Ausserbörslicher Handel ZKB: Aktivitäten und Volumen nehmen zu

Ausserbörslicher Handel ZKB: Aktivitäten und Volumen nehmen zu

Marktbericht

Zürich – Der ausserbörsliche Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat in der letzten Woche vermehrte Aktivitäten und höhere Volumen verzeichnet. Diverse Unternehmensneuigkeiten verhalfen dem eKMU-X Index zu einem leichten Kursanstieg. So verbesserte sich dieser um 0,2 Prozent auf 1’051,76 Punkte.

Das Gesamtvolumen stieg in der vergangenen Handelswoche um gut 39 Prozent auf 2,42 Millionen Franken. Die Anzahl der Abschlüsse lag höher bei 88 nach 59 in der Vorwoche.

Die Umsatzrangliste wird wie in der Vorwoche von SIA-Haus angeführt. Die Titel generierten in fünf Trades über 1,4 Millionen Franken. Neben der NZZ mit rund 422’000 Franken in 15 Transaktionen lagen auch Regiobank Solothurn mit über 167’000 Franken noch über der Umsatzmarke von 100’000 Franken. Ebenfalls aktiv gehandelt wurden Precious Woods mit neun Abschlüssen und WWZ mit fünf Trades.

Bei den Gewinnern standen Schweizer Zucker mit einem Plus von 17 Prozent zuoberst. Dahinter folgten die rege gehandelten NZZ-Valoren (+3,9%). sitEX Properties Holding legten um 1,2 Prozent zu und Regiobank Solothurn 1,1 Prozent.

Bei den Verlierern gaben die relativ selten gehandelten Aktien der Gotthard Raststätte mit einem Minus von 5 Prozent am deutlichsten nach. Die weiteren Kursverlierer kommen aus dem Transportsektor: Rigi Bahnen verloren 3,9 Prozent, gefolgt von Zürichsee-Schifffahrts-Gesellschaft (-1,7 Prozent) und Pilatus-Bahnen (-0,2 Prozent).

Unternehmensnachrichten

Cendres+Métaux: Queloz SA übernimmt die Aktivitäten des Gehäuseherstellers Guillod Gunther. Der 1866 gegründete Hersteller von hochwertigen Uhrengehäusen, Guillod Gunther SA, muss aufgrund der Folgen der Corona-Krise per Ende 2020 schliessen. Wie die Cendres+Métaux Gruppe (CM) mitteilte, wird das Tochter-unternehmen Queloz SA die Hauptaktivitäten von Guillod Gunther übernehmen. Für Queloz bedeutet die Übernahme eine Stärkung der Kompetenzen im Bereich der hochwertigen Uhrengehäuse, wird Julien Midez, CEO von Queloz, in einer Medienmitteilung zitiert. Die Integration soll am Standort Saignelégier erfolgen, wo auch ein Teil der Mitarbeiter von Guillod Gunther künftig arbeiten werden. Zudem erwirbt Queloz einen Grossteil des Maschinenparks und der Aktiven von Guillod Gunther, das seinen Sitz in La Chaux-de-Fonds hat. Die Queloz SA gehört seit 2018 zur CM-Gruppe und ist spezialisiert auf die Produktion kleiner und mittlerer Serien von äusserst komplexen Uhren. (Medienmitteilung)

NZZ lanciert neues Digital-Angebot «NZZ PRO Global»: Ab sofort können Abonnentinnen und Abonnenten der «Neuen Zürcher Zeitung» das neue «NZZ PRO Global»-Angebot für sich entdecken. Die exklusiv aufbereiteten Analysen, Hintergrundberichte und Reportagen richten sich an Entscheidungsträger und global Interessierte im deutschsprachigen Raum und erlauben eine klare Einordnung von geopolitischen und geoökonomischen Entwicklungen und Trends im internationalen Kontext.

Erfahrene Korrespondenten und spezialisierte Fachredaktoren in Zürich ermöglichen es der NZZ, globale Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und einzuordnen. Die Informationsplattform «NZZ PRO Global» macht diese Kompetenzen Entscheidungsträgern und global Interessierten im deutschsprachigen Raum verstärkt zugänglich. Sie bietet NZZ-Abonnentinnen und Abonnenten ab sofort exklusiven Zugang zu unabhängigen und journalistisch aufbereiteten Informationen zu geopolitischen Perspektiven sowie global relevanten Entwicklungen in Asien, den USA und der Welt der Technologie. NZZ-Leser erhalten diese von Montag bis Freitag wahlweise über das E-Mail-Postfach, via nzz.ch und NZZ-App. Die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen werden insbesondere mit Blick auf die Auswirkungen auf die Schweiz und Deutschland beleuchtet.

«‹NZZ PRO Global› bietet all jenen, die ihr Wissen zu globalen Themen weiter vertiefen möchten, eine Kombination aus Nachrichten, Analysen, Reportagen und Gastbeiträgen – mit dem Ziel, Zusammenhänge aufzuzeigen und scheinbar periphere Themen global einzuordnen», erklärt Eric Gujer, Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung». «Damit wollen wir unseren Abonnentinnen und Abonnenten in einer strukturierten Form Denkanstösse und Inspiration geben und ihnen so einen Vorsprung verschaffen, um im Geschäftskontext souveräne Entscheidungen treffen zu können.»

Sigrun Albert, Leiterin Produkte der NZZ-Mediengruppe: «Mit der Lancierung von ‹NZZ PRO Global› setzen wir einen weiteren Meilenstein in unserem digitalen Produktportfolio und offerieren Abonnentinnen und Abonnenten komplementär zur regulären NZZ exklusive Inhalte. ‹NZZ PRO Global› bietet Entscheidungsträgern und global Interessierten eine laufend aktualisierte Übersicht der wichtigen globalen Zusammenhänge sowie eine inhaltliche Vertiefung zu den genannten Fokusthemen.»

Verantwortlich für die «NZZ PRO Global»-Inhalte ist ein Team aus spezialisierten NZZ-Korrespondenten rund um den Globus und gut vernetzten Fachredaktoren in Zürich. Formate zur direkten Interaktion mit dem Team ergänzen das redaktionelle Angebot. Geplant sind auch Live-Talks und Fachgespräche, welche exklusiv für PRO-Abonnentinnen und -Abonnenten zugänglich sind. (Medienmitteilung)

Die Montana Tech-Tochter Varta hat sich verpflichtet, als Zulieferer von Apple komplett auf erneuerbare Energien umzusteigen. Das kündigte Apple-Managerin Sarah Chandler am Mittwoch in Berlin auf der Konferenz „Electronics Goes Green“ des Fraunhofer-Instituts IZM an.

Mit der Äusserung der Umwelt-Expertin von Apple wurde erstmals offiziell bestätigt, dass der S-Dax kotierte Batterienhersteller ein Zulieferer von Apple ist. Zuvor hatte es bereits Gerüchte gegeben, dass die Batterien in den Apple-Kopfhörern AirPods von Varta stammen.

Chandler sagte, in Deutschland arbeiteten auch die Zulieferer Henkel und die Tesa SE daran, ihre Produktion für Apple vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Das gelte auch für ST Micro in Frankreich, Solvay in Belgien sowie DSM in den Niederlanden.

Apple will zum Jahr 2030 komplett klimaneutral arbeiten. In zehn Jahren werde jedes Apple-Gerät ohne eine CO2-Belastung hergestellt, sagte Umweltchefin Lisa Jackson im Juli der Deutschen Presse-Agentur.

Der iPhone-Konzern will den Ausstoss des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids um 75 Prozent senken – und den Rest mit Lösungen zur Bindung des Treibhausgases ausgleichen. Apple betreibt bereits seine Büros, Rechenzentren und eigene Produktionsstätten mit erneuerbaren Energien. Unter den Zulieferern verpflichteten sich inzwischen 70 Unternehmen zum Umstieg auf erneuerbare Energiequellen (AWP)

Das in der Medizinaltechnik und als Uhrenzulieferer tätige Unternehmen Cendres+Métaux verkauft ein Produktionsgebäude für das Rezyklieren von Edelmetall in Lyss an Metalor. Das für den eigenen Bedarf zu gross konzipierte Gebäude, das erst vor rund einem Jahr in Betrieb genommen wurde, könne somit ohne Verlust veräussert werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Finanzielle Angaben wurden keine gemacht. Cendres+Métaux betont jedoch, dass mit dem Schritt Kapital freigesetzt werde, das zur Stärkung des Kerngeschäfts eingesetzt werden könne.

Ausserdem wird betont, dass der Entscheid zur Investition in ein zu grosses Gebäude schon 2016 unter der damaligen Führung gefällt worden sei. Die Grösse der Anlage sei auf Basis von Annahmen konzipiert worden, die sich nicht erfüllt hätten. Konkret habe sich der Edelmetall-Recycling-Markt schlechter entwickelt als erhofft. Zudem hätten sich die Kapazitäten in der Edelmetall-Rückgewinnung in der Schweiz über die letzten vier Jahre vergrössert und die Konkurrenzsituation habe sich verschärft.

Der neue Besitzer hat laut den Angaben die Absicht, einige der Mitarbeiter in Lyss weiter zu beschäftigen. Die genaue Zahl werde jedoch erst in den kommenden Wochen feststehen (AWP/Medienmitteilung)

Die Lenzerheide Bergbahnen AG erzielte im Geschäftsjahr 2019/20 einen Gewinn von CHF 244’744. Der Verkehrsertrag sank infolge der verkürzten Wintersaison aufgrund der COVID-19 Pandemie um 4.5%, die Ersteintritte für Arosa Lenzerheide um 13.2%. Mit Blick auf das nach wie vor erfolgreiche Sommergeschäft sowie die rekordverdächtigen Umsatz- und Gästezahlen bis Mitte März 2020, spricht die LBB AG von einem soliden Geschäftsergebnis.

Wir sind mit einem zwar schmerzenden, aber nicht allzu blauen Auge davongekommen», schreibt Peter Engler, CEO der Lenzerheide Bergbahnen AG (LBB AG), im Geschäftsbericht 2019/20. Die Zahlen dazu bestätigen seine Einschätzung: Trotz der verkürzten Wintersaison aufgrund der behördlich angeordneten Schliessung aller Schneesportgebiete per 13. März 2020 aufgrund der COVID-19 Pandemie, erzielte die LBB AG einen Gewinn von CHF 244’744. Der Verkehrsertrag sank gegenüber dem letztjährigen Rekordumsatz um 4.5% auf CHF 26.27 Mio.

Bei den Ersteintritten (Skierdays) verzeichnete das Schneesportgebiet Arosa Lenzerheide im Winter 2019/20 einen Rückgang von 13.2%. Der Betriebsertrag nahm gegenüber dem Vorjahr um CHF 2.06 Mio. ab, während der Betriebsaufwand ebenfalls um CHF 0.93 Mio. sank. Dies primär aufgrund von Einsparungen im Personalbereich, respektive entsprechenden Kurzarbeitsentschädigungen des Bundes. Der EBITDA sank um 4.4% auf CHF 10.04 Mio., was einer EBITDA-Marge von 33.12% entspricht.

Die Wintersaison 2019/20 endete aufgrund der behördlichen Anweisung abrupt und rund einen Monat zu früh. Dass das Geschäftsergebnis dennoch positiv ausfiel, ist insbesondere dem guten Saisonstart zu verdanken. Dank guten Wetterbedingungen und der Unterstützung im Bereich der technischen Beschneiung konnten insbesondere während den Weihnachtsfeiertagen und im Februar 2020 rekordverdächtige Umsatz- und Gästezahlen erreicht werden. Zudem lieferte auch der Sommer 2019, trotz durchzogenen Witterungsverhältnissen, mit einem Verkehrsertrag von über CHF 2 Mio. einen entsprechenden Beitrag zum Jahresumsatz.

Die Einführung der dynamischen Preise vor drei Jahren und die damit verbundene Stärkung des Online Verkaufs hat sich für die Bergbahnen in Arosa Lenzerheide bewährt. Im Geschäftsjahr 2019/20 wurden bereits über die Hälfte der Tages- und Mehrtageskarten online verkauft. Dies entspricht einem Volumen von rund CHF 13.5 Mio.

Im Hinblick auf die vor zwei Jahren eingeläutete Konsolidierungsphase standen bei der LBB AG im Geschäftsjahr 2019/20 keine investitionsreichen Projekte im Zentrum. Neben der Optimierung der Beschneiungsanlage auf der Westseite und neuen Anlagen im Kinderland Auarara wurde im Geschäftsjahr 2019/20 die Bestellung für eine umfangreiche Erneuerung der Pistenfahrzeugflotte über die nächsten drei Jahre platziert. Bereits ab der Wintersaison 2020/21 präpariert ein Hybrid Pistenfahrzeug «PistenBully 600 E+» einen Teil der Pisten in Arosa Lenzerheide (Medienmitteilung)

Das Immobilienunternehmen Espace Real Estate hat die Corona-Krise gut bewältigt und trotz einiger Mietausfälle den Gewinn deutlich gesteigert. Für das Gesamtjahr zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich.

Der Gewinn legte auch dank eines positiven Steuereffekts in Höhe von 3,8 Millionen Franken auf 12,3 Millionen zu. Das sind fast 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Liegenschaftserfolg stieg um gut 8 Prozent auf knapp 14 Millionen Franken, da neu die Mieteinnahmen der im Vorjahr fertiggestellten 171 Wohnungen sowie die Mieterlöse des Schaffner Hauptsitzes in das Ergebnis einflossen.

Nach dem Lockdown durch die Corona-Massnahmen habe Espace die Geschäftsmieter proaktiv unterstützt. Dadurch fielen die effektiven Mieteinnahmen im Vergleich zu dem vertraglich geschuldeten Betrag tiefer aus. Derzeit werden die Mietausfälle auf etwa 0,7 Millionen Franken geschätzt.

Die Leerstandsquote sank derweil auf 5,85 Prozent nach 6,72 Prozent im Vorjahr. Ende 2019 lag der Leerstand bei 6,67 Prozent. Darin enthalten sind auch die Objekte, die sich derzeit im Umbau befinden. Für einen grossen Teil der Flächen am Bahnhof Solothurn seien bereits neue Mietverträge abgeschlossen worden.

Der Erfolg aus Neubewertungen wurde auf gut 1 Million Franken verdoppelt, Zukäufe wurden nicht getätigt. Der Marktwert des Immobilienportfolios stieg im ersten Halbjahr auf 702,6 Millionen nach 700,3 Millionen per Ende 2019.

Mit einem Umfang von rund 80 Millionen Franken sei die Projektpipeline mit überwiegenden Wohnobjekten weiterhin gut gefüllt. Besonderes Augenmerk lege Espace auf die steigende Nachfrage nach günstigem Wohnraum. Zudem werde die Nachfrage nach Kleinwohnungen oder nachhaltigen Wohnformen aufgenommen.
Zudem würden die Investitionen in Solaranlagen zu einer valablen Anlagealternative. So hätten die Installationen auf den ersten sieben Gebäuden bereits einen positiven Beitrag zum Betriebsertrag geleistet. Weitere Anlagen seien in Planung.

Mit Blick nach vorn gibt sich das Unternehmen zuversichtlich. Zwar seien noch nicht alle Auswirkungen der Corona-Pandemie abschätzbar. Dennoch werde Espace robust durch diese Krise gehen. Wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, werde ein „solides“ Jahresergebnis erwartet (AWP)

Ausblick

Der Handel habe trotz des Ferienendes und schon vielen bekannten Halbjahresergebnissen noch immer nicht so richtig an Schwung aufgenommen, so die ZKB. Dieser Trend dürfte wohl noch so anhalten. (ZKB/mc/ps)


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