Ausserbörslicher Handel ZKB: Impulsarmes Geschäft – Volumen stark rückläufig

Ausserbörslicher Handel ZKB: Impulsarmes Geschäft – Volumen stark rückläufig

Marktbericht

Zürich – Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) blickt mit ihrem ausserbörslichen Handel auf einen eher ruhigen Verlauf in der vergangenen Woche zurück. Im impulsschwachen Handel sank das Gesamtvolumen um fast 28 Prozent auf 1,7 Millionen Franken. Derweil stieg allerdings die Anzahl Abschlüsse auf 104 von 86. Der ZKB eKMU-X Index hielt mit 1’191,40 Punkten in etwa das Niveau der Vorwoche.




Mit dem Schneefall in den Bergen rückte die erste Wintertourismus-Aktie in den Fokus der Anleger. So legten Weisse Arena um 3,9 Prozent zu und waren damit Wochengewinner. Der Winterbeginn und die bevorstehende Skisaison schienen die Titel beflügelt zu haben.

Nach wie vor gesucht waren Welinvest (+3,5%). Dahinter stiegen Precious Woods um 2,5 Prozent und Bernexpo um 2,2 Prozent. NZZ legten um 1,0 Prozent zu.

Unter den Verlierern waren vorwiegend Energiewerte zu finden. Unter Abgabedruck litten die Papiere der Energie Zürichsee Linth. Sie büssten 2,2 Prozent ein. Der regionale Gasversorger legte jüngst seine Jahresergebnisse vor. Demnach erhöhte er im Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende September) das Absatzvolumen auf 558,3 nach 552,0 GWh und damit auf den zweithöchsten Stand in der über 100jährigen Unternehmensgeschichte.

CKW sanken um knapp 2,0 Prozent und WWZ gingen um 0,7 Prozent zurück. Dazwischen verloren Zürichsee Fähre Horgen-Meilen 1,5 Prozent.

WWZ generierten mit fast 416’000 Franken den höchsten Umsatz der vergangenen Handelswoche. Sitex Properties setzten 215’000 Franken um. Über die Umsatzmarke von 100’000 Franken schafften es ausserdem Holdigaz (174’000 Fr.) und NZZ (163’000 Fr.).

Für eine Unternehmensnachricht sorgte auch die Schilthornbahn. In einem Interview mit der Onlineplattform „schweizeraktien.net“ sagte Direktor Christoph Egger, dass das Bergbahnunternehmen mit einem Bauvolumen von 90 Millionen Franken für ihr Projekt 20XX die bisher grösste Investition in der Unternehmensgeschichte plane. Finanziert werde das Projekt mit der Kapitalerhöhung, erhöhten Kreditlimiten und laufenden Cash flow, so Egger. An der Dividendenzahlung wird festgehalten.

Unternehmensnachrichten

Die Schilthornbahn plant mit einem Bauvolumen von 90 Millionen Franken für ihr Projekt 20XX die bisher grösste Investition in der Unternehmensgeschichte. Die Finanzierung sei sichergestellt, sagte Direktor Christoph Egger in einem Interview mit der Onlineplattform „schweizeraktien.net“.

Finanziert wird das Projekt einerseits mittels Kapitalerhöhung, im Rahmen derer derzeit die Zeichnungsfrist für neue Aktien läuft. Sie bringe einen Mittelzufluss von rund 6 Millionen Franken, so Egger. Daneben seien die Kreditlimiten der Hausbanken erhöht worden. Im Weiteren werde „ein wesentlicher Teil des laufenden Cash-Flows“ in das Projekt einfliessen. Eine weitere Kapitalerhöhung sei hingegen nicht geplant, so Egger.

Der Direktor hofft, dass das Projekt, das den Ersatz der heutigen Luftseilbahn durch neue Seilbahnen von Stechelberg direkt nach Mürren und weiter nach Birg und Schilthorn vorsieht, 2026 abgeschlossen ist. Der genaue Zeitplan sei insbesondere von der Bereinigung hängiger Einsprachen und dem Verlauf des Bewilligungsverfahrens auf Verwaltungsratsebene abhängig. „Die Zustimmung können wir auf jeden Fall frühestens Ende 2020 erwarten“, führte der Direktor aus.

An der Dividendenzahlung hält das Unternehmen trotz der Investitionen fest. „Wir vertreten die Ansicht, dass eine kontinuierliche Dividendenausschüttung nicht zuletzt eine Frage der Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit darstellt“, sagte Egger. Die Schilthornbahn schüttet seit 1975 ununterbrochen jährlich eine Dividende aus. (Quelle: awp)

Der regionale Gasversorger Energie Zürichsee Linth (EZL) hat im Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende September) seine Liefermenge an die Kunden erhöht. Geprägt gewesen sei das Jahr durch ein mildes Winterhalbjahr, einen kühlen Frühling sowie einen warmen Sommer, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens am Donnerstag hiess.

Das Absatzvolumen lag bei 558,3 nach 552 GWh im Vorjahr und damit auf dem zweithöchsten Stand in der über 100jährigen Unternehmensgeschichte. Der Wert der „Heizgradtage“ stieg um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Hundert Hauseigentümer im Entsorgungsgebiet der EZL entschieden sich im vergangenen Geschäftsjahr laut Mitteilung neu für den Energieträger Gas (Erdgas/Biogas). Die Anschlussleistung stieg mit 5’850 Kilowatt denn auch deutlich an.

Erfreulich sei auch die Nachfrage nach Fernwärme gewesen. Die erste Etappe des Fernwärmenetzes Jona sowie die Biogasanlage bei der ARA-Obersee in Schmerikon seien fristgemäss erstellt worden, wie es weiter hiess. Die nachhaltige Energie aus der Kläranlage bietet Basis für die Versorgung von ca. 1’500 Wohnungen. Die EZL sei bereits in der Prüfung eines weiteren Ausbaus. (Quelle: awp/ekz)

Schweizer Zucker AG: Zuckerrüben-Kampagne: Wieder tiefe Gehalte wegen schlechtem Wetter. Die Zuckergehalte bleiben auf einem tiefen Niveau. Die Interprofession wird deshalb Anfang Dezember über einen Antrag zur Anpassung der Abzüge bei tiefen Zuckergehalten diskutieren. Durch die anhaltend feuchte Witterung ist der durchschnittliche Fremdbesatz in beiden Werken erneut angestiegen und erreichte mit 9,8% in Aarberg und 9% in Frauenfeld Werte wie letztmals in der Kampagne 2013. Durch den hohen Erdanteil wird zwar die Verarbeitungsleistung in beiden Werken beeinträchtigt, die Auswirkungen waren jedoch geringer als erwartet.

In Frauenfeld zeigten sich die im letzten Bericht erwähnten Massnahmen als erfolgreich, so dass die Verarbeitung rascher den Zielwert erreichte als eingeschätzt. Die ursprünglich gekürzten Liefermengen konnten gegen Ende der Berichtswoche wieder erhöht werden. Zudem konnte der Überhang der Lagermengen auf dem Rübenhof abgebaut werden. Die durchschnittlichen Zuckergehalte verharren auf tiefem Niveau. Bei nach wie vor steigenden Erträgen und fehlendem Sonnenschein ist in den nächsten Wochen kaum mit einer Änderung zu rechnen. Über einen Antrag zur Anpassung der Abzüge bei tiefen Zuckergehalten wird die Interprofession Anfang Dezember diskutieren und den Entscheid noch vor Abschluss der Saatgutbestellung kommunizieren.

Verursacht durch eine Stellwerksstörung ist in der Westschweiz ein Verladetag ausgefallen. Durch ein Missverständnis in der Planung fehlte zudem am vergangenen Samstag ein Rangierteam. In beiden Fällen konnte entweder der Abtransport der Rüben kurzfristig sichergestellt werden, sei es per Strassentransport oder durch die Verschiebung des Verladetages auf Anfang dieser Woche.

Im Gasthof zum Löwen Meilen AG, brach am 6. November ein Brand aus. Wieso es zum Glimmbrand kam, ist noch unklar und wird durch Spezialisten des Brandermittlungsdienstes der Kantonspolizei Zürich ermittelt. Der Sachschaden dürfte mehrere zehntausend Franken betragen. (SDA)

Ausblick
Die laufenden Handelswoche dürfte laut ZKB weiter von grösseren Gesellschaften dominiert werden. Ausserdem können zu dieser Jahreszeit Wintertourismus-Aktien das Interesse der Anleger auf sich ziehen. (ZKB/mc/ps)


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