Ausserbörslicher Handel ZKB: Weitere ereignisarme Woche

Ausserbörslicher Handel ZKB: Weitere ereignisarme Woche

Zürich – Der ausserbörsliche Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat eine weitere ereignisarme Woche hinter sich. Das Volumen stieg zwar auf 1,4 Millionen Franken nach 0,8 Millionen Franken, blieb aber dennoch unterdurchschnittlich. Dies zeigte sich bei der Anzahl Trades, die mit 66 von 61 zwar zunahm, aber immer noch auf einem tiefen Niveau lag. Der eKMU-X Index schloss um 0,1 Prozent leichter auf 1’047,64 Punkten.

Nach Kursrückschlägen tauchten einige Werte der Transport- und Tourismusindustrie wieder unter den Gewinnern auf. So legten Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft um 5,6 Prozent zu, Lenzerheide Bergbahnen um 4,4 Prozent und SGV Holding machten 4,0 Prozent an Boden gut. Ebenfalls höher notierten sitEX Properties mit einem Plus von 2,1 Prozent. Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen stiegen um 1,7 Prozent.

Zuoberst auf der Verliererliste standen NZZ, die um 3,5 Prozent sanken. Dahinter folgten die Energiewerte Repower und CKW mit Abschlägen von 2,1 bzw. 1,6 Prozent sowie Welinvest mit einem Minus von ebenfalls 1,6 Prozent.

Der höchste Umsatz ging auf das Konto der CKW-Aktien. Sie generierten 295’000 Franken, gefolgt von Reishauer Namen mit 195’000 Franken. Über der 100’000-Franken-Umsatzmarke lagen auch WWZ (137’000 Fr.) und NZZ (118’000 Fr.). Letztere erzielten mit acht Transaktionen die meisten Abschlüsse.

Unternehmensnachrichten

Die Brauerei Schützengarten hat im Geschäftsjahr 2019/2020 (per Ende September) viel weniger Bier verkauft. Die stark auf die Gastronomie und Events ausgerichtete Traditionsbrauerei litt stark unter den Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie.

Die Bierverkäufe gingen im Gesamtjahr um 14 Prozent zurück. Zwar habe der Absatz in den Monaten zwischen Oktober 2019 und Februar 2020 gegenüber dem Vorjahr noch um 5 Prozent zugelegt, teilte Schützengarten am Dienstag mit. Von März bis Mai gaben die Umsätze in der Gastronomie dann aber um 50 bis 70 Prozent nach und das Eventgeschäft brach komplett weg. Die guten Verkäufe in den Sommermonaten, im Detailhandel und über den Online-Kanal hätten den Einbruch nicht wettmachen können.

Mit diesen Zahlen hinkt Schützengarten dem Schweizer Gesamtbiermarkt deutlich hinterher, wo die Umsatzeinbussen lediglich 2,2 Prozent betrugen. Dieser Markt sei geprägt vom Detailhandelskanal, wo auch Importbiere stark vertreten seien, heisst es in der Mitteilung. Diese hätten zum ersten Mal seit längerem wieder eine Zunahme erfahren.

Das traditionelle Weihnachtsessen für das Personal falle aufgrund der aktuellen Umstände leider aus, so die Meldung. Alle Mitarbeitenden erhielten dafür einen Gutschein für ein Nachtessen zu zweit bei einem Gastronomiekunden, womit diese Branche gezielt unterstützt werden solle. (awp)

Die für den Februar 2021 geplante Boots- und Wassersport-Messe Swissnautic pausiert für ein Jahr. Als Grund nennt die Betreiberin Bernexpo die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Die Verschiebung schaffe Klarheit und Planungssicherheit für die Partner der nautischen Branche, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Mit rund 20’000 Besucherinnen und Besuchern sei die Suissenautic die grösste Boots- und Wassersport-Show der Schweiz. Zwar hätten die Boots-Werften zum Teil ein erfolgreiches Geschäftsjahr und hätten gute Verkäufe tätigen können, schreibt Bernexpo weiter. Jedoch sei der Nachschub der Boote in dieser ausserordentlichen Situation nicht mehr gewährleistet. Die Stimmung in der Branche sei zunehmend von Vorsicht geprägt. (awp)

Die Industriegruppe Montana Tech Components (MTC) hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 2020 von der Expansion der Batterie-Tochter Varta profitiert. Andere Bereiche wie etwa Aerospace bekamen die Covid-19-Pandemie zu spüren.

Der Umsatz im Zeitraum Januar bis September kletterte auf 1,29 Milliarden Euro und lag damit um gut 30 Prozent über dem Vorjahr, wie es in dem am Mittwoch publizierten Quartalsbericht heisst. Der Betriebsgewinn (EBITDA) wuchs um 35 Prozent auf 188,3 Millionen und die entsprechende Marge verbesserte sich auf 14,6 von zuvor 14,1 Prozent.

Dank der Akquisition der Varta Consumer Batteries steigerte die deutsche Tochter den Umsatz um 160 Prozent auf 630 Millionen Euro. Insbesondere die Nachfrage nach wiederaufladbaren Akkus für kabellose Kopfhörer treibt derzeit das Geschäft.

Die Division Aerospace Components, zu der die Universal Alloy Corporation (UAC) sowie Alu Menziken gehören, habe durch die reduzierte Produktion in der Flugzeugindustrie deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge hinnehmen müssen. Bei Alu Menziken sei die Auslastung des neuen rumänischen Werks in den vergangenen Quartalen jeweils verbessert worden, liege aber aufgrund der Pandemie hinter der Planung zurück, wie es weiter heisst.

Bei Alpine Metal Tech seien durch die Reisebeschränkungen Auslieferungen behindert worden. Aluflexpack steigerte den Umsatz wie bekannt um 14 Prozent.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen damit, dass die negativen Auswirkungen auf die Aerospace Division teilweise oder zur Gänze durch jene Divisionen kompensiert werden, die trotz der Umstände besser als budgetiert unterwegs sind (awp)

Die ZT Medien AG wird das neue Jahr mit einer neuen Führung und einer neuen Struktur beginnen. Mit dem Kurswechsel stösst das Medienhaus aus Zofingen die eigene Serviceagentur #ztplus in einem Management-Buyout ab.

Ab 2021 ist Schluss mit den einzelnen Unternehmenssparten ZT Verlag, ZT Print, #ztplus und Radio Inside. Die ZT Medien AG will ihren Fokus mit cross- und multimedialen Angeboten vereinheitlichen, schreibt das Unternehmen unter der Leitung von CEO Sabine Galindo am Donnerstagmorgen.

Das Medienhaus, das unter anderem das «Zofinger Tagblatt» und das Gratiswochenblatt «Der Landanzeiger» herausgibt, will sich auf sein «relevantes Kerngeschäft» konzentrieren. Das erklärte Ziel sei es, «starke Medienprodukte auf allen Kanälen, qualitativ hochstehende Printprodukte und kundenbasierte Dienstleistungen anzubieten».

Dafür soll künftig auf Beratungsdienstleistungen der hauseigenen Serviceagentur #ztplus im Bereich Webdesign und Marketing-Kommunikation verzichtet werden. Der bisherige Agenturleiter Adrian Gaberthüel übernimmt in einem Management-Buyout per 1. Januar sämtliche Kundenbeziehungen mit seiner neuen Firma ADi AG Agentur für Digitales.

«Wir sehen diese Veränderung als grosse Chance für unsere Kunden wie auch für uns selbst. Die neue Eigenständigkeit erlaubt es uns, noch agiler auf Veränderungen am Markt reagieren zu können», wird Gaberthüel zitiert. Ab Neujahr stehe das #ztplus-Team unter neuem Namen zur Verfügung. Und mit den ZT Medien will die ADi AG Agentur für Digitales eng zusammenarbeiten.

Die Neuorganisation des Verlages wurde durch die Corona-Pandemie «stark beschleunigt», heisst es in der Mitteilung weiter. «Die neue Ausrichtung der ZT Medien AG ist ein wichtiger Meilenstein in der Transformation des Zofinger Kommunikations- und Medienunternehmens», lässt sich Verwaltungsratspräsidentin Corina Eichenberger zitieren.

Das neue Führungsteam setzt sich neben VR-Präsidentin Eichenberger und CEO Sabine Galindo wie folgt zusammen: Patrick Schmid (Director IT), Bruno Hollenweger (Director Sales), Ramona Hodel (Director Marketing), Michel Mayerle (Director Production), Emiliana Salvisberg (Corporate Communication), Stefan Bandel (CFO) und Philippe Pfister (CCO) (Kleinreport.ch)

Aufgrund der aktuellen Lage rund um das Coronavirus hat die Nidwaldner Kantonalbank entschieden, die PS-Versammlung vom 26. und 27. März 2021 ersatzlos abzusagen. Die vorzeitige Absage der beiden Anlässe ist eine Vorsichtsmassnahme zum Schutz aller Beteiligten. Für ergänzende Informationen: (www.nkb.ch)

CKW und Axpo realisieren 2021 in Rathausen/LU ein Batteriespeichersystem mit einer schweizweit einzigartigen Anwendungskombination. Die zwei 50 Tonnen schweren Grossbatterien leisten in dreifacher Hinsicht einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität.

CKW hat in Zusammenarbeit mit ihrer Muttergesellschaft Axpo bereits Grossspeicher für Energieversorger am Markt eingesetzt. Nun realisieren sie gemeinsam am CKW-Standort in Rathausen/LU einen Gross-batteriespeicher. Axpo bringt ihre grosse Expertise beim Engineering und ein innovatives Vorgehen bei der Beschaffung ein, CKW ihr Know-how für intelligente Optimierungslösungen, welche speziell für den anspruchsvollen Einsatz bei Batteriespeichern entwickelt wurde. So zeichnet sich CKW für den möglichst wirtschaftlichen Einsatz verantwortlich.

Damit agieren CKW und Axpo als Muster für Energieversorgungs-unternehmen, die nach innovativen, doch ausgereiften Lösungen für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 suchen. Mit dem vereinten Know-how und der bewährten Lösung aus dem Axpo Konzern können zugunsten der Endkunden die Kosten gesenkt und die Versorgungssicherheit optimiert werden.

Mit dem Zubau von volatilen erneuerbaren Energien wie zum Beispiel Solaranlagen nehmen die Schwankungen im Stromnetz zu. Grosse Batteriespeichersysteme helfen, solche Schwankungen auszugleichen. Denn Batteriespeicher haben den Vorteil, dass sie innert weniger Sekunden überschüssige Energie speichern und diese bei Bedarf zur Verfügung stellen können. Sie leisten damit einen Beitrag zur Netzstabilität beim Ausbau erneuerbarer Energien.

Das Projekt ist in der Schweiz einzigartig, denn als erster Batteriespeicher wird er gleichzeitig für drei verschiedene Märkte eingesetzt:

Peak Shaving: Lastspitzen – das sind Zeitpunkte, an denen eine besonders grosse Menge Energie gefordert ist – sind teuer und belasten das Netz stark. CKW wird mit dem Batteriespeicher Spitzenlasten zum Vorteil ihrer Kunden abfedern können.

Spannungshaltung: Die Spannung im Höchstspannungsnetz der Schweiz beträgt 220 kV resp. 380 kV. Die nationale Netzgesellschaft Swissgrid hält die Spannung innerhalb enger Grenzen. Dank einer innovativen Lösung wird CKW mit dem Batteriespeicher Swissgrid bei der Spannungshaltung unterstützen können.

Regelleistung: Für ein stabiles Stromnetz müssen Stromproduktion und Verbrauch jederzeit ausgeglichen sein. Mit dem Batteriespeicher leistet CKW einen Beitrag, Differenzen flexibel und schnell ausgleichen zu können. Ab Mitte 2021 wird der Batteriespeicher in Rathausen installiert. Er wird in Rathausen ins Mittelspannungsnetz von CKW integriert. Er hat eine Leistung von 6,25 MW – das entspricht fast der dreifachen Leistung des Kleinwasserkraftwerks Rathausen. Konkret heisst das: Die Batterie könnte bis zu 15’000 durchschnittliche Haushalte während einer Stunde mit Strom versorgen. Die zwei Batteriespeicher sind je in einem 12 m langen Container untergebracht. Diese wiegen je rund 50 Tonnen (Medienmitteilung)

Ausblick

Es zeichnet sich eine weitere ereignisarme Handelswoche mit zurückhaltenden Volumen ab. Es bleibt zudem die Unsicherheit hinsichtlich der Skisaison und der Frage, ob diese wie vorgesehen mit den Schutzkonzepten durchgeführt werden kann. (ZKB/mc/ps)


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