Ausserbörslicher Handel ZKB: Umsätze und Anzahl Abschlüsse deutlich rückläufig

Ausserbörslicher Handel ZKB: Umsätze und Anzahl Abschlüsse deutlich rückläufig

Marktbericht

Zürich – Der ausserbörsliche Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ist in der vergangenen Woche in gemächlichen Bahnen verlaufen. Die Umsätze und die Anzahl Abschlüsse fielen deutlich zurück auf ein tiefes Niveau und Unternehmensneuigkeiten waren Mangelware. Der eKMU-X Index schloss praktisch unverändert auf 1’180,38 Punkten.

Das Gesamtvolumen fiel um fast 90 Prozent auf 481’000 Franken. In der Vorwoche war noch ein deutlich höheres Volumen erzielt worden. Repower machten damals alleine mit einem Umsatz von über 3 Millionen Franken den Löwenanteil aus. Die Anzahl der Transaktionen sank in der vergangenen Handelswoche auf 59 von 76.

Kein Titel schaffte den Sprung über die Umsatzmarke von 100’000 Franken. Den mit 99’900 Franken grössten Umsatz generierten NZZ in sechs Abschlüssen.

Sitex Properties wurden nach der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen gesucht. Sie stiegen als Wochengewinner um 10 Prozent. Das Immobilienunternehmen erzielte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Rekordgewinn von 8,2 Millionen Franken. Das Total des Liegenschaftserfolgs verbesserte sich auf 11,1 Millionen von 2,7 Millionen Franken, während der Betriebsaufwand zurückging.

Weisse Arena legten um 8,3 Prozent zu und Holdigaz verbesserten sich mit einem kleinen Umsatz um 2,5 Prozent. Ebenfalls rückte Repower mit einem geringen Handelsvolumen vor (+2,1%). Bei den Verlierern gab es grössere Abschläge bei Precious Woods (-3,8%). Espace Real Estate büssten 1,9 Prozent ein, Welinvest verloren 1,8 Prozent und Schweizer Zucker sanken um 0,5 Prozent.

Unternehmensnachrichten

Bei Repower hat per 16. September Roland Leuenberger das Amt des Konzernchefs übernommen. Er ist allerdings – wie seit Juli bekannt – nur ad interim auf seinem Posten. Sein Engagement werde mindestens bis zur Generalversammlung vom 20. Mai 2020 dauern, teilte der Bündner Energiekonzern nun am Montag mit.

Der langjährige frühere CEO Kurt Bobst hatte das Unternehmen in diesem Monat verlassen. Leuenberger ist seit 2016 Mitglied des Repower-Verwaltungsrates – als Experte in Energie- und Finanzfragen. Der Energiekonzern Axpo profitiert von den höheren Strompreisen und wertet entsprechend seine Produktionsanlagen auf. Daraus resultiert ein hoher Aufwertungsgewinn im (noch) laufenden Geschäftsjahr.

Die im Vergleich zu den Annahmen gestiegenen europäischen Grosshandelspreise für Strom sowie die entsprechenden Terminkontrakte für die kommenden drei Jahre würden darauf hindeuten, dass die Phase rekordtiefer Strompreise vorbei sei, teilte Axpo am Freitagabend mit.

Aus diesem Grund werde man im Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende September) auf den Produktionsanlagen und Rückstellungen für Energiebezugsverträge sogenannte Wertaufholungen vornehmen. Diese Anpassungen an die sich verändernden Marktbedingungen dürften das Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns um rund 400 Millionen Franken erhöhen.

Der vollständige Jahresbericht 2018/19 wird am 11. Dezember 2019 publiziert.

Dasselbe geschieht bei der Axpo-Tochter CKW. Dies führt dort zu einer Erhöhung des EBIT um rund 80 Millionen Franken, wie die CKW separat am Freitagabend mitteilte. Ihr vollständiger Jahresbericht 2018/19 wird bereits ein Tag früher, am 10. Dezember 2019 publiziert.

Die Pendelbahn von Weggis auf die Rigi soll nicht durch eine Drei-Seil-Umlaufbahn-Light (3S) ersetzt werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Seilbahnherstellerin Garaventa AG, welche die Rigi Bahnen auf Wunsch der Vereinigung Pro Rigi erstellen liessen.

Im vergangenen Dezember hatten die Rigi Bahnen verkündet, dass sie die heutige Pendelbahn von Weggis auf die Rigi durch 10er-Gondeln ersetzten wollen.

Dieser Vorschlag weckte kritische Stimmen. Unter anderem, weil die 10er-Gondeln deutlich tiefer hängen oder weil dafür mehr Masten benötigt würden als für die bestehende Pendelbahn. Nämlich 14 statt drei.

So brachte Pro Rigi die Lightversion eines 3S-Bahnsystems ins Spiel. Konkret soll eine reguläre Drei-Seil-Umlaufbahn auf eine geringere Transportkapazität redimensioniert werden. Bei einer Dreiseil-Umlaufbahn verkehren auch mehrere Gondeln im Kreis. Diese hängen aber nicht nur an einem Seil, sondern an zwei Trageseilen und einem Zugseil. Der entscheidende Punkt: Die Seillinie verläuft hoch wie bei der Pendelbahn, und es würden auch nur drei Masten benötigt.

Hohe Kosten
Die Rigi Bahnen liessen diesen Vorschlag von der Seilbahnherstellerin Garaventa AG technisch und strategisch prüfen. Diese kommt nun zum Schluss: Für eine solche Light-Version besteht international am Seilbahnmarkt kaum Potenzial. Dies teilten die Rigi Bahnen am Freitag mit. Zudem wäre laut der Machbarkeitsstudie die Realisierung der Light-Version mit „massiven Entwicklungs- und Erstellungskosten verbunden.

Die Rigi Bahnen gingen davon aus, dass sich die Erstellungskosten für die ursprünglich angedachte Gondel-Umlaufbahn auf rund 20 Millionen Franken belaufen würden. Garaventa schätzt die Kosten für die 3S-Light-Bahn auf 35 Millionen Franken. Diese Variante ist somit vom Tisch.

Verschiedene Interessenvertreter seien vor einigen Tagen bereits über die Machbarkeitsstudie informiert worden, heisst es weiter. Sie hätten den negativen Entscheid und die Begründung zur Kenntnis genommen.

Die Rigi Bahnen wollen nun das ursprüngliche Projekt einer Gondel-Umlaufbahn zusammen mit den Schutzverbänden weiter optimieren. Ein nächstes Arbeitsmeeting sei bereits angesetzt.

Kritik an Entwicklungsplänen
Die Entwicklungspläne der Rigi Bahnen sorgen immer wieder für Kritik. Die einen wollen die natürliche Schönheit der Rigi vermarkten und Massentourismus verhindern. Die anderen mehr Touristen und diesen vor allem mehr bieten.

Eine Petition von René Stettler „Nein! zu Rigi-Disney-World“ hatte 2017 den touristischen Masterplan für die Rigi kritisiert, mit dem der Berg besser vermarktet werden sollte. In der Folge wurde der Verein „Ja! zu Regina Montium“ gegründet.

Letzte Woche trat Stettler aus dem Vorstand des Vereins „Ja! zu Regina Montium“ zurück. Grund sind Meinungsverschiedenheiten bei der strategischen Ausrichtung des Vereins. Im Mai trennten sich die Rigi Bahnen von ihrem Direktor Stefan Otz, der die touristische Vermarktung der Rigi vorangetrieben hatte. (Quelle: awp)

Die sitEX Properties Holding AG konnte auch in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres überdurchschnittliche Resultate erzielen. Beim erzielten Reingewinn nach Steuern handelt es sich um ein Rekordgewinn (Halbjahr). Dieser wurde durch die Sparten Vermietung (34%), Entwicklung (48%) und Realisation (18%) erzielt und betrug CHF 8.239 Mio. Die Eigenkapitalquote konnte weiter gesteigert werden und betrug per Stichtag 30. Juni 2019 solide 41.1% (EK: CHF 126.522 Mio.) – dies entspricht beinahe einer Verdoppelung seit 1. Januar 2016. (Quelle: moneycab.ch)

Ausblick
Auch für die nun laufende Handelswoche rechnet die ZKB mit weiter tiefen Umsätzen. Nach wie vor seien Impulse Mangelware, so das Finanzinstitut. (ZKB/mc/ps)


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