre Jobs, damit sie mit ihrem Wissen und Können möglichst verzugslos wiedereingesetzt werden können, sobald die Situation dies erlaube. Bis dahin werden sie im Regime der Kurzarbeit entschädigt.

Da Krisen auch immer neuen Chancen bieten, werde die CKI Gruppe diese Zeit intensiv nutzen, teilte der Verwaltungsrat der CKI Gruppe mit. Um das bisherige Geschäftsmodell und die Strukturen der CKI Gruppe auf ihre Zukunftstauglichkeit zu überprüfen, sei eine Task Force eingesetzt worden. Dies habe der Verwaltungsrat einvernehmlich mit der Casino Interlaken AG angestossen.

Informationen zu den Ergebnissen und sich ergebenden Anpassungen auf operativer und strategischer Ebene wolle die CKI Gruppe zu gegebener Zeit weitergeben, gab der Verwaltungsratspräsident Dr. Claude Thomann bekannt. Welche langfristigen Folgen diese Krise auf die Geschäftstätigkeit der CKI Gruppe habe, liesse sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht genauer einschätzen. Dafür sei es derzeit noch zu früh, sagte CKI Verwaltungspräsident Claude Thomann. (htr.ch)

Kongress- und Kursaal Bern – Die strikten Massnahmen der Berner Behörden zwingen den Berner Kursaal mit Hotel und Restaurantbetrieb zur temporären Schliessung.

Die Massnahme des Kantons Bern, Anlässe auf 15 Personen zu begrenzen, sei de facto ein Lockdown für das Geschäftsmodell des Kursaals Bern mit dem grössten Kongresszentrum im Espace Mittelland, heisst es in einer kurzen Mitteilung vom Mittwochabend. Der Berner Kursaal werde daher seinen Betrieb mit Hotel, zwei Restaurants und einer Bar ab Samstag (7. November) bis voraussichtlich im Januar schliessen. «Mit sehr schwerem Herzen, aber die Umstände zwingen uns dazu», erklärt Kevin Kunz, CEO Kongress + Kursaal Bern AG.

Mit den strengen Coronavirus-Auflagen zur Bekämpfung der zweiten Welle, könnten Anlässe nicht mehr stattfinden, was auch direkte Auswirkungen auf das Hotel und die Restaurants habe. «Neben der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden und unserer Gäste ist das Überleben des Kursaal Bern natürlich unser oberstes Ziel, deshalb müssen wir vorübergehend schliessen», so Daniel Buser, Präsident des Verwaltungsrats der Kongress + Kursaal Bern AG.

Im Moment sei geplant, nach den Winterferien im Januar, den Kursaal Bern wieder zu öffnen. Allerdings immer mit Blick auf die dann aktuelle Situation. «Planungssicherheit gibt es derzeit nicht», so Kunz. So war im Dezember auch die Eröffnung des Swissôtel Kursaal Bern nach dem Hotel-Umbau vorgesehen. Diese werde nun auf das Frühjahr verschoben.

Das Grand Casino Bern, das sich auch im Kursaal befindet, ist aufgrund der kantonalen Massnahmen schon geschlossen. Es werde wieder öffnen, wenn der Kanton dies ermöglicht, unabhängig von der Schliessung des Kursaal Bern, heisst es weiter. (htr.ch)

Ausblick

Nachdem die US-Wahlen nun vorüber sind, bleiben weiterhin die Auswirkungen und der weitere Verlauf der Corona-Pandemie im Fokus, so die ZKB mit Blick auf die nun laufende Handelswoche. Unter diesen Voraussetzungen dürfte Zurückhaltung den ausserbörslichen Markt und die Umsätze prägen. (ZKB/mc/ps)


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