Chef von US-Grossbank Wells Fargo tritt zurück

Tim Sloan
Tim Sloan, CEO Wells Fargo.

San Francisco – Bei der skandalgeschüttelten US-Grossbank Wells Fargo räumt Vorstandschef Tim Sloan nach nur rund zweieinhalb Jahren schon wieder den Posten. Der Manager, der im Herbst 2016 ins Amt kam, nachdem Vorgänger John Stumpf über eine eine Affäre um Scheinkonten gestolpert war, tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Das teilte das Geldhaus am Donnerstag nach US-Börsenschluss in San Francisco mit.

Zum interimsweisen Nachfolger wurde C. Allen Parker ernannt, der bisherige Leiter der Rechtsabteilung. Wells Fargo will nun mit der Suche nach externen Kandidaten für eine Dauerlösung beginnen. Sloans Amtszeit war stark von der Aufarbeitung des Skandals um fingierte Konten geprägt, die zur Entlassung Tausender Mitarbeiter sowie etlichen Klagen, Strafen und Auflagen von Aufsichtsbehörden führte.

Anleger begrüssten die Entwicklung. Der Kurs der Wells-Fargo-Aktie legte im nachbörslichen Geschäft in einer ersten Reaktion um fast drei Prozent zu. (awp/mc/pg)

Wells Fargo

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